Bundestagswahl im Herbst.

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Sibirier
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Beitrag von Sibirier »

Also, das es den Bayern gut geht, sehe ich nicht auf Erfolgen von Stoiber, sondern eher an Franz-Josef Strauß. Der hat es nämlich geschafft, damals durch irgendwelche Subventionen u. ä. die ganzen Firmenzentralen nach Süddeutschland zu ziehen und die jetzt den meisten Teil ihrer Gewerbesteuer dorthin abführen. Somit ebenfalls Arbeitsplätze geschaffen haben usw.

Also der Erfolg ist m. E. nicht an Stoiber zu richten. Denn der hat das Erbe nur angetreten und m. E. nicht ausgebaut....

Aber jetzt zu unserer "Merkel".

Ich habe nichts dagegen, wenn eine Frau "am Steuer" ist. Ich habe sowieso nichts dagegen, wenn sie aus dem Osten kommt. Aber ein wenig seriös bzw. vorzeigbar sollte der/die Kanzlerin m. E. schon sein. Nun, ich weiß, das ist nicht das entscheidende.... Wichtig ist sicherlich, dass die Regierung mal wirklich einschneidende Schritte tut, aber trotzdem, das könnte meines Erachtens auch eine Blonde tun.... :lol:
Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Dietrich hat geschrieben:
...aber ich bin ja auch ein langweiliger Konservativer.. :-)

Dietrich
Die Begriffe "konservativ", "links", "liberal" usw. waren schon seit jeher plakativ, aber in der heutigen, globalisierten, durchoekonomisierten Welt erscheinen sie mir regelrecht antiquiert.

Was ist schon "konservativ"? Eine kinderlose, karriere- und machtbesessene Kanzlerkandidatin? Die Befuerwortung von Gentechnologie und Atomkraft?
Was ist "links"? Ein "sozialdemokratischer" Kanzler, der sich hemmungslos im Brioni-Anzug mit Zigarre ablichten laesst und sich selbst als den "Vorsitzenden der Deutschland AG" bezeichnet?
Wer oder was ist das Sinnbild von "Liberalitaet"? Westerwelle oder Cornelia Pieper?

Nein, tut mir leid, sie alle streben zur vielzitierten "Mitte" und unterscheiden sich programmatisch wie personell immer weniger. Das ist auch einer der Hauptgruende fuer Politikverdrossenheit und sinkende Wahlbeteiligung.
Auch die Gesellschaft hat sich veraendert. Wo gibt es heute noch "konservative" oder "sozialdemokratische" Millieus wie noch vor 20, 30 Jahren? Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Umstrukturierung hat sie alle aufgefressen.
Anonymous

Beitrag von Anonymous »

Privet erstmal an alle!
Meinen ersten Beitrag kann ich ja gleich mal in diesem sehr interessanten Thema "verbraten".
Davon mal angesehen, dass ich als Frau es begrüssen würde, wenn endlich mal eine Geschlechtsgenossin in unserem ach-so-gleichberechtigem Land an der Spitze der Macht stehen würde, interessiert mich doch sehr, was dann aus der D-RUS-Beziehung wird.
Ich befürchte etwas, dass die Beziehungen stark nachlassen, wenn nicht gar abkühlen, wenn Angie es tatsächlich zur Kanzlerin schaffen sollte. Ihre George-Dabbelju-Aktion während des Irak-Krieges hat mich ziemlich abgestossen - das hat doch viel über die Einstellung von Merkel und der CDU zu den Amis gesagt. Zudem kommt ja immer noch die Kritik seitens der Schwarzen an Schröder dazu, dem ständig unkritisches Verhalten gegenüber der Putin'schen Politik vorgeworfen wird. Wenn nun die CDU wieder an der Macht ist, wird sie solche Dinge sicherlich auch lautstark äussern und dem Kreml damit unzweifelhaft arg vor den Kopf stossen.
Ich mache mir also etwas Sorgen, dass die D-RUS-Beziehungen etwas aus der Bahn geraten - uns so eine politische Eiszeit wie mit den Amis wünsche ich mir mit den Russen eigentlich nicht.
Dave
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Beitrag von Dave »

Dietrich hat geschrieben:Manchmal muss man einfach etwas konservativ sein und sich an gewisse gesellschaftliche Regeln halten. Dann haben es Alle leichter und das Zusammenleben ist viel angenehmer.
Dem kann ich gerne zustimmen.

Ausserdem, wenn nicht Frau Merkel, wer dann? Ich sehe leider keine vernünftige Alternative...
Wenn man in der Politik auch gutes Geld verdienen könnte, dann würden sich auch fähigere Führungspersönlichkeiten, die bekanntlicherweise nicht nur vom reinen Idealismus getrieben werden, für ein politisches Engagement interessieren.

Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
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Dave
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Beitrag von Dave »

Auszug aus einem Gespräch zwischen dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle und der NZZ:

„Was wird «Schwarz-Gelb» konsequenterweise denn anders machen?

