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Verfasst: 27 Jul 2006, 18:32
von Paul
waldmeister hat geschrieben:Ein paar Ausnahmen scheint es aber schon zu geben: Unzufriedene, die sich geradezu in einen Hass auf ihre Heimat hineingesteigert zu haben scheinen, und sich selbst quasi als politische Pseudo-Asylanten in Russland betrachten.
Deutsche in RU? Wirklich? :roll:
Diese Kategorie von Personen kenne ich eigentlich nur vice versa.

Verfasst: 27 Jul 2006, 18:49
von Xottabych
Paul,

persönlich kennengelernt habe ich erst eine solche Person (in Voronezh). Andere treiben sich im Internet herum.
Aber wie gesagt: Die haben m.E. irgendwie einen an der Waffel, oder ein ziemlich verzerrtes Weltbild. So Typ Susanne Osthoff, nur nicht im Irak, sondern in Russland. :?

Verfasst: 27 Jul 2006, 19:12
von Paul
Aha. Danke, waldmeister.
waldmeister hat geschrieben:Andere treiben sich im Internet herum.
Und wo? (Sorry, aber Du hast mich neugierig gemacht.)

Verfasst: 27 Jul 2006, 19:38
von Xottabych
Paul hat geschrieben:
waldmeister hat geschrieben:Andere treiben sich im Internet herum.
Und wo? (Sorry, aber Du hast mich neugierig gemacht.)
Beispielsweise auf russlandpolitik.de

Lohnt sich aber aus den o.g. Gründen kaum, dort hineinzuschauen, es sei denn, Du möchtest Dich ein bisschen aufregen.

Gruß!

Verfasst: 27 Jul 2006, 19:51
von Paul
waldmeister hat geschrieben:Beispielsweise auf russlandpolitik.de
Ach der Verein ... :roll: die kenne ich bereits - ein wenig abgehobene Anhänger von Verschwörungstheorien, die sich selbst für mächtig intellektuell halten (im ausgesprochenen Gegensatz zu den Usern dieses Forums). Aber aufregen ... ach nö, es gibt im Internet Schlimmeres.

Verfasst: 27 Jul 2006, 22:27
von zimdriver
hc_blacki hat geschrieben:
Ich sag es Euch. Frau oder Job/Geld. Mehr Möglichkeiten gibts nicht. :P
Du hast es natürlich treffend formuliert. Trotzdem sehe ich's ein bißchen weiter. Abgesehen von den auch hier Erwähnten gibt's ja auch Slawophile, denen das Leben hier romantisch verklärt als die bessere Alternative erscheinen mag. Sind mir mal an der Botschaft und einmal im Flugzeug begegnet.
Ich meine jedoch die Mehrzahl.
Das mit Job/ Geld ist ja auch nur begrenzt eine Lösung. Wenn Du Dich nicht wohl fühlst, interessiert Dich das alles irgendwann nicht mehr. Dann bist Du bereit, für kleineres Geld oder einen einfacheren Job wegzugehen, Hauptsache weg.
Natürlich, blackis zweite Variante, Familie. Aber auch die würden vermutlich ganz gerne mit nach D kommen, wenn sie dürfen und es keine schweren Gründe dagegen gbt.
Also muß jede/r doch irgendwas hier gefunden haben, was attraktiv ist und so interessant, anziehend, das mehr wert ist als Ordnung, Streuselkuchen, Kneipen, Cafes.
Vielleicht ist es der Ort, wo jemand lebt? Was da ist so interessant?
Vielleicht der Verein, die Gemeinschaft, der Freundeskreis?
Vielleicht die russische Rockmusik oder die Hackerszene?
???
Was mich hält, habe ich ja schon teilweise geschrieben.

Verfasst: 28 Jul 2006, 11:25
von manuchka
waldmeister hat geschrieben: Unzufriedene, die sich geradezu in einen Hass auf ihre Heimat hineingesteigert zu haben scheinen... Zum Glück gibt es die wohl nicht in diesem Forum
Ich kenne auch so jemanden... mehr sag ich nicht, denn m;glicherweise treibt sich die Person ja doch hier im Forum rum...

Verfasst: 28 Jul 2006, 12:39
von Xottabych
zimdriver hat geschrieben:Abgesehen von den auch hier Erwähnten gibt's ja auch Slawophile, denen das Leben hier romantisch verklärt als die bessere Alternative erscheinen mag.
Stimmt, solche gibt es auch.

Wobei ich so eine Denkeweise nicht nachvollziehen kann. Ich finde das etwa genau so lächerlich wie deutsche Teenager aus der Mittelschicht, die sich wie amerikanische Ghettorapper zu fühlen versuchen; oder wie einige Leute mit Rastafrisuren, die die Kultur ihrer Vorbilder imitieren, ohne aber darin verwurzelt zu sein.
Schwingt da nicht ein Stück Selbstverachtung mit?

Ich meine, Integreation in die Gesellschaft, in der ich lebe, ist nötig und wunderbar; aber mit der subjektiven Erhöhung des Ansehens einer Kultur erniedrige ich automatisch die andere, egal ob slavophil oder sonstirgendetwas-phil.

Verfasst: 04 Aug 2006, 18:45
von Elja
Die Motivation mag bei jedem unterschiedlich sein, aber jedenfalls muss sie sehr stark sein - als Deutscher hält man es sonst auf Dauer nicht aus.

Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich wohl zwei Motivationen habe: Zum einen die Liebe >< , zum anderen gehöre ich wohl ein bisschen zu den o.g. Slavophilen... Ich meine damit, dass ich in der russischen Kultur ein paar schöne, liebenswerte Sachen entdeckt habe, die unserer Kultur einfach fehlen.

Was mich in Russland am meisten anstrengt, sind die riesigen Menschenmassen (zB in der Metro), und das Fehlen von schönen Grünflächen in der Stadt. Bin halt ein Kleinstädterin. :wink: Fühle mich dann abends immer sehr müde und irgendwie erschlagen...

Verfasst: 20 Aug 2006, 15:38
von wildsau
Es ist doch wurst wo man wohnt
ich kam nach russland wusste nicht was mich erwartet und ich wusste auch kein wort russisch