Axel Henrich hat geschrieben:Helmut Uttenthaler hat geschrieben:Auch für die Rückfahrt (sowie für viele innerrussische Verbindungen) kann man die Platzkarte bei der DB kaufen.
Falls es wider Erwarten über Computer am DB-Schalter nicht geht, kann die DB die Plätze per Fax reservieren lassen.

[sensationell]
Der letzte Satz war wirklich richtig gut ...
Dann bin ich wohl die letzten 13 Jahre einfach nur zu bloed gewesen, die Jahre davor hatte sich mein Arbeitgeber gekuemmert.
Und letztes Jahr - obwohl mir die DB die Daten fuer die Vorverkaufsfrist nannte und ich gleich am ersten Tag frueh um 8:00 Uhr angerufen habe und trotzdem leider schon alle Platzkarten fuer die Rueckfahrt ausverkauft waren - war sicher die Faxpapierrolle alle, um mir meine drei Tickets und die der Bekannten aus Dresden und die der aus Chemnitz und die der aus Leipzig und die der aus Weimar ..., zu reservieren. The same procedure as every year ...
Naja, die Faxvariante kennen dem Vernehmen nach die wenigsten DB-Mitarbeiter. Die kommen von selbst meist nicht drauf und man muss sie evtl. überreden.
Buchung über Computer sollte echt kein Problem sein, habe das von Österreich (unsere Bahn hat das gleiche Reservierungssystem wie die DB) schon mehrmals für verschiedene Züge in Russland gemacht:
Bei uns in Österreich wissen bei der Bahn auch nicht so viele, dass man russische Züge reservieren kann.
Zu beachten ist:
- Buchungsfrist 44 Tage, im internationalen Verkehr evtl. auch weniger.
- Buchung mit alphanumerischer Zugnummer, zB 69ZH (muss vom Schalterheinzi auch so eingegeben werden, auch wenn der der irrigen Ansicht ist, das System akzeptiere keine Buchstaben)
- Wahl der richtigen Bettplatzkategorie: Double, T3 oder T4 (im innerrussischen Verkehr)
Oder aber, das liessen die Mitarbeiter am Saratover Bahnhof durchblicken, sind die Russen not amused darueber, dass Deutschland das "grosse Geld" mit den Fahrscheinen macht und die Russen lediglich die paar Euro fuer die Platzkarte "erwirtschaften" duerfen und deshalb praktisch keine rausruecken.
Das kann nicht sein.
Wenn ich in Deutschland eine Fahrkarte Saratov - Berlin und eine Platzkarte Saratov - Berlin kaufe, dann bekommt die deutsche Bahn nur einen geringen Abteil vom Fahrkartenpreis (nämlich für die Strecke von Frankfurt/Oder Grenze bis Berlin). Den Fahrkartenanteil für Saratov - Osinovka Grenze liefert die DB an die russische Bahn ab, jenen für Osinovka Grenze - Brest Grenze an die weissrussische Bahn und jenen für Brest Grenze - Frankfurt/Oder Grenze an die polnische Bahn.
Der Preis der Platzkarte geht zur Gänze an die russische Bahn, da die russische Bahn den Waggon zur Verfügung stellt...
So viel zu den Grundsätzen der Verrechnung zwischen den einzelnen Bahnen. Das funktioniert europaweit nach dem gleichen Schema.
Die Einnahmen aus der Fahrkarte werden nach Streckenanteil aufgeteilt, jene aus dem Schlafwagenzuschlag gehen an die Bahn, die den Schlafwagen betreibt.
Laut DB, analog deiner Aussage, bekommt Deutschland Platzkarten,
Deutschland bekommt kein eigens Platzkartenkontingent zugeteilt, sondern die Buchung aus Deutschland erfolgt direkt in das russische Reservierungssystem, es wird also auf das gleiche Platzkartenkontingent wie in Russland zugegriffen.
