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Verfasst: 27 Jan 2007, 20:38
von Zeppelin
zimdriver hat geschrieben:... ich hatte mir nur vorgestellt, wie häufig wohl die Konsularbeamten zu hören bekommen, daß die hübschen Anfangzwanziger- Visaantragstellerinnen dringendst für 8) wissenschaftliche Kongresse, Nobelpreisverleihungen, Automessen, Ausbildung und Schulung, 8) 8) Geigenunterricht usw. aufgrund ihrer herausragenden Qualifikationen von Mentoren und Guides benötigt werden. Es sollen ja nicht alle so integer sein wie die Mitglieder dieses Forums, erfuhr ich vom Hörensagen und aus Artikeln von Zeitungen, deren Titel ich nur dank Google kenne :lol:
Pariser Platz? Was gibt's denn da außer dem Starbucks?
Tja, die Phantasie hat keine Grenzen - im Gegensatz zur Praxis.

Und zu Deiner Info: Am Pariser Platz bzw. dessen unmittelbarer Nähe sind u.a. die französische Botschaft, die Akademie der Künste, die Büros der MdB, die Vertretung der EU in Deutschland u.v.a.m. angesiedelt. Und was sich sonst noch so alles in der Straße Unter den Linden befindet, muss einem Mann von Welt wohl kaum erläutert werden.

Achso: Nobelpreisverleihungen finden nicht in Berlin statt.

Die übrige Konotation Deiner sonstigen Bemerkungen übersehe ich mal besser. Wer Starbucks braucht, soll halt hingehen. Für guten Kaffe gibt es deutlich bessere Adressen.

Verfasst: 27 Jan 2007, 21:32
von zimdriver
Zeppelin hat geschrieben:... Und zu Deiner Info: Am Pariser Platz bzw. dessen unmittelbarer Nähe sind u.a. die französische Botschaft, die Akademie der Künste, die Büros der MdB, die Vertretung der EU in Deutschland u.v.a.m. ...
... ach nee, danke sehr. Das Hotel "Adlon" und die Zentrale der Dresdner Bank sind bitte nicht zu vergessen, der Neubau der Amerikanischen Botschaft sollte nicht unerwähnt bleiben.
Zeppelin hat geschrieben:... Tja, die Phantasie hat keine Grenzen - im Gegensatz zur Praxis....
... ist nicht der Tag heute für diese Erörterungen. Frage doch mal einen Konsularbeamten. Weshalb sind denn die Regelungen der dt. Auslandsvertretungen so extrem restriktiv geworden?
Zeppelin hat geschrieben:... Achso: Nobelpreisverleihungen finden nicht in Berlin statt. ...
...schrieb ich das? Oder hält da jemand Berlin für den Nabel der Welt? Oder überholt sich da wer selbst?
Zeppelin hat geschrieben:... Die übrige Konotation Deiner sonstigen Bemerkungen übersehe ich mal besser. Wer Starbucks braucht, soll halt hingehen. Für guten Kaffe gibt es deutlich bessere Adressen. ...
Wer Fremdwörter benutzt, um Anderen seine vermeintliche Überlegenheit darzustellen, und sie orthographisch falsch wiedergibt, sollte mit dem Verlust der Muttersprache bestraft werden.
Der Begriff Konnotation (v. lat.: con „mit“ und notatio „Anmerkung“) bezeichnet die Nebenbedeutung eines Wortes.
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Es ging hier ja eigentlich mehr um die Frage, wie jemand seine Freundin nach Europa einladen kann. Und da bin ich immer noch der Meinung, daß die ganz normale, private Einladung der bessere Weg ist, wenn es nicht zu einem Geschäftsvisum reichen kann.

