Hi rotech @all,
Noch steht rein gar nichts fest. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Deine Frau keinen weiteren Nachweis erbRingen muss. Vielleicht hat sie ja irgendwann schon mal in der Vergangenheit eine DSH oder TestDAF Prüfung mitgemacht, was unter den russ. Germanisten m.W. eigentlich üblich ist. Selbst wenn dieser Test schon länger her sein sollte, wird kaum mehr jemand etwas anderes verlangen.
Was Deiner Frau allerdings passieren kann wäre, dass das Konsulat auf stur schaltet, wenn sie denen nochmal pampig kommt.
Das würde ich sogar verstehen und wohl auch selbst so machen, wenn sie mir gegenübersitzen würde.
Ich weiß, dass Du schon von vornherein einen mords Rochus auf die Behördenmitarbeiter hast, aber das solltet ihr beide mal besser stecken lassen. Außerdem haben die in Moskau das wirklich nicht verdient, denn dort könnt ihr dermaßen froh sein, wie reibungslos und sachlich da alles abläuft.
Vor paar Jahren mag das noch anders ausgesehen haben, aber irgend wann gab es mal eine große Fernsehreportage über die Zustände dort, und dann hat da offenbar mal wer den eisernen Besen geschwungen,
Seit über einem Jahr oder sogar zweien habe keine einzige begründete Beschwerde über das Konsulat dort gehört - weder privat, noch hier auf dem Board oder bei info4alien.de, wo ich ja ebenfalls schon lange und recht intensiv mitmache.
Dabei solltest Du Dir mal vorstellen, was die für einen gigantischen Arbeitsberg zu erledigen haben, wobei auch viele zwielichtige Gestalten auftauchen, die da ihre Märchen erzählen, massenweise unvollständige oder falsche Visaanträge etc. und dauernd rufen dann auch noch wir blöden Deutschen da an und gehen denen mit unseren Extrawürsten auf die Nüsse. (Letzteres musste ich leider selbst mal machen.)
Und sicher kennst Du ja auch das Auftreten vieler der neureichen Russen, die da meinen, dass für sie die Spielregeln außer Kraft gesetzt werden müssten und gar nicht verstehen, warum sie mit der Nummer achtkantig wieder hinausgefeuert werden.
Wenn ihr Euch also einen Gefallen tun wollt, dann versuch mal einige von meinen Hinweisen zu möglichen beschleunigenden Schritten umzusetzen.
Eventuell wird ja über Deine Frau bereits eine Ausländerakte in D geführt. Sollte diese nicht bei der ABH sein, die für Euren künftigen Wohnsitz zuständig ist, kannst Du die schon mal dorthin überstellen lassen.
Das geht ganz einfach: Im www findest Du die Telefonnummer des Bundesverwaltungsamtes (BVA) in Köln. Die sind sehr nett, wenn man es auch ist. Dort rufst Du oder Deine Frau einfach mal an und fragst unter Angabe von vollständigem Namen (incl. Geburtsname!!!) und Geburtsdatum, ob es dazu einen sog. AZR-Eintag gibt (Ausländerzentralregister) und wo ggf. die Akte über Deine Frau geführ wird.
Ist das eine andere, als die wo Eure Wohnung sein soll, suchst Du Dir halt deren Telefonnummer raus, welche Du 99% auf der Internetseite der Stadt oder des Landkreises findest. Dann bittest Du schlichweg telefonisch darum, diese Akte doch wegen der bevorstehenden FZF an die ABH in X zu schicken. (Vllt. wollen sie dazu auch ein Fax.)
Das hat bei mir damals supereasy geklappt und alle waren froh, dass ich ihnen diese Arbeit abgenommen habe (das ist schon mal die halbe Miete für eine weitere unproblematische Kooperation.)
Zum Thema Urkundenübersetzungen: Da kann Euch sicher unser nettes Boardmitglied Magdeburg-Mosva weiterhelfen. Selbst wenn Deine Frau dies selbst könnte, kann sie das allenfalls vorbereiten und dem beeidigten Übersetzer als Arbeitsgrundlage mit zur Verfügung stellen.
Der Grund ist, dass nur dieser Personenkeis die korrekte Form solcher Übersetzungen kennt, und mit seiner Berufslizenz dafür haftet, dass der Inhalt absolut korrekt übersetzt wurde.
Zum Thema Anmeldung Deiner Frau an Eurem Wohnsitz: Viele Meldeämter bieten dafür bereits einen Onlineservice an. Da braucht man dann gar nicht zu erscheinen, sondern bekommt die Meldebescheinigung zugesendet. (Ich glaube z.B. in München geht das so.)
Mit der Anmeldung wäre dann festgelegt, welches Standesamt und welche ABH zuständig ist.
bla bla bla.
M.a.W. Ihr könnt sehr vieles schon vorab in die Wege leiten,
ohne dabei hier anwesend zu sein.
Die langen Laufzeiten "normaler" FZF-Verfahren kommen vor allem durch Postlaufzeiten zwischen den vielen beteiligten Stellen zustande und durch missverständliche und / oder fehlerhafte Urkunden. Dies ist jedoch der einzige Faktor , den man maßgeblich durch eigenes Zutun beeinflussen kann.
Man sollte immer daran denken, das man nicht in der Position ist etwas zu fordern, auch wenn man meint, es zu sein.
Dat funzt in der dt. Verwaltung nur, wenn man politisch soooooo wichtig ist (und selbst dann nicht immer.
(Habe selbst schon mal einen (Landes-)Innenminister eiskalt abfahren lassen, was mir ein Vergnügen war, weil ich ihm leider seine wirklichen Verbrechen nicht hatte stichfest nachweisen können. Aber das ist ein anderes Kapitel.)
Abschließend: Ihr werdet vor niemandem auf den Knien rutschen müssen!
Versucht es mit Freundlchkeit, Verständnis und Charme und gebt blos nicht mit Eurer Kohle an! (Ich erinnere mich dunkel, dass Du damit hier im Board mal mächtig auf den Schlamm gehauen hast...)
Naja,
ich hoffe meine Infos sind Euch nützlich und wenn es weitere Fragen gibt, dann stellt sie hier. Ich werde mich bemühen sie ggf. zu beantworten.
Z.B. könnte der Antrag auf eine AE einige Fragen aufwerfen, weil dieser nicht ausschließlich für FZF-Visa benutzt wird. Da mögen dann einige Fragen absurd erscheinen, was sie aber nicht wirklich sind.
Gruß,
Zeppelin