Verfasst: 24 Mai 2005, 11:56
Was die wirtschaftlichen Beziehungen betrifft, da stimme ich zu.
Ich glaube nicht das die unbedingt schlechter werden muessen.
Wenn es fuer die Beziehungen natuerlich extrem wichtig ist, dem Partner (Russland) dabei in den Hintern zu kriechen, dann koennte es etwas abkuehlen. Allerdings glaube ich nicht das sich die grossen Firmen davon beeindrucken lassen.
Wenn ein Schroeder Russland den Stempel uneingeschraenkter Rechtstaatlichkeit aufdrueckt, dann interessiert das erstmal keinen (ausser der Presse). Aber wenn ein Gericht mit einem Angeklagten machen kann, was gerade politisch gewollt wird, dann interessiert das potentielle Investoren schon!
Ich bin der Meinung auch Russland koennte ab und an mal etwas Kritik vertragen. Wenn sie dann gerne schmollen moechten... bittesehr!
Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit bringt beiden Nutzen, da kann man ruhig ehrlich miteinander umgehen!
Interessant ist fuer mich, wie die SPD an die Neuwahlen herangehen wird!
Mein im Moment wahrscheinlichstes Szenario sieht so aus:
Schroeder verlangt von seiner Partei einen Wahlkampf mit einer verschaerften Agenda 2010. Das heisst noch mehr Einschnitte wo es noetig ist. Die SPD wird ihn intern zerfleischen und er wird ihnen die Brocken hinschmeissen, weil er intern keine Unterstuetzung findet.
Lafontaine wird unter dem Jubel der SPD Stammwaehler zurueckkehren und zusammen mit Muente endlich wieder ein richiges SPD-Programm auf die Beine stellen, das von sozialdemokratischer Ideologie nur so trieft. Damit wird die SPD zwar die "neue Mitte" verlieren (soweit sie ueberhaupt noch vorhanden ist), aber bei ihren Stammwaehlern wieder kraeftig punkten.
Trotzdem werden sie knapp die Wahl verlieren und dann als Opposition Zeder und Mordio bei Dingen schreien, die sie unter Schroeder noch zaehneknirschend abgenickt haetten.
Hoffentlich reicht fuer die Regierung dann die Zeit (und vor allem der Mut) aus, um die notwendigen Reformen auf den Weg zu bringen und auch Ergebnisse damit zu erzielen. Denn wenn die Ergebnisse erst mal auf sich warten lassen, dann werden wieder Landtagswahlen fuer andere Mehrheitsverhaeltnisse im Bundesrat sorgen und eine erneute Blockadepolitik wird Deutschland erneut laehmen.
Natuerlich gibt es noch andere Szenarien:
- Schroeder resigniert und macht sich selber zum Chef eines derartigen SPD-Programms. Das ware unehrlich und wuerde zeigen das es Schroeder nur um die Macht und nicht um Deutschland geht.
- Das Wischiwaschi geht so weiter wie es bosher lief. Dann geht die SPD restlos unter.
- Der Rest der SPD macht beim verschaerften Agenda2010-Programm mit. Sehr unwahrscheinlich.
Dietrich
Ich glaube nicht das die unbedingt schlechter werden muessen.
Wenn es fuer die Beziehungen natuerlich extrem wichtig ist, dem Partner (Russland) dabei in den Hintern zu kriechen, dann koennte es etwas abkuehlen. Allerdings glaube ich nicht das sich die grossen Firmen davon beeindrucken lassen.
Wenn ein Schroeder Russland den Stempel uneingeschraenkter Rechtstaatlichkeit aufdrueckt, dann interessiert das erstmal keinen (ausser der Presse). Aber wenn ein Gericht mit einem Angeklagten machen kann, was gerade politisch gewollt wird, dann interessiert das potentielle Investoren schon!
Ich bin der Meinung auch Russland koennte ab und an mal etwas Kritik vertragen. Wenn sie dann gerne schmollen moechten... bittesehr!
Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit bringt beiden Nutzen, da kann man ruhig ehrlich miteinander umgehen!
Interessant ist fuer mich, wie die SPD an die Neuwahlen herangehen wird!
Mein im Moment wahrscheinlichstes Szenario sieht so aus:
Schroeder verlangt von seiner Partei einen Wahlkampf mit einer verschaerften Agenda 2010. Das heisst noch mehr Einschnitte wo es noetig ist. Die SPD wird ihn intern zerfleischen und er wird ihnen die Brocken hinschmeissen, weil er intern keine Unterstuetzung findet.
Lafontaine wird unter dem Jubel der SPD Stammwaehler zurueckkehren und zusammen mit Muente endlich wieder ein richiges SPD-Programm auf die Beine stellen, das von sozialdemokratischer Ideologie nur so trieft. Damit wird die SPD zwar die "neue Mitte" verlieren (soweit sie ueberhaupt noch vorhanden ist), aber bei ihren Stammwaehlern wieder kraeftig punkten.
Trotzdem werden sie knapp die Wahl verlieren und dann als Opposition Zeder und Mordio bei Dingen schreien, die sie unter Schroeder noch zaehneknirschend abgenickt haetten.
Hoffentlich reicht fuer die Regierung dann die Zeit (und vor allem der Mut) aus, um die notwendigen Reformen auf den Weg zu bringen und auch Ergebnisse damit zu erzielen. Denn wenn die Ergebnisse erst mal auf sich warten lassen, dann werden wieder Landtagswahlen fuer andere Mehrheitsverhaeltnisse im Bundesrat sorgen und eine erneute Blockadepolitik wird Deutschland erneut laehmen.
Natuerlich gibt es noch andere Szenarien:
- Schroeder resigniert und macht sich selber zum Chef eines derartigen SPD-Programms. Das ware unehrlich und wuerde zeigen das es Schroeder nur um die Macht und nicht um Deutschland geht.
- Das Wischiwaschi geht so weiter wie es bosher lief. Dann geht die SPD restlos unter.
- Der Rest der SPD macht beim verschaerften Agenda2010-Programm mit. Sehr unwahrscheinlich.
Dietrich