Wir werden die Schaffung von Arbeitsplätzen ins Zentrum unserer Bemühungen stellen. Der Staat schafft keine Arbeitsplätze. Er kann aber über bessere Rahmenbedingungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik neue Arbeitsplätze herbeiführen. Nichts ist sozialer als eine solche Politik.“

Quelle: http://www.nzz.ch/2005/05/26/al/articleCUIBO.html

Als entsprechende Rahmenbedingungen erachte ich folgende Themen als wichtigste Punkte:
(Ich war so frei, jeweils einen entsprechenden Vorschlag zu machen...)

Thema Kündigungsschutz
Vorschlag: Ersatzlos streichen!
Thema Feiertäge
Vorschlag: Es werden alle Feiertage, welche nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen ersatzlos gestrichen.
Thema Urlaub
Vorschlag: 20 Tage pro Kalenderjahr gelten als gesetzlicher Richtwert. (Sowohl maximal, wie auch minimal)
Thema Arbeitszeit
Vorschlag: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mind. 42 Stunden.
Thema Gewerkschaft
Vorschlag: Es wird eine einheitliche Gewerkschaft, zuständig für den
ganzen Europäischen Raum gebildet. Die regionalen Gewerkschaften werden aufgelöst

...
(die Liste könnte beliebig lang fortgesetzt werden...)

Dave
"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."
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rudi

Beitrag von rudi »

Dave hat geschrieben:Als entsprechende Rahmenbedingungen erachte ich folgende Themen als wichtigste Punkte:
(Ich war so frei, jeweils einen entsprechenden Vorschlag zu machen...)

Thema Kündigungsschutz
Vorschlag: Ersatzlos streichen!
Thema Feiertäge
Vorschlag: Es werden alle Feiertage, welche nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen ersatzlos gestrichen.
Thema Urlaub
Vorschlag: 20 Tage pro Kalenderjahr gelten als gesetzlicher Richtwert. (Sowohl maximal, wie auch minimal)
Thema Arbeitszeit
Vorschlag: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mind. 42 Stunden.
Thema Gewerkschaft
Vorschlag: Es wird eine einheitliche Gewerkschaft, zuständig für den
ganzen Europäischen Raum gebildet. Die regionalen Gewerkschaften werden aufgelöst

...
(die Liste könnte beliebig lang fortgesetzt werden...)

Dave
Ich will mal dahingestellt sein lassen, ob diese Vorschlaege ein tragfaehiges Konzept fuer die Entstehung neuer Arbeitsplaetze in Deutschland sind. Schoen waere es ja, aber Zweifel sind zumindest angebracht.

Letztlich sind das die schon seit Jahren bekannten Reformvorschlaege der Klienentelpartei FDP. Ran an die Arbeitnehmerrechte, Gewerkschaften entmachten usw. So etwas kann man bzw. muss man auch fordern, wenn man als 6%-Partei sowieso hauptsaechlich von Apothekern, Zahnaerzten, Steuerberatern und anderen Besserverdienern gewaehlt wird. Wenn es um den Abbau von Privilegien fuer diese Berufsgruppen geht, ist das Anwaltssoehnchen Westerwelle allerdings gar nicht mehr der grosse Reformer.

Westerwelle waere besser in Papis Anwaltskanzlei geblieben. Das war ja bekanntlich der einzige Job den er (ausser Berufspolitiker) jemals ausfuehrte. Vom Leben des kleinen Mannes auf der Strasse hat dieser "Projekt 18"-Politkasperl null Ahnung. Ich glaube es interessiert diesen Vertreter der "Spassgesellschaft" auch nicht.
Dave
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Beitrag von Dave »

rudi hat geschrieben:Ich will mal dahingestellt sein lassen, ob diese Vorschlaege ein tragfaehiges Konzept fuer die Entstehung neuer Arbeitsplaetze in Deutschland sind. Schoen waere es ja, aber Zweifel sind zumindest angebracht.
Das ist Dein gutes Recht, zudem stelle ich mit diesen Vorschlägen nicht den Anspruch, ein Konzept erarbeitet zu haben...

Diese waren/sind lediglich Teil meiner diesbezüglichen Gedanken.

Gruss Dave

P.S. ich habe doch schon geschrieben, was zu tun ist, um "bessere" Politiker zu haben...
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Gast

Beitrag von Gast »

Dave hat geschrieben: Das ist Dein gutes Recht, zudem stelle ich mit diesen Vorschlägen nicht den Anspruch, ein Konzept erarbeitet zu haben...

Diese waren/sind lediglich Teil meiner diesbezüglichen Gedanken.
Ist mir schon klar. Ich wende mich auch nicht gegen dich oder deine persoenliche Meinung. Im Gegenteil, ich finde deinen Beitrag sehr interessant.:wink: Ich wollte hier aufzeigen, welche Personen hinter der von dir zitierten politischen Programmatik stehen. Ueberhaupt sollten wir Waehler viel mehr auf den persoenlichen Hintergrund von Politikern achten. Das ist viel aufschlussreicher, als Parteiprogramme. Wir haben es auch hier mit Menschen zu tun, deren Herkunft und Lebenslauf zwangslaeufig ihr Weltbild und damit ihre Politk beeinflusst.

