Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 00:32
Menschen in Donezk sprechen Russisch und Ukrainisch, so wie in Bayern sprechen bayrisches Dialekt und Hochdeutsch.. Das heißt nicht das Bayern nicht zu Deutschland gehört..
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
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ServusAlex KA hat geschrieben:Menschen in Donezk sprechen Russisch und Ukrainisch, so wie in Bayern sprechen bayrisches Dialekt und Hochdeutsch.. Das heißt nicht das Bayern nicht zu Deutschland gehört..
Bei den Bayern bin ich mir da nicht so sicher.Alex KA hat geschrieben:Menschen in Donezk sprechen Russisch und Ukrainisch, so wie in Bayern sprechen bayrisches Dialekt und Hochdeutsch.. Das heißt nicht das Bayern nicht zu Deutschland gehört..
Es ist doch letztendlich so, wie Sie selbst erwähnten, dass die wirklich Betroffenen, also die GESAMTE ukrainische Bevölkerung am wenigsten zu sagen haben, geschweige dann Mitspracherecht wie sich das Land in Zukunft gestalten soll und sich präsentieren wird, wer es beschützt, welche und wie viel kulturelle Werte (Bspw: russische Sprache) in der Verfassung verankert wird. Nein, es sind doch 1 Weltmacht + 1 Weltmacht die es wieder werden möchte + 1 Nebenschauschpieler welche das sagen haben. Die immense Sensationslust und Pressegeilheit " tötet " zwar nur indirekt, doch langzeitig und im grösserem Umfang. Sehen Sie sich einmal um in den Medien allgemein, wie viele Artikel Sie über die letzten sagen wir einmal 2 Monate zum Krisenherd Syrien finden versus Ukraine!Berlino10 hat geschrieben:Eben, genau das steht u.a. darin, dass auch die Separatisten die Bevölkerung fremdbestimmen und selbst fremdbestimmt sind,kamensky hat geschrieben: Bedauernswert ist jedoch die gesamte ukrainische Bevölkerung, egal ob Ost oder West, denn die leiden am meisten.
dass sie eine Entwicklung vorantreiben, die vom Volk eigentlich nicht gewünscht wird, und auch nicht gut für Land und Leute.
Sie haben das nicht gelesen, oder?
Ja, eben, da bin ich mit ihnen einverstanden - deshalb habe ich den Russischen Beitrag auch übersetzt und publiziert -kamensky hat geschrieben: Es ist doch letztendlich so, wie Sie selbst erwähnten, dass die wirklich Betroffenen, also die GESAMTE ukrainische Bevölkerung am wenigsten zu sagen haben, ....
Beim Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) kann man sich ziemlich umfassend, wenn auch nicht tagesaktuell informieren, wo es derzeit auf der Welt brennt, also Krisen, Konflikte und Kriege Menschenleben kosten. Es ist erschütternd!kamensky hat geschrieben:Die immense Sensationslust und Pressegeilheit " tötet " zwar nur indirekt, doch langzeitig und im grösserem Umfang. Sehen Sie sich einmal um in den Medien allgemein, wie viele Artikel Sie über die letzten sagen wir einmal 2 Monate zum Krisenherd Syrien finden versus Ukraine!
Leider wird oft argumentiert, das Ukrainische wäre nur ein Dialekt des Russischen. Es besteht natürlich eine Verwandtschaft. Und Russisch, Ukrainisch und noch Weißrussisch bilden gemeinsam die Familie der ostslawischen Sprachen. Ein Ukrainer bewies mir darüber hinaus noch viele Gemeinsamkeiten seiner Muttersprache mit dem Polnischen, einer westslawischen Sprache und betonte, dass die Grenze eben zum Polnischen gar nicht so groß ist im Gegensatz zum Russischen.klaupe hat geschrieben: Aus eigener Erfahrung nach 6 Wochen in Donezk vor einiger Zeit, spricht man überwiegend Russisch -- auch die Ukrainer dort -- liest aber überwiegend Ukrainisch. Hinweisschilder, Straßennamen, bei den Ämtern und Behörden und selbst bei Geschäften sieht man fast nur Ukrainisch. Ist ja auch "Amtssprache" (gewesen).
