manuchka hat geschrieben:während die Schreibweise "Sharapov" auch für einen deutschen Leser ja durchaus zur richtigen Aussprache führt.
Also ich weiß nicht. Wenn ich "Sharapov" lese, dann denke ich, dass ist ein AMERIKANER mit russischen Wurzeln...
manuchka hat geschrieben:Für die späteren Kinder kannst du in diesem Fall wählen zwischen Sharapov und Müller oder Sharapov-Müller, denn da geht es zunächst danach, wie der Vater nach seinem Ausweis heißt - Sharapov. Wenn sie den Familiennamen erst mal haben, kannst du nachträglich eine Änderung beantragen und dann auch eine neue Geburtsurkunde ausstellen lassen.
Ich wusste gar nicht, dass man seinen Nachnamen einfach so ändern kann.
manuchka hat geschrieben:Ich finde es schon komisch, wenn in einer Familie verschiedene Nachnamen vorkommen, weil das immer Erklärungen nötig macht: "Ja, das sind meine Kinder, ja, das ist mein Papa/meine Mama, wir heißen nur anders. Und nein, die Eltern sind nicht geschieden." (...) Und zu guter Letzt: Der eigene Name ist auch immer Gegenstand eines gewissen Familienstolzes, das ist ein Erbstück, das man vom Opa, Uropa, Ururopa bekommt, das einen mit denen verbindet, auch wenn man sie nie kennengelernt hat.
Und warum wird dann im Regelfall von der Frau erwartet, dass sie ihren Namen aufgibt?! Gut, das ist schon ein ganz anderes Thema...
manuchka hat geschrieben:Hast du eigentlich mal Herrn Sharapov gefragt, ob er denn gern wöllte, dass seine Kinder einen geänderten Namen tragen oder ob es ihm vielleicht doch lieber wäre, wenn SEINE Kinder auch SEINEN Namen, so wie er nun mal ist, bekommen? Oder ob er vielleicht Müller heißen möchte, damit ihr alle den gleichen Nachnamen haben könnt?
Herr Sharapov ist strikt dagegen, meinen Nachnamen anzunehmen. Das geht wohl gegen die männlich Ehre.

Dabei habe ich einen echt tollen, einfachen UND seltenen Nachnamen. Die Kinder sollen natürlich auch unbedingt seinen Namen tragen.

Also alles ganz traditionell. Zu einer Änderung der Schreibweise hat er sich noch nicht geäußert, aber er verfolgt diese Diskussion mit Interesse.
Der Nachname von Herrn Sharapov (natürlich NICHT Sharapov, das war nur ein Beispiel), der klingt in meinen Ohren nicht schön und ruft blöde Assoziationen hervor. Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, so zu heißen. Sharapov, Putin

, Ivanov - das würde ich alles akzeptieren, d.h. ich habe nicht generell etwas dagegen, einen russischen Namen zu tragen.
Zeppelin hat geschrieben:Um aber beim gewählten Bsp. zu bleiben: Mir persönlich ist die Schreibweise mit Sh und ov sowohl optisch als auch klanglich wesentlich sympatischer, als die mit Sch und ow.
Wer sich halbwegs kultiviert artikulieren kann, wird das Sh deutlich sanfter aussprechen, als das eher ordinär anmutende scharfe Sch. Und ebenso dürfte es sich mit dem weicheren ov gegenüber dem betonten ow (=off) verhalten.
Das mag mein persönliches Empfinden sein, aber solch feine Unterschiede können durchaus das Wohlbefinden des Betroffenen beeinflussen.
Ich halte das für etwa vergleichbar damit, sich bei der Wahl der individuellen Parfumnote knapp aber gravierend vergriffen zu haben.
Holla..! Das ist jetzt aber sehr feinsinnig gedacht.