Verfasst: 28 Jan 2007, 03:13
von astronic
zimdriver hat geschrieben:... http://www.translit.ru ist die Seite für Menschen ohne kyrillische Tastatur, die jedoch russische Seiten googeln wollen ... Ich find's ganz praktisch.
Ich glaube, ich muss mal meine Übersetzerin wechseln. :)

Aber worin besteht überhaupt der Vorteil, nach einer Agentur zu suchen? Die persönliche Beantragung im Konsulat bleibt einem doch auch mit Agentur nicht erspart?!
Wenn es Dir eigentlich egal ist, wohin Ihr reisen wollt, dann suche Dir doch für dieses Mal ein visafreies Land aus. Zum Beispiel Türkei (Visa gibt's auf dem Flughafen, wenn ich mich recht erinnere) oder Kroatien.
Naja, also egal ist es uns eigentlich nicht. Wir würden vor allem schon gerne einige Zeit an meinem Wohnort verbringen. Sollte das mit dem Visum wider Erwarten nichts geben, wäre sowas natürlich ein guter Notfallplan.

Danke für deine Antwort!

Grüße,
Stefan

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 03:28
von astronic
Zeppelin hat geschrieben:Sie sollte besser korrekte Angaben über den geplanten Aufenthaltsort machen. Die Verpflichtngserklärung einer dritten Person ist davon völlig unberührt!
Ok, danke. Dann gibt es die Verpflichtungserklärung von meinen Eltern und ganz offiziell besucht sie mich.
(zusätzliches formloses Einladungsschreiben)
Mögen manche Forummler auch die o.g. Meinung vertreten, aber ich halte mich hier nur an die Bestätigungen erfahrener Konsulatsmitarbeiter, die bei i4a posten, wie z.B. dortiger User "Einbeck" - schau Dir mal dessen Beiträge in i4a an.
Danke.
Du darfst mir gern glauben - oder dies auch lassen - dass ich, lange bevor aus meiner heutigen Gattin und mir ein Paar wurde, sehr gut damit gefahren bin die Karten auf den Tisch zu legen und zu verdeutlichen, dass ich lediglich eine Art Mentor oder Guide war, der der Eingelandenen lediglich eine Brücke zu diversen westeuropäischen Institutionen gebaut hat.
Naja, dein echter Grund ist im Gegensatz zu meinem aber auch völlig unverfänglich, bei mir jedoch handelt es sich ja um einen reinen Privatbesuch. Wie schon gesagt: Ein Heiratsrisiko besteht bei mir auch absolut gar nicht, aber ich habe halt ein wenig Sorgen, dass die Konsulatsbeamten bei "ledige junge Frau besucht ledigen jungen Mann aus privaten Gründen" einfach Rot sehen.
Ja, das Visum von Drittstaatlern (Non-EU) sollte auf jeden Fall bei Ein- und Ausreise per Flugzeug gestempelt werden. Auf dem Landweg kann man dies an vielen Grenzübergangsstellen auch auf Bitte bestätigt bekommen, das passiert aber nicht automatisch und ich kann nicht sagen, an welchen Grenzübergängen es noch Polizeiposten gibt.
Hm, das dürfte sich zumindest bei einer mehrtägigen organisierten Busreise nach Frankreich etwas schwierig gestalten. Aber die Sorgen mache ich mir erst, wenn wir ein deutsches Visum haben.

Soweit ich das im Moment richtig sehe, scheiden ausländische Schengen-Visa mehr oder weniger aus, da man bei anderen Ländern offenbar auch nur dann ein Visum auf postalischem Wege bekommt, wenn man eine Komplettreise bei einem russischen Reiseveranstalter bucht. Zumindest suggeriert die von zimdriver verlinkte russissche Visa-Agentur (http://www.visacenter.ru/main/vises/country/germany/) dies. Einzige Ausnahme ist hier wohlgemerkt Finnland: Kennt sich da jemand mit aus? Bevor meine Russin zeit- und kostspielig nach Novosibirsk muss, würden wir wohl lieber eine Finnlandrundreise in unser Reiseprogramm aufnehmen, wenn das denn ginge. :)

Vielen Dank für deine Antwort!

