Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 03 Mai 2009, 13:11
In diesem „Lied“ kann ich auch einige Strophen mitsingen. Ich bin im gastronomischen Bereich beratend taetig. Meine Arbeit in Russland habe ich eigentlich auf Grund von Anfragen aus dem Gewerbe begonnen.
Ein (privater) Bekannter eines Bekannten wollte, als Branchenfremder, ein Restaurant eroeffnen und brauchte Hilfe. Da ich zu der Zeit dort war, hat es einige Gespraeche gegeben und auch erste Planungen zu Charakter und Angebot des Betriebes. Der Standort und die Betriebsgroesse waren optimal geplant, auch das Angebot war auf den anzusprechenden Gaestekreis abgestimmt worden. Das Gebaeude war noch nicht erstellt, so dass meine Vorschlaege noch Eingang in die Planung finden konnten. Wir haben in der privaten Kueche schon einige Gerichte zur Verkostung gekocht und meine Vorschlaege sind im Kreise der Bekannten auf Wohlwollen gestossen und als Eckpfeiler in das Angebot aufgenommen worden. Die weitere Planung sah vor, dass ich die Voreroeffnungsphase und die ersten Monate als Coach begleiten sollte, um den einheimischen Vorgesetzten und Mitarbeiter das Konzept und die Arbeitablaeufe und Serviceniveau zu vermitteln und dann in gewissen zeitlichen Abstaenden das Qualitaetsmanagement zu kontrollieren haette.
Leider blieb es bei diesem Planungsstadium. So wie ich weiss, ist das ganze Projekt, aus welchem Grund auch immer, nichtmehr weiter betrieben worden und der Macher verdient sein Geld weiterhin (ohne das Restaurant) in seinem angestammten Business.
Auch ein zweites Projekt ist in der Planungsphase schon abgestorben. Es sollte ein Restaurant (ca. 250 Platze) in einem neu erbauten „Einkaufstempel“ werden. Die Firma betrieb in diesem Center schon eine Cafebar (ca. 50 Paetze) mit kleinen Speisen. Das Restaurant sollte auf zwei Ebenen in einem, standardisiert vorbereitetem Bereich entstehen. Die Produktion sollte im Untergeschoss, das Restaurant im Erdgeschoss liegen, dazu sollte ein grosser Biergarten entstehen. Spaeter, so wurde geplant, sollte in der obersten Etage ein multifunktionaler „Ballsaal“ (ca. 350 Plaetze) dazukommen. Der Restaurantbereich und der Saal waren auf den ersten Blick sehr gut geeignet, doch als wir den Bereich der zukuenftigen Produktion und die Logistik betrachteten, schwand die Ueberzeugung, hier die noetigen Ablaefe durchfuehren zu koennen. Ein Bereich, der fuer einen Handel vorbereitet ist, muss nicht fuer eine Gastronomie geeignet sein. Fuer die Betiebsgroesse waren die Nebenraeume zu klein und die Wege zu kompliziert und zu aufwaendig um ein heisses Essen zum Gast zu bekommen.
Als ich im darauffolgenden Mai dort war, wurden im Biergarten wohl Getraenke von einem Aussen-Buffet angeboten, Speisen gab es jedoch keine, die Raumlichkeiten des Restaurants waren auch noch unberuehrt.
Mit gastfreundlichem Gruss
Guenter
Ein (privater) Bekannter eines Bekannten wollte, als Branchenfremder, ein Restaurant eroeffnen und brauchte Hilfe. Da ich zu der Zeit dort war, hat es einige Gespraeche gegeben und auch erste Planungen zu Charakter und Angebot des Betriebes. Der Standort und die Betriebsgroesse waren optimal geplant, auch das Angebot war auf den anzusprechenden Gaestekreis abgestimmt worden. Das Gebaeude war noch nicht erstellt, so dass meine Vorschlaege noch Eingang in die Planung finden konnten. Wir haben in der privaten Kueche schon einige Gerichte zur Verkostung gekocht und meine Vorschlaege sind im Kreise der Bekannten auf Wohlwollen gestossen und als Eckpfeiler in das Angebot aufgenommen worden. Die weitere Planung sah vor, dass ich die Voreroeffnungsphase und die ersten Monate als Coach begleiten sollte, um den einheimischen Vorgesetzten und Mitarbeiter das Konzept und die Arbeitablaeufe und Serviceniveau zu vermitteln und dann in gewissen zeitlichen Abstaenden das Qualitaetsmanagement zu kontrollieren haette.
Leider blieb es bei diesem Planungsstadium. So wie ich weiss, ist das ganze Projekt, aus welchem Grund auch immer, nichtmehr weiter betrieben worden und der Macher verdient sein Geld weiterhin (ohne das Restaurant) in seinem angestammten Business.
Auch ein zweites Projekt ist in der Planungsphase schon abgestorben. Es sollte ein Restaurant (ca. 250 Platze) in einem neu erbauten „Einkaufstempel“ werden. Die Firma betrieb in diesem Center schon eine Cafebar (ca. 50 Paetze) mit kleinen Speisen. Das Restaurant sollte auf zwei Ebenen in einem, standardisiert vorbereitetem Bereich entstehen. Die Produktion sollte im Untergeschoss, das Restaurant im Erdgeschoss liegen, dazu sollte ein grosser Biergarten entstehen. Spaeter, so wurde geplant, sollte in der obersten Etage ein multifunktionaler „Ballsaal“ (ca. 350 Plaetze) dazukommen. Der Restaurantbereich und der Saal waren auf den ersten Blick sehr gut geeignet, doch als wir den Bereich der zukuenftigen Produktion und die Logistik betrachteten, schwand die Ueberzeugung, hier die noetigen Ablaefe durchfuehren zu koennen. Ein Bereich, der fuer einen Handel vorbereitet ist, muss nicht fuer eine Gastronomie geeignet sein. Fuer die Betiebsgroesse waren die Nebenraeume zu klein und die Wege zu kompliziert und zu aufwaendig um ein heisses Essen zum Gast zu bekommen.
Als ich im darauffolgenden Mai dort war, wurden im Biergarten wohl Getraenke von einem Aussen-Buffet angeboten, Speisen gab es jedoch keine, die Raumlichkeiten des Restaurants waren auch noch unberuehrt.
Mit gastfreundlichem Gruss
Guenter