Mein persönlicher Eindruck, verstärkt durch einige Gespräche, ist, dass man diese Amtssprachen-Regelung ziemlich blöd findet und schon aus Opposition und Solidarität sich in Russisch unterhält. Bis vor ein paar Monaten war es dort auch absolut kein Thema, wer Ukrainer oder Russe ist, alle waren Donezker und brave ukrainische Staatsbürger. Pro-Russland-Russen oder gar Pro-Russland-Ukrainer sind mir nie über den Weg gelaufen.
Das glaube ich nicht! In Russland wird in den Autonomen Republiken mit der Zweisprachigkeit genau so souverän umgegangen, wie von Dir beschrieben, bei uns in der Lausitz. Solltest Du mal in die beeindruckende Hauptstadt Tatarstans, Kasan, reisen, kannst Du Dich davon überzeugen. Straßennamen, Metrostationen zum Beispiel sind ausgezeichnet in Russisch und Tatarisch, die zwei Hauptsprachen der Region. Der Donbas wird diesem Vorbild folgen.klaupe hat geschrieben: Vor paar Tagen war ich in der Oberlausitz. Obwohl die Sorben eine Minderheit sind, sind z.B. Straßennamen, Ortsschilder und sonstige Hinweise und öffentlich sichtbare Texte in Deutsch und Sorbisch. So eine Lösung wäre für den Donbass auch angebracht.
Ich fürchte, da werden jetzt alle Schilder abgerissen und durch russische ersetzt. Ein Wahnsinn löst den anderen ab.
Das ist natürlich Unfug und ein Lacherfolg bei jeden Linguistiker. Dann wäre Holländisch/Flämisch auch ein Dialekt des Deutschen. Eine Sprachverwandtschaft besteht durchaus und es gibt genügend Ähnlichkeiten, um sich mit etwas gutem Willen und etwas Sprachbegabung zu verstehen.Jenenser hat geschrieben:Leider wird oft argumentiert, das Ukrainische wäre nur ein Dialekt des Russischen.
Verdrängt ist nun wirklich falsch. Eher kann man behaupten, das das Ukrainische sich immer mehr durchsetzt. Logisch, es ist Pflichtfach in den Schulen und Amtssprache. Ohne Ukrainisch hat man oft schlechte Karten. Im privaten Bereich ist diese Sprachteilung irrelevant.Fast jubelnd wurde verkündet, dass Russisch in der Ukraine immer mehr verdrängt wird. Zu meiner Überraschung nahmen selbst in Kiew die Einwohner keinen Gebrauch von diesem geschenkten Souveränitätsrecht. Sie sprachen weiterhin Russisch. Warum? Ich weiß es nicht. Es hat sich bis heute in der Stadt daran nichts geändert.
... oder den Film, den ich mal im TV sah, ich glaube es war "Das Boot". Deutscher Film, englisch synchronisiert, mit russischen Untertiteln (in weiß) und darüber wurden ukrainische Untertitel in rot geschrieben.Richtig grotesk wirkten Fernsehinterviews...
Das Problem ist die Zwangssprache, statt sich auf die örtlich bevorzugten Sprachen einzurichten. Auch andere Länder nutzen zwei Sprachen gleichzeitig, wenn es der guten Verständigung dient.Dass in den Amtsstuben eine andere Sprache, wie auf der Straße gesprochen wird, ....
Ich habe es schon gehört von Bekannten aus der Gegend. Nun kann es natürlich sein, dass es keine offizielle Regelung ist, sondern voreilige oder provokatorische Initiative prorussischer Extremisten.Das glaube ich nicht! In Russland wird in den Autonomen Republiken mit der Zweisprachigkeit genau so souverän umgegangen.... Der Donbas wird diesem Vorbild folgen.
Die Mutter war Ukrainerin, der Vater auch. Es ist also die Sprache des kirgisischen Exils, in dem er geboren wurde. Da gab es in der Schule nur Russisch im Angebot.zimdriver hat geschrieben:... es ist ja auch kein Geheimnis, dass Herr Klitschko erst Ukrainisch lernen musste. Russisch ist seine Muttersprache.