Der slowakische Premier Fico, der allen Grund hätte, auf beide Seiten zu schimpfen, tut es seltsamerweise nicht.
Er sieht die Ursachen auf der ukrainischen Seite.
Die amtliche Presseagentur der Slowakischen Republik nimmt da kein Blatt vor den Mund:
" Fico betonte gegenüber Timoschenko die Verantwortung der Ukraine für die energetische Krise in einigen Ländern der Europäischen Union. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass diese Situation die Vertrauenswürdigkeit der Ukraine negativ beeinträchtige. Hinsichtlich des Angebots der Premierministerin, weitere Experten zur Kontrolle des Gastransports zu empfangen, sagte Fico, dass die Slowakei keine Experten schicken, sondern das russische Gas brauche."
Da die Slowakei besonders betroffen ist, hat er auch einen Vorschlag (weil ja die Ukrainer so große Reserven haben...

)
"Premier Fico bot eine operative Lösung an, die täglich 20 Millionen m3 Gas für die Slowakei ermöglichen könnte. Dieses Gas könnte die Ukraine von den eigenen Resservoirs im Westen des Landes liefern und zugleich könnte sie die gleiche Menge Gas von den russischen Lieferungen an die Slowakei behalten."
Und besonders pikant empfinden die Slowaken anscheinend dies:
" Das Treffen fand in einer Atmosphäre, die nicht nur durch die kritische energetische Situation beeinträchtigt war, statt, sondern auch
durch dessen wiederholes Hinauszögern aus ukrainischer Seite, was die darauffolgenden Verhandlungen der slowakischen Delegation in Moskau zunichte machen könnte. Das Treffen in Kiew begann somit mit einer über einstündigen Verspätung, obwohl die slowakische Delegation im abgesprochenen Termin angekommen ist, führte die Presse- und Informationsabteilung des Amtes der Regierung der Slowakischen Republik gegenüber TASR an."
http://www.tasr.sk/30.axd?k=20090114TBB00393
Schöne Zustände .........