Grüße,
Stefan

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 12:40
von Zeppelin
astronic hat geschrieben: ... Naja, dein echter Grund ist im Gegensatz zu meinem aber auch völlig unverfänglich, bei mir jedoch handelt es sich ja um einen reinen Privatbesuch. Wie schon gesagt: Ein Heiratsrisiko besteht bei mir auch absolut gar nicht, aber ich habe halt ein wenig Sorgen, dass die Konsulatsbeamten bei "ledige junge Frau besucht ledigen jungen Mann aus privaten Gründen" einfach Rot sehen.
Und genau wegen des Satzteils, den ich hervorgehoben habe, halte ich den Reisegrund für erläuterungsbedürftig - und zwar etwa in der Art, wie ich es unter http://www.aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t=5299 beispielhaft vorformuliert hatte. Das ist ist zwar auch noch keine Erfolgsgarantie, aber weit aussagekräftiger, als allein die formale VE und die Stichworte, die man auf dem Visaantrag unterbringen kann.

Und sollte Deine Freundin dennoch mit der provokativen Frage konfontiert werden, ob sie den Besuch für eine Heirat nutzen wolle, kann sie dies höflich aber entschieden zurückweisen. Nur ins Stottern sollte sie dabei nicht geraten oder gar entrüstet herumschimpfen.
Visa, wie von Dir beschrieben, werden nur wegen der Konstellation keineswegs pauschal abgelehnt. Man muss nur überzeugen können, dass alles seriös ist.

Naja, viel Erfolg wünsche ich Euch.
Zeppelin

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 15:17
von astronic
Zeppelin hat geschrieben:Und genau wegen des Satzteils, den ich hervorgehoben habe, halte ich den Reisegrund für erläuterungsbedürftig - und zwar etwa in der Art, wie ich es unter http://www.aktuell.ru/forum/viewtopic.php?t=5299 beispielhaft vorformuliert hatte. Das ist ist zwar auch noch keine Erfolgsgarantie, aber weit aussagekräftiger, als allein die formale VE und die Stichworte, die man auf dem Visaantrag unterbringen kann.
Die Alternative wäre natürlich, dass sie offiziell meine Eltern besuchen will, aber das scheint hier nicht als gute Idee erachtet zu werden.

Sollte das Einladungsschreiben dann nur in Englisch sein (sie kann kein Deutsch) oder zweisprachig Englisch/Deutsch? Gibt es noch andere freiwillige Dokumente, die es gut wäre vorzulegen? Also z. B. Urlaubsbestätigung des Arbeitgebers? Gehaltsnachweis (ab welchem Gehalt ist das sinnvoll?)? Kopie der Reiseunterlagen meine Russlandbesuches (inkl. Visum) von Dezember/Januar zum Nachweis, dass sie mich wirklich kennt (ich war im Hotel untergebracht, das spricht sehr dagegen, dass wir bald heiraten wollen :))? Irgendwas anderes?

Ist es sinnvoll, vorher alle Dokumente schon mal vorab per Fax zum Konsulat zu schicken bevor sie zum persönlichen Gespräch vorbeikommt, damit die schon mal drüber schauen können, ob soweit alles in Ordnung ist oder sie noch was haben wollen? Oder nervt die das nur?
Und sollte Deine Freundin dennoch mit der provokativen Frage konfontiert werden, ob sie den Besuch für eine Heirat nutzen wolle, kann sie dies höflich aber entschieden zurückweisen. Nur ins Stottern sollte sie dabei nicht geraten oder gar entrüstet herumschimpfen.
Visa, wie von Dir beschrieben, werden nur wegen der Konstellation keineswegs pauschal abgelehnt. Man muss nur überzeugen können, dass alles seriös ist.
Es ist ja alles seriös, nur kann ein überlauniger Konsulatsmitarbeiter das u. U. fälschlicherweise trotzdem anders sehen. :(

Mir ist ferner von einem Freund zu Ohren gekommen, dass die Vergabepraxis für deutsche Visa ab Februar noch einmal verschärft werden soll. Ist da was dran?

Vielen Dank für deine Antwort und einen schönen Sonntag!