Gruss, Rudi
Bephep

Beitrag von Bephep »

Dave.
Das kann doch nicht ernst sein
Als entsprechende Rahmenbedingungen erachte ich folgende Themen als wichtigste Punkte:
(Ich war so frei, jeweils einen entsprechenden Vorschlag zu machen...)

Thema Kündigungsschutz
Vorschlag: Ersatzlos streichen!
Thema Feiertäge
Vorschlag: Es werden alle Feiertage, welche nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen ersatzlos gestrichen.
Thema Urlaub
Vorschlag: 20 Tage pro Kalenderjahr gelten als gesetzlicher Richtwert. (Sowohl maximal, wie auch minimal)
Thema Arbeitszeit
Vorschlag: Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mind. 42 Stunden.
Thema Gewerkschaft
Vorschlag: Es wird eine einheitliche Gewerkschaft, zuständig für den
ganzen Europäischen Raum gebildet. Die regionalen Gewerkschaften werden aufgelöst
...
(die Liste könnte beliebig lang fortgesetzt werden...)

Dave
Ich meine

Kuendigungsschutz auf normales Mass aendern.

Nicht alle sondern die meisten Feiertage koennten gestrichen werden.

Arbeitszeit normal 40 Stunden

Bloss keinen FDGB DDR Praegung.Ausserdem gibt es schon auf Europaeischer Ebene Zusammenschluesse.
Marco
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Beitrag von Marco »

Ich finde es immer wider bemerkenswert, wie Arbeitsplätze und Wachstum nur an diesen Faktoren in Diskussionen festgemacht werden.
Allein schon den Vorschlag den Urlaub auf 20 Tage mind. und maximal zu beschränken ist schon absurd, da der Staat nicht dort eingreifen sollte wo sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer selber einigen können. Es geht häufig in Diskussionen darum, wie machen wir die Arbeit billiger, da es der Hemmschuh für Wachstum schlechthin sei. Das es sicherlich ein Faktor ist, möchte ich gar nicht verneinen und das hier was getan werden muß, möchte ich auch nicht verneinen. ABer andauernd hier Einschnitte als Allheilmittel darzustellen, sehe ich als ein wenig populistisch an oder als en vogue.
ABer es gibt noch viele andere Faktoren, u.a. (kein ANspruch auf Vollständigkeit ;) ):
- Bildung (jeder Politiker ist dafür, keiner macht was). Außerdem ist Bildung der Garant dafür, dass wir innovativ bleiben (um mal wieder so eine Phrase zu benutzen). Ansonsten bschäftigen wir uns andauernd mit Verlängerung von Abreitszeiten, Lohnkürzungen etc.) Wer ein herausstehendes Produkt hat, kann auch ordentlich Geld verlangen, um hohe Löhne zu zahlen.
- Ganztagsbetreuung für Kinder (qualifizierte Frauen müssen wenn sie schwanger sind raus aus dem Berufsleben, 50% Muttis wollen viele Unternehmen nicht). Qualifizierte Arbeitskräfte gehen verloren
- Regelungswut: Ich möchte nicht wissen, was es die Unternehmen kostet, alle möglichen Regelungen einzuhalten. Da muß man ja fast einen eigenen Juristen für beschäftigen, um die neuesten Regelungen mitzubekommen und Geld investieren, um teilweise unsinnige Regelungen umzusetzen.
Wir helfen dort immer kräftig mit. Wenn es irgendwo einen Skandal um Lebensmittel oder was anderes in einem Unternehmen oder in D gibt, wird immer nach dem Staat gerufen, daß er lückenlos kontrollieren müsse. Die Kosten für den Staat interessieren dann keinen, womit ich auch beim nächsten Thema wäre
- Aufgabenkritik des Staates: Muß der Staat wirklich alle Aufgaben wahrnehmen, die er im Moment wahrnimmt? Anscheinend nein, wie mehr und mehr die Regierenden begreifen. Denn Rückzug aus verschiedenen Aufgaben spart Beamte, spart Sachmittel und somit einiges an Geld, was man vom Bügrer über die STeuer nicht mehr verlangen braucht.
- Risikokapital: Die Banken geben sehr zögerlich Kredite. Angehende UNternehmer haben kaum Chance Geld zu bekommen. Wie ann D, wie kann die Gesellschaft dafür sorgen, daß genügend Risikokapital zur Verfügung steht??

Das war nur einiges. Die Probleme in D sind viel komplexer und es gibt keine einfachen Antworten.
Auch "die Parolen" von Dave (sorry Dave) sind keine wirkliche Antwort darauf, da sie nur einen kleinen Teil der Probleme wirklich abdecken
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