Stas M hat geschrieben:Sie hat ein Hochabschluss als Chemischer Ingeneur??!!
Hilft das??
Das lässt sich nicht ultimativ sagen, da es mehr oder weniger eine Kannbestimmung ist bzw. von manchen Behörden so gehandhabt wird.
Allgemein ging bzw. geht der Gesetzgeber davon aus, dass Hochschulabsolventen einen deutlich reduzierten Integrationsbedarf haben und ohnehin von sich aus darum bemüht sind, sich die nötigen Sprach- und sonstigen Kenntnisse anzueignen.
Jedoch bezieht bzw. bezog sich diese Regelung vor allem auf die (Nicht-)Verpflichtung zum Absolviren eines Integrationskurses, bevor letztes Jahr das Ausländer- bzw. Aufenthaltsgesetz geändert hat und dabei der Nachweis von Deutschkenntnissen vorab eingeführt wurde.
Wie es nun durch die Konsulate mit der Form des Nachweises von Sprachkenntnissen gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen.
So ist z.B. ein wohlwollender Visasachbearbeiter vermutlich bereit, sich im persönlichen Dialog von den geforderten "Sprachkenntnissen auf einfachem Niveau" zu überzeugen, während andere durchaus auf ein Zeugnis bestehen werden.
Wie auch immer: Auf jeden Fall sollte die Verlobte schon mal mit Sprachkursen von CD o.ä. beginnen, sich elementare Deutschkenntnisse anzueignen. Und Du solltest sie darauf einstimmen, dass hier fast in nur in den nördlicheren Regionen und in wenigen Ecken im Südwesten hochdeutsch gesprochen wird.
Ich glaube, dass ein Ausländer mit nur elementaren Deutschkenntnissen ziemlich schlecht dran ist, damit in Schwaben, im Allgäu, in Thüringen oder Sachsen etc. etwas verstehen zu können. Aber selbst mit dem Berlinerischen gibt es zumindest Startschwierigkeiten. :-)
Und von den ganzen Slang-Begriffen die hier so üblich sind mal ganz abgesehen...
Gruß,
Zeppelin