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Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 15 Mai 2008, 11:22
von Zeppelin
Dietrich hat geschrieben:damit das Geraet quasi nur als Router dient, falls man irgendwo direkt einen Netzwerkanschluss hat, wie es hier in Moskau bei vielen Anbietern der Fall ist.
Wie meinst'n das jetzt? Werden in Moskau Direktanschlüsse zu den privaten Adressbereichen der Provider verlegt?
Und wenn ja, was sollte dann dabei noch geroutet werden?
Oder was meinst Du sonst mit einem "direkten Netzwerkanschluss"?
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 15 Mai 2008, 12:07
von Dietrich
Ja, in Moskau legen dir viele Anbieter direkt ein Netzwerkkabel in deine Wohnung.
Wenn du nur einen Computer hast, dann kannst du das Kabel direkt in deine Netzwerkkarte stecken und du bist dann im lokalen Netz des Providers. (Bei meinem Provider z.B. mit NAT-Filter, damit sich keiner umsonst "verbindet".
Zugang zum Internet gibt es dann ueber VPN oder ueber PPPOE mit login und passwort.
Wenn man z.B. einen Dektop UND einen Laptop hat und mit beiden ins Internet will, dann braucht man eben einen Router...
Ich zahle zur Zeit 1000 Rubel (27 Euro) pro Monat fuer 40 Gb mit bis zu 100 Mbit/s und wenn die verbraucht sind, habe ich "nur" noch 5 Mbit/s.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 15 Mai 2008, 13:38
von Zeppelin
Hallo Dietrich,
danke für die Antwort.
Mich würde da halt interessieren, wie die Provider diese Anbindungen realisieren. Was Du schreibst, klingt nach Breitbandkabel anstelle von DSL via Telefonnetz. Ich meine also das, was man hier z.B. über das Kabnelfernsehnetz benommen kann.
Aber selbst dabei braucht man ja immer noch ein Kabelmodem zwischen Netzdose und PC.
Ethernet kann schließlich nur 165 m überbrücken und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Provider sämtliche Gebäude mit Switches zupflastern, um nahe genug an die Abnehmer zu gelangen.
Daher interssiert mich, wie die Endkundenanschlüsse realisiert werden.
Gruß.
Z.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 15 Mai 2008, 13:57
von Dietrich
Zeppelin hat geschrieben:
Ethernet kann schließlich nur 165 m überbrücken und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Provider sämtliche Gebäude mit Switches zupflastern, um nahe genug an die Abnehmer zu gelangen.
Und genau DAS tun sie!
Aber die Gebaeude sind hier natuerlich auch etwas groesser und pro Gebaeude gibt es dann eine ganze Reihe Kunden.
Oder was dachtest du sind hier immer diese vielen Kabel, die von Gebaeude zu Gebaude gespannt sind. Da hat jeder Provider sein Netzwerk-Kabelchen dabei.
Im Keller sind die Switches und bei dir in der Wohnung kommt ein stinknormales Cat-5-Kabel an.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 15 Mai 2008, 14:08
von Zeppelin
Allns kloar.
Ich hätte mir ansonsten auch vorstellen können, dass man beim Ausbau des Netzes bei Euch gleich auf eine andere Technologie gesetzt hat.
Egal. Bei den Kabeln die in Moskau so von Haus zu Haus gehen, hatte ich gedacht, dass da normale Endkunden einfach ihre privaten Netze mit anderen Teilen - so wie ich es hier z.B. mit einigen Nachbarn per WLAN mache.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 16 Mai 2008, 17:31
von Zejtnot
Dietrich hat geschrieben:Zeppelin hat geschrieben:
Ethernet kann schließlich nur 165 m überbrücken und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Provider sämtliche Gebäude mit Switches zupflastern, um nahe genug an die Abnehmer zu gelangen.
Und genau DAS tun sie!
In Novosibirsk ebenso. Bei uns unter dem Dach kommt ein gewöhnliches LAN-Kabel an und ein Switch verteilt es dann auf das ganze Haus.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 16 Mai 2008, 18:39
von Zeppelin
Zejtnot_ hat geschrieben:In Novosibirsk ebenso. Bei uns unter dem Dach kommt ein gewöhnliches LAN-Kabel an und ein Switch verteilt es dann auf das ganze Haus.
Bist Du Dir sicher, dass es sich dabei um ein LAN- und
nicht um ein WAN-Kabel, also irgend serielle Strippe handelt?
Ich wäre Dir und auch Dietrich sehr verbunden, wenn Ihr mal posten könntet, welche IP-Adressen Ihr auf Euren Rechnern als Default-Gateway sehen könnt, wenn ihr auf der Eingabeaufforderung bzw. Comand Line
ipconfig /all eingebt.
Die Sache gibt mir nämlich ein ziemliches Rätsel auf und widerspricht so ziemlich allem, was ich bislang über die Organisation und Funktion von Netzwerken gelernt habe.
Gruß,
Zeppelin
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 19 Mai 2008, 18:21
von Zeppelin
Dietrich hat geschrieben:Oder was dachtest du sind hier immer diese vielen Kabel, die von Gebaeude zu Gebaude gespannt sind.
Erscheint mir eher wie Improvisation, weil man sich wohl nicht die Mühe machen will, die Kabel unterirdisch zu verlegen.
Da hat jeder Provider sein Netzwerk-Kabelchen dabei.
Die spannende Frage ist halt, was für ein "Kabelchen" das jeweils ist.
Im Keller sind die Switches und
sicher, dass das 'nur' switche sind und nicht etwa MLS (router und switch in einem Gerät)?
bei dir in der Wohnung kommt ein stinknormales Cat-5-Kabel an.
Nö, bei mir nicht, aber offenbar bei Euch.
Hier kommt DSL wahlweise über den Klingeldraht der Telefonleitung oder halt per Coax aus dem Fernsehkabel. Erst dahinter beginnt mein privates 192.168.er LAN.
Daher nochmals die Frage, aus welchen IP-Adress-Klassen diejenigen IP-Adressen stammen, die Ihr von Euren Providern zugewiesen bekommt. 10er / 172er /192.168er oder öffentliche Adressen?
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 19 Mai 2008, 22:07
von Zejtnot
Zeppelin hat geschrieben:Daher nochmals die Frage, aus welchen IP-Adress-Klassen diejenigen IP-Adressen stammen, die Ihr von Euren Providern zugewiesen bekommt. 10er / 172er /192.168er oder öffentliche Adressen?
Ich bilde mir ein, dass ich einer 10er habe. Ich gebe Dir in ein paar Wochen Bescheid, siehe PN.
Re: WLAN in der Ukraine und in Russland
Verfasst: 19 Mai 2008, 22:36
von Zeppelin
Danke für Deine PN. Habe ich heute vormittag gelesen.
Eine 10.x.x.x-Adresse würde schon mal Einiges erklären. Bin gespannt, was Dietrich dazu meint.
Viel Spaß dann noch im Dave-Land.
Z.