Die Lösung ist doch ganz einfach:
Ihr zieht nach Russland und meldet Euch in Deutschland ab. Das ist wichtig, da Dich sonst die Behörde zurückschicken kann, bis über Deinen Antrag entschieden ist. Kann von Fall zu Fall verschieden sein. Vorausetzung ist natürlich, dass Ihr in Russland eine Wohnung habt. Dann brauchst Du einen Haufen Papier. Ist alles im internet nachzulesen. Wenn Du es nicht findest schicke mir eine PM. Ich habe alles da.
Du beantragst ein Drei-Monatsvisum und stellst den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis. Damit kannst Du in Russland bleiben.
Wenn Du die dreijährige Aufenthaltserlaubnis hast brauchst Du für jede Aus- und Einreise ein Visum. Das war bei mir aber nie ein Problem.
Dann macht Deine Frau eine Einzelfirma auf: Steuer 6% auf den Umsatz oder 15% vom Gewinn plus Sozialabgaben.
Du machst die Arbeit und Sie schreibt die Rechnungen. Ich gehe davon aus, das Du überwiegend Dienstleistungen anbietest.
Da ist eine OOO nicht notwendig und von der Abwicklung her zu kompliziert, zumal wenn noch MwSt. dazukommt.
Wir hatten bereits eine OOO, in der ich auch Direktor bin, als mein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis noch lief. Nie Probleme gehabt. Ich habe auch eine Einzelfirma und kann so steuern wie ich will.
Die Einkünfte im Ausland müsstest Du eigentlich dort versteuern, da die Leistungen dort erbracht werden.
Aber bei 6% Steuern kannst Du die Rechnungen auch über die Einzelfirma schreiben. Ganz richtig ist das nicht.
Lass Dich nicht schocken von den Erzählungen über die russische Bürokratie. Die Geschichte von Zejtnot ist sehr ausgeschmückt. Wenn ein Stück Papier auf der Straße liegt, kann ich es aufheben, in den Abfalleimer schmeißen, und dann weitergehen. Ich kann aber durchaus auch davon eine mehrseitige Story machen.
Die Zeiten haben sich geändert und es kommt eine neue Genaration an Beamaten. Der Papierkram ist zwar dar, aber ohne sehr große Umstände zu bewältigen.
Ich wurde hier in Nowosibbirsk immer freundlich behandelt. Sogar beim Finanzamt.
Gruß
Uwe