Grüße,
Stefan

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 16:09
von zimdriver
astronic hat geschrieben:...
Die Alternative wäre natürlich, dass sie offiziell meine Eltern besuchen will, aber das scheint hier nicht als gute Idee erachtet zu werden.
...
Nun wieder deutsches Visum?
Dann sehe ich das allerdings noch nicht als so schlechte Idee.
astronic hat geschrieben:...
Sollte das Einladungsschreiben dann nur in Englisch sein (sie kann kein Deutsch) oder zweisprachig Englisch/Deutsch? Gibt es noch andere freiwillige Dokumente, die es gut wäre vorzulegen? Also z. B. Urlaubsbestätigung des Arbeitgebers? Gehaltsnachweis (ab welchem Gehalt ist das sinnvoll?)? Kopie der Reiseunterlagen meine Russlandbesuches (inkl. Visum) von Dezember/Januar zum Nachweis, dass sie mich wirklich kennt (ich war im Hotel untergebracht, das spricht sehr dagegen, dass wir bald heiraten wollen :))? Irgendwas anderes?
Für's deutsche Visum brauchst Du alles in deutsch. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr ja diese Erklärung ihres Arbeitgebers mitliefern, wo, als was und für wieviel sie monatlich beschäftigt wird. Diesen Brief schätzte die deutsche Botschaft mal sehr. Deine eigene Reise wird nicht so wichtig sein, denke ich.
astronic hat geschrieben:...
Ist es sinnvoll, vorher alle Dokumente schon mal vorab per Fax zum Konsulat zu schicken bevor sie zum persönlichen Gespräch vorbeikommt, damit die schon mal drüber schauen können, ob soweit alles in Ordnung ist oder sie noch was haben wollen? Oder nervt die das nur?
...
Halte ich nicht für notwendig. Mitnehmen zum Interviewtermin sollte reichen.

Ja, ab Februar soll'snochmals komplizierter werden...