Wenn es nicht geht, dann kann dies folgende Ursachen haben:
- die Relation ist nicht für Buchungen aus dem Ausland vorgesehen (die RZD-Reservierungsübersicht mit allen buchbaren Zügen (darunter Zug 69 von Saratov nach Berlin) gibt es auf
http://www.uic.asso.fr/download.php/pas ... D-2007.pdf)
- die Zugnummer ist falsch
- die Bettplatzkategorie ist nicht verfügbar
- die Buchungsfrist wurde nicht eingehalten
- die Verbindung zum russischen Reservierungssystem ist kurzfristig nicht verfügbar
- es sind tatsächlich schon alle Plätze ausverkauft
Helmut Uttenthaler hat geschrieben: Im internationalen Verkehr war die Bettwäsche schon seit eh und je im Preis inbegriffen.
... da haben die mich doch glatt belogen, ich bin schwer enttaeuscht ...
Fuer was habe ich dann nur bezahlt?
Tja, das weiss ich auch nicht...
Dass die Bettwäsche bei internationalen Fahrkarten inkludiert ist, steht u.a. auf dem Umschlag in Russland gekaufter internationaler Fahrkarten:
auf russisch:
auf deutsch:
Jeweils unter Punkt 2.
Das ist nichts neues und war schon immer so.
Helmut Uttenthaler hat geschrieben:
Seit August 2005 ist auch im russischen Binnenverkehr die Bettwäsche bereits im Preis der Fahrkarte eingerechnet [...]
Ja nee, schon klar ... ich werde mir dein Posting ausdrucken und dann kriegt die das im Mai von mir um die Ohren gehauen, na der werd ichs zeigen ...,
Ob mein Posting hilt, weiss ich nicht. Im Zweifelsfall würde ich es eher mit einem Ausdruck der offiziellen RZD-Meldung auf
http://www.rzd.ru/agency/pnews.html?pne ... &he_id=657 probieren...
С 1 августа в поездах формирования ОАО "РЖД" стоимость постельных принадлежностей в вагонах купе и вагонах СВ будет включена в стоимость проезда.
С завтрашнего дня в тарифы на перевозку пассажиров в купейных вагонах и вагонах СВ всех категорий поездов (кроме поездов "Экспресс" 800-ой нумерации) формирования ОАО "Российские железные дороги" включается плата за пользование постельными принадлежностями.
Стоимость постельных принадлежностей будет включена в стоимость проезда в момент оформления пассажиром проездных документов. На проездном документе в служебной строке будет указано "с бельем", а также стоимость комплекта постельных принадлежностей в зависимости от типа вагона и категории поезда. При покупке билетов в указанные типы вагонов (купе и СВ) пассажир не сможет отказаться от оплаты постельного белья.
С 1 февраля 2006 года стоимость комплекта постельного белья включена в стоимость проезда во всех вагонах СВ и купейных вагонах ночных поездов на направлении Москва - Санкт-Петербург, а также во всех вагонах повышенной комфортности эконом- и бизнес-класса формирования российских железных дорог.
Helmut Uttenthaler hat geschrieben:Wie schon gesagt, auch die Fahrkarte (Eurodomino) und Platzkarte Moskva - Saratov und zurück kann man bei der DB kaufen. Ist halt möglicherweise etwas teurer, spart aber Stress...
Stress? Er kommt ca. 15:00 Uhr an und faehrt nach 22:00 Uhr weiter. Zur Not den Zielort in russisch auf einen Zettel geschrieben und mit dem Pass durchs Fenster gereicht.
Mit Stressersparnis habe ich gemeint, dass man in Ruhe zum Zug gehen kann und sich nicht um eine Fahrkarte anstellen muss. Für Russlandneulinge ist Fahrkartenkauf vor Ort nicht unmöglich, aber halt nur bedingt empfehlenswert. Oft gibt es lange Schlangen, man weiss nicht ob man am richtigen Schalter steht (kann sein, dass man den Schalter für Kriegsinvalide or so erwischt hat), wenn die Frau hinterm Schalter was zurückfragt (zB im Kupe sind keine Plätze mehr frei, aber Plazkartnyj gäbe es noch), versteht man nichts etc etc.
Da ist es doch einfacher, sich mit den Leuten der DB rumzuärgern...
Helmut