Re: Lage der russischen Wirtschaft
Verfasst: 02 Dez 2025, 06:42
Ich frage mich an dieser Stelle: Wirtschaft ist ja immer ein fragiles Gebilde. Warum Polen boomt und Deutschland stagniert bzw. fällt, kann man mit Logik kaum beschreiben. Letztlich hat Polen ja kaum etwas zu bieten und dennoch sind die Löhne in gewissen Branchen in Warschau schon höher als in Berlin. Es ist also viel Psychologie und Vertrauen, und das Vertrauen in Deutschland ist gerade weg.
So, und nun zu Russland: Ich schaue mit Verwunderung auf den jahrelangen Bauboom. Ich dachte schon 2005, dass es eigenartig ist, wie rasant die Immobilienpreise steigen, was einen Bauboom zur Folge hatte. Erwartete einen Crash. Nun sind wir 20 Jahre später, der Bauboom ist nochmals Faktor 20 größer. In Novosibirsk schießt ein Wohnprojekt nach dem anderen aus dem Boden. Die Bauwirtschaft hat sich vervielfacht, aber genau hier lauert in meinen Augen ein riesiges Problem. Die großzügigen Kredithilfen kann sich das Land derzeit nicht mehr leisten, und scheinbar halten aktuell vor allem die hohen Soldatensaläre die Immobilienwirtschaft hoch. Aber wenn sie einmal ins Straucheln kommt, dann könnte es wirklich einen Abwärtsstrudel erzeugen, angesichts der aktuellen Größe dieser Branche.
Und es gibt ja auch andere Branchen, die aktuell straucheln. Allen voran die Kohle - wobei ich da nicht verstehe, was genau sich geändert hat, und warum auf einmal über 50 Schächte / Tagebaue stark im Minus oder Pleite sind. Oder auch die Automobilindustrie, welche sich eben nicht durch die Kriegsindustrie ausgleichen lässt. 3 Millionen Autos ist wohl die Kapazität, gebaut wird nicht einmal 1 Million. Selbst 10.000 Panzer wären da nur ein kleiner Tropfen im Vergleich.
So, und nun zu Russland: Ich schaue mit Verwunderung auf den jahrelangen Bauboom. Ich dachte schon 2005, dass es eigenartig ist, wie rasant die Immobilienpreise steigen, was einen Bauboom zur Folge hatte. Erwartete einen Crash. Nun sind wir 20 Jahre später, der Bauboom ist nochmals Faktor 20 größer. In Novosibirsk schießt ein Wohnprojekt nach dem anderen aus dem Boden. Die Bauwirtschaft hat sich vervielfacht, aber genau hier lauert in meinen Augen ein riesiges Problem. Die großzügigen Kredithilfen kann sich das Land derzeit nicht mehr leisten, und scheinbar halten aktuell vor allem die hohen Soldatensaläre die Immobilienwirtschaft hoch. Aber wenn sie einmal ins Straucheln kommt, dann könnte es wirklich einen Abwärtsstrudel erzeugen, angesichts der aktuellen Größe dieser Branche.
Und es gibt ja auch andere Branchen, die aktuell straucheln. Allen voran die Kohle - wobei ich da nicht verstehe, was genau sich geändert hat, und warum auf einmal über 50 Schächte / Tagebaue stark im Minus oder Pleite sind. Oder auch die Automobilindustrie, welche sich eben nicht durch die Kriegsindustrie ausgleichen lässt. 3 Millionen Autos ist wohl die Kapazität, gebaut wird nicht einmal 1 Million. Selbst 10.000 Panzer wären da nur ein kleiner Tropfen im Vergleich.