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 17:58
von Zeppelin
Hallo Stefan,
Zimdriver hat ja schon das wesentliche geschrieben. Aber hier auch von mir einige Antworten auf Deine Fragen:
astronic hat geschrieben:Die Alternative wäre natürlich, dass sie offiziell meine Eltern besuchen will, aber das scheint hier nicht als gute Idee erachtet zu werden.
Es würde meiner Meinung nach die Chance für ein Visum kaum verbessern, da Deine Eltern ja auch gut eine Gefälligkeitseinladung ausstellen könnten. So einen Fall hatten wir vor einiger Zeit in dem anderen Forum, wo ich mitschreibe. Da hieß es dann, das das ältere Ehepaar ja z.B. einen Sohn haben könnte... Und es fiel wohl etwas auf, das die Geschichte, woher das ältere Ehepaar denn die junge Dame kennengelernt haben wollte.
Wenn Ihr hingegen die Situation so darlegt, wie sie in der Realität nun einmal ist, und möglichen Zweifeln im Vorfeld begegnet, stehen die Chancen m.E. am besten.
Deine Argumentation ist schließlich schlüssig und plausibel und mit einer guten Vorbereitung des Visaantrages nebst ergänzenden Dokumenten zeigt ihr bereits, dass Ihr die Sache ernst nehmt und keine faulen Tricks habt.
So gut wie bei allen Geschichten, die mir ja über Visaprobleme für junge Russinen berichtet worden sind - und das sind aufgrund des Freundes- und Bekanntenkreises einen sehr große Zahl- zeigte sich schließlich, dass eine gewisse Leichtgläubigkeit, Unsicherheit, Uninformiertheit etc. eine große Rolle spielte.
Eine ganz unselige Rolle spielt dabei die in RUS kursierende Gerüchteküche, die z.T. aus Horrorszenarien und z.T. aus ganz schlechten Ratschlägen über irgendwelche Mogeltricks besteht. Oft spielen auch Temperamentsfragen der Antragstellerinnen bei deren Auftreten im Konsulat eine negative Rolle.
astronic hat geschrieben: Sollte das Einladungsschreiben dann nur in Englisch sein (sie kann kein Deutsch) oder zweisprachig Englisch/Deutsch? Gibt es noch andere freiwillige Dokumente, die es gut wäre vorzulegen? Also z. B. Urlaubsbestätigung des Arbeitgebers? Gehaltsnachweis (ab welchem Gehalt ist das sinnvoll?)? Kopie der Reiseunterlagen meine Russlandbesuches (inkl. Visum) von Dezember/Januar zum Nachweis, dass sie mich wirklich kennt (ich war im Hotel untergebracht, das spricht sehr dagegen, dass wir bald heiraten wollen :))? Irgendwas anderes?
Arbeitgeberbescheinigungen, wie Gehaltsnachweis, Bestätigung des Urlaubs, über den Bestand eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses und evtl. auch noch ein positives Arbeitszeugnis sind auf jeden Fall von Vorteil und sollten - sofern vorhanden - unaufgefordert dem Visaantrag beigefügt werden.
Auch Belege über Deinen Besuch bei Ihr - nebst Deinem treffenden Hinweis auf Deine Hotelunterbringung - können auf gar keinen Fall schaden. Man muss hierbei bedenken, dass die Konsulate solche Empfehlungen nicht offiziell bekanntgeben, sodern erwarten, dass die Antagsteller da von selbst drauf kommen. - Sonst würden sie ja praktisch eine Anleitung für möglichen Missbrauch liefern.
Das formlose Einladungssschreiben das ich empfehle, würde ich aus den von Dir genannten Gründen durchaus in zwei Sprachen anfassen, denn es richtet sich ja primär an Deine Freundin (daher wäre English plausibel, damit sie es eben lesen kann) und nur sekundär an das Konsulat. Letzeres sollte zwar auch Dokumente in Englisch lesen können (internationale Diplomatensprache), aber eine 'mundgerechte' Deutsche Fassung würde hervorheben, dass es sich nicht um eine Gefälligkeitseinladung handelt, sondern dass Du Dich als Einlader (der Du an dem ganzen Verfahren praktisch keine Rechte hast), Dich mit einer höflichen Bitte an das Konsulat wendest, diesen reinen Freundschaftsbesuch zu ermöglichen.
astronic hat geschrieben:Ist es sinnvoll, vorher alle Dokumente schon mal vorab per Fax zum Konsulat zu schicken bevor sie zum persönlichen Gespräch vorbeikommt, damit die schon mal drüber schauen können, ob soweit alles in Ordnung ist oder sie noch was haben wollen? Oder nervt die das nur?
Fax vorab würde die Sache eher 'verschlimmbessern'! Bedenke den Verfahrensablauf im Konsulat. Bevor ein Visaantrag vorliegt, gibt es kein Aktenzeichen, dem die Unterlagen zugeordnet werden können. Und die Konsulate sind personell nicht gerade üppig ausgestattet.

Siehe also auch oben: Alle ergänzenden Dokumente bei der Abgabe des Visaatrages einreichen (Kopien davon mit Eingangsbestätigung versehen lassen und bei mehreren Dokumenten den Anlagen ein Anlageverzeichnis voranstellen. Die Anlagen müssen vom "Ortspersonal", dass die Unterlagen entgegen nimmt, an den zust. SB weitergeleitet werden.

sofern in Novosikirst bereits möglich, empfehle ich, das IT-gestützte Visaantragsverfahren zu nutzen und das Formualar an einem lokalen PC auszufüllen und dann ausgedruckt zum Konsulat mitzunehmen. Dort wird es dann ggf's eingescannt und man vermeidet so mögliche Fehler bei der manuellen Eingabe der Daten aus dem Antrag in das IT-System des Konsulats.
Ob das System schon bei allen Konsulaten eingeführt ist, weiß ich nicht, aber bei den meisten wohl schon. (Das war auch mal ein 'Geheimtipp' von "Einbeck" bei i4a.)

Ich selbst habe nur dann zum Telefonhörer gegriffen, wenn es in irgend einem Fall, mit dem ich zu tun hatte, wirklich um die Wurst ging; sprich, wenn eine persönliche Intervention meinerseits gerade noch die letzte Möglichkeit war, eine mittlere Katastrophe zu vermeiden.

