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Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 15:36
von Alex KA
stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch.. Alle dort strengen sich an richtige Ukrainer zu sein, als ob sie jemandem was beweisen müssten. Einfach akzeptieren das einige Ukrainisch sprechen und andere nicht können sie nicht. Möglicherweise manche verfluchen eigene Mutter dafür das sie Russisch gesprochen hatte..

Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 15:46
von klaupe
Alex KA hat geschrieben:stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch.. Alle dort strengen sich an richtige Ukrainer zu sein, als ob sie jemandem was beweisen müssten. Einfach akzeptieren das einige Ukrainisch sprechen und andere nicht können sie nicht. Möglicherweise manche verfluchen eigene Mutter dafür das sie Russisch gesprochen hatte..

Ach, so gut Ukrainisch wie Sie Deutsch spricht er allemal. Das lasse ich aber die Ukrainer entscheiden und da habe ich noch keine Beschwerden gehört.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 17:29
von GIN
klaupe hat geschrieben:Alex KA hat geschrieben:stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch.. Alle dort strengen sich an richtige Ukrainer zu sein, als ob sie jemandem was beweisen müssten. Einfach akzeptieren das einige Ukrainisch sprechen und andere nicht können sie nicht. Möglicherweise manche verfluchen eigene Mutter dafür das sie Russisch gesprochen hatte..

Ach, so gut Ukrainisch wie Sie Deutsch spricht er allemal. Das lasse ich aber die Ukrainer entscheiden und da habe ich noch keine Beschwerden gehört.
Ein Opi hier in der Schweiz der etwa 100 ist und seit Jahrzehnten nicht mehr in der Ukraine lebt meinte das Timoschenko noch Janukowitsch, Juschenko oder Klitschko nur nsatzweise die Schriftsprache ohne starken russischen Akzent sprechen. Sie machen sogar starke Fehler wie übrigens die meisten Ukrainer die er hört. Die Schriftsprache ist faktisch seit den 40er Jahren ausgestorben und wir erst seit kurzer Zeit wieder gesprochen. Die aus Lemberg sprechen es auch nicht.
P.S. ich pinkelte sogar in die Kalka.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 22:47
von klaupe
GIN hat geschrieben:Ein Opi hier in der Schweiz der etwa 100 ist und seit Jahrzehnten nicht mehr in der Ukraine lebt meinte ...
Dann soll er mal wieder in die Ukraine fahren und seinen Sprachschatz aktualisieren.
Meine Großeltern haben auch noch ein anderes Deutsch gesprochen als ich und meine Umwelt jetzt.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 15 Mai 2014, 23:59
von Alex KA
klaupe hat geschrieben:Alex KA hat geschrieben:stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch.. Alle dort strengen sich an richtige Ukrainer zu sein, als ob sie jemandem was beweisen müssten. Einfach akzeptieren das einige Ukrainisch sprechen und andere nicht können sie nicht. Möglicherweise manche verfluchen eigene Mutter dafür das sie Russisch gesprochen hatte..

Ach, so gut Ukrainisch wie Sie Deutsch spricht er allemal. Das lasse ich aber die Ukrainer entscheiden und da habe ich noch keine Beschwerden gehört.
Dann müssen sie erstmals lernen Ukrainer von nicht Ukrainer unterscheiden.. um den richtigen Ukrainern Entscheidung zu überlassen..

Re: Referendum Donezk
Verfasst: 16 Mai 2014, 00:38
von Axel Henrich
GIN hat geschrieben:Alex KA hat geschrieben:stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch..
Ein Opi hier in der Schweiz der etwa 100 ist und seit Jahrzehnten nicht mehr in der Ukraine lebt meinte das Timoschenko noch Janukowitsch, Juschenko oder Klitschko nur nsatzweise die Schriftsprache ohne starken russischen Akzent sprechen.
Bei Klitschko hoert man das wirklich sehr stark und auch deswegen hat er in UA politisch ueberzeugend nicht wirklich gute Karten. Ein Journalist aus Kiew meinete mal, er spricht monoton, weil er russisch denkt, uebersetzt das auf ukrainisch und das macht in rhetorisch "unbeholfen" ...
-ah-
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 16 Mai 2014, 22:15
von klaupe
Alex KA hat geschrieben:Dann müssen sie erstmals lernen Ukrainer von nicht Ukrainer unterscheiden.. um den richtigen Ukrainern Entscheidung zu überlassen..

Dafür habe ich meine Leute, die es garantiert richtig können.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 17 Mai 2014, 11:10
von GIN
Axel Henrich hat geschrieben:GIN hat geschrieben:Alex KA hat geschrieben:stimmt, ich habe Eindruck das Klichko spricht Ukrainisch noch schlechter als Deutsch..
Ein Opi hier in der Schweiz der etwa