Re: In guten, wie in schlechten Zeiten
Verfasst: 06 Feb 2008, 23:45
Das war ein nettes Posting nerula.nerula hat geschrieben:... Es ist schön zu erfahren, daß es warscheinlich immer mehr psychisch erwachsene Männer in Rußland gäbe.
Und internationale Erfahrungen haben dazu wohl auch sehr viel beigesteuert, zumindest was die große Städte angeht. In meiner Heimatstadt merke ich die Veränderungen aber noch kaum.
Den Witz kennt man allerdings auch in unserem Kulturkreis. Allerdings verpuffen hier solche Drohungen seit geraumer Zeit, weil sich die Männer im Zuge der Frauen-"Emanzipation" zunehmend die Frage stellten, welche Vor- und Nachteile eine Beziehung unter solchen Umständen hat und sich ggf. sagen: "Dann lieber allein, als mit solch einer Xantippe..."
Doch auch in Russland muss es m.E. deutlich mehr souveräne Männer geben, als gemeinhin angenommen wird. Nur gehen diese ob der Dominaz anderer Stereotype bzw. wahrnehmbarer Erscheinungsformen eher ihrer eigenen Wege und werden im Allgemeinen nicht so bemerkt, weil sie eben nicht dem "typischen" Russenbild entsprechen. oder mit anderen Worten: Sie fallen bei den Frauen durchs Raster.
Mir scheint dass auch so eine allgemeine Tendenz im Zuge der Globalisierung zu sein, sich sein "Glück" in anderen Kulturkreisen zu suchen, weil zunehmend die Orientierung vor der eigenen Haustür vernebelt wird.
Soziologisch-empierisch ist kaum feststellbar, ob binationle oder homonationale Ehen größere Bestandsausichten haben. Ich denke jedoch, dass es die jeweils zugewanderten Ehepartener hier schwerer haben, ihre mitgebrachten Vorstellungen von der Art des Zusammenlebens gegenüber den Einheimischen durchzusetzen.
Und sobald nicht alles nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen verläuft, kommt der Mensch dann schon sehr leich auf die Idee, sich zu fragen, ob eine Ehe mit jemandem aus der "Heimat" nicht doch die erfolgversprechendere Alternative gewesen wäre.
Gruß,
Zeppelin