Da zeigt man sich dann erst einmal sehr verständnisvoll und entschuldigt sich, dass man vielleicht nerven könnte. Dabei bricht man sich ja keinen Zacken aus der Krone und zumindest ich wurde noch nie abgewimmelt.
Es ist ja alles seriös, nur kann ein überlauniger Konsulatsmitarbeiter das u. U. fälschlicherweise trotzdem anders sehen. :(
Alles was ich bislang geschreiben habe, ist natürlich keine Garantie, minimiert aber das Risiko. Du glaubst gar nicht, wie sich die Konsulatsleute freuen, wenn sie mal nicht mit einem Problemfall zu tun haben.
Ich war selbst lange Jahre in irgend welchen Behörden unterschiedlichster Art tätig und kenne den Alltag.
Um so besser sich ein Antragsteller auf die Realistät einstellt und von den persönlichen Problemen absieht, die ihm im Zshg. mit der Antragsbearbeitung entstehen, desto weniger braucht er Probleme befürchten.
Mir ist ferner von einem Freund zu Ohren gekommen, dass die Vergabepraxis für deutsche Visa ab Februar noch einmal verschärft werden soll. Ist da was dran?
Gehört habe ich auch davon, weiß aber nicht, worin dies im Einzelnen besteht.

Vielen Dank für deine Antwort und einen schönen Sonntag![/quote]
Danke ebenfalls, wenn ich behilflich sein ko(ö)nnte. Ich habe mich vor allem deshalb so intensiv damit befasst, weil es hier nicht nur um den Einzelfall geht, sondern weil derartige Fragen permanent in den einschlägigen Foren auftauchen.
Sowenig Ahnung ich auch von RUS und der dortigen Verwaltungspraxis haben mag, um so besser kenne ich die Deutsche.

Sehr hilfreich wäre es, wenn Du das Forum hier und auch i4a über den Fortgang Eures Verfahrens auf dem Laufenden halten könntest - und zwar möglichst detailliert.

Grüße,
Zeppelin

Re: Schengen-Visum für Russin

Verfasst: 28 Jan 2007, 18:26
von zimdriver
Zeppelin hat geschrieben:... das IT-gestützte Visaantragsverfahren zu nutzen und das Formualar an einem lokalen PC auszufüllen und dann ausgedruckt zum Konsulat mitzunehmen. Dort wird es dann ggf's eingescannt und man vermeidet so mögliche Fehler bei der manuellen Eingabe der Daten aus dem Antrag in das IT-System des Konsulats....
hier steht alles geschrieben zum Thema IT- gestütztes Visaantragsverfahren in Novosibirsk:
http://www.nowosibirsk.diplo.de/Vertret ... telle.html

... wenigstens wurde die Abwicklung, anders als in Moskau, offensichtlich nicht einer dritten, russischen Organisation übertragen, mit der der Antragsteller Wochen vorher einen Gesprächstermin im deutschen Konsulat entgeltlich vereinbaren muß ...
Für mich sind damit alle Varianten durchgespielt. Viel Glück!

Verfasst: 29 Jan 2007, 02:25
von Zeppelin
zimdriver hat geschrieben:Der Begriff Konnotation (v. lat.: con „mit“ und notatio „Anmerkung“) bezeichnet die Nebenbedeutung eines Wortes.
Danke für den Nachhilfeunterricht. Ich pflege jedoch nicht Latein als Sprache im Forum, sondern Deutsch.
Und hier gab es inzwischen eine Rechtscheibreform, und nach der heißt es eben Koexistenz, Kooperation, Konotation etc., wobei aus Kompromissgründen ältere Schreibweisen durchaus möglich sind.
Kommt halt darauf an, was man meint.

Siehe auch Unterscheidung von Potenzial und Potential

Aber nix für Ungut: Sofern ich mich in Deinen Contekst begebe, werde ich ggf's auch das Wort Konnotation verwenden.