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Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 03 Jul 2009, 10:14
von Sibirier
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 03 Jul 2009, 10:43
von Zejtnot
Deswegen trinken die russischen Männer ja auch mehr.

Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 03 Jul 2009, 14:05
von Simone
Deutsche Qualität setzt sich halt auf lange Sicht eben doch immer durch...
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 04 Jul 2009, 02:09
von Ralf
Wenn die Russen den Alkohol tendenziell langsamer abbauen als Deutsche und gleichzeitig mehr Alkohol pro Jahr konsumieren, dann stehen sie logischerweise länger "unter Strom", Prost Mahlzeit. Ach ja, und mit 59 Jahren im Durchschnitt ab in die Kiste, deshalb sind die Rentenversicherungsbeiträge geringer, es bleibt mehr Netto vom Brutto, was man gleich wieder verkonsumieren kann.

Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 05 Jul 2009, 08:00
von m1009
Simone hat geschrieben:
Deutsche Qualität setzt sich halt auf lange Sicht eben doch immer durch...
eher Unwahrscheinlich...
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 06 Jul 2009, 22:50
von OlgaP
Das Ganze ist nicht so einfach. Russische Frauen sind leider stärker, als russische Männer. Und ich meine nicht die körperliche Kraft. Es ist leider so, je schwächer in einem Land sind Männer, desto stärker sind dort Frauen. Und bei uns trifft es 100% zu. Z.B., wenn ein Mann Probleme hat, versucht er meistens, sie im Alkohol zu ertrinken und nicht eine Lösung zu finden. Aber Probleme sind gute Schwimmer. Es gibt zwar angenehme Ausnahmen, aber sie bestätigen nur die Regel. In den schwierigen 90-ern hatten Frauen oft 2-3 Jobs, um ihre Kindern, manchmal auch ihre arbeitslosen trinkenden Männer, zu ernähern.
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 08 Jul 2009, 15:10
von Mysh
Aniki hat geschrieben:Nicht fehlende Gene, sondern ein fehlendes Ferment (Acetaldehyddehydrogenase), AlDH abgekürzt, das für den Alkoholabbau zuständig ist. D.h. der Alkoholabbau geht bei Asiaten wesentlich langsamer vor sich. Und ziemlich jeder Russe hat nun mal mindestens einen Asiaten im Stammbaum sitzen. An der Augenform sehr gut sichtbar.
Ich denke, das ist nur teilweise korrekt.
Beim Alkoholabbau wird Ethanol, katalysiert durch das Enzym Alkoholdehydrogenase, zu Acetaldehyd, besser bekannt als Ethanal. Dieses ist toxisch und führt zu Vergiftungserscheinungen, die wir als die negativen Auswirkungen des Alkoholgenusses kennen.
Ein weiteres Enzym, die von dir genannte Aldehyddehydrogenase 2 (ALDH-2), baut das Ethanal zu Acetat um.
In vielen asiatischen Ländern gibt es nun eine Mutation des Gens, dass für ALDH-2 codiert, weshalb das Enzym nicht richtig arbeitet und diese Menschen eher die negativen Alkoholauswirkungen spüren als eine, sagen wir mal, mitteleuropäische Vergleichsgruppe. Am stärksten betroffen sind China, Japan und Umgebung.
Wenn man sich jedoch anschaut, dass "nur" circa 46 Prozent der Japaner und 56 Prozent der Chinesen davon betroffen sind (also weit entfernt vom gern progagandierten "alle Asiaten allgemein") und die Chance auf Vererbung bei 50% liegt, betrachte ich die These, dass Russen kein ALDH-2 haben, nur weil irgendwo im Stammbaum ein einsamer Asiate herumgeistert, für so nicht haltbar. Dito für die Finnen.
Zumal ich auch noch keinen Russen kennengelernt habe, die Alkohol gegenüber merkbar empfindlich ist.
Gruß, Mysh (die gerade für die Biochemie- und die Humangenetikklausur lernen muss).
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 08 Jul 2009, 19:55
von Zejtnot
Danke! Das war doch mal eine Antwort!
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 09 Jul 2009, 01:40
von Aniki
Mysh hat geschrieben:
Wenn man sich jedoch anschaut, dass "nur" circa 46 Prozent der Japaner und 56 Prozent der Chinesen davon betroffen sind (also weit entfernt vom gern progagandierten "alle Asiaten allgemein") und die Chance auf Vererbung bei 50% liegt (...)
Versteh ich gerade nicht - wenn nur die Hälfte der Population betoffen sind und die Vererbungswahrscheinlichkeit bei 50% liegt, müsste diese Veranlagung doch innerhalb weniger Generationen aus dem Genpool verschwunden sein... Oder wie jetzt?
Re: Alkohol ist ein Sanitäter in der Not - vor allem in Russland
Verfasst: 09 Jul 2009, 09:25
von achim
Wenn die Vererbungswahrscheinlichkeit bei 50% liegt, dann bleibt der relative Anteil an der Gesamtbevölkerung erhalten (Wenn man davon ausgeht, dass sich diese genauso vermehren, wie die "Opposition"). Außsterben würde diese Gene nur, wenn die entsprechenden Personen "Inzest" betreiben würden ... (aber auch nur dann, wenn die daraus resultierende Vererbungswahrscheinlichkeit bei >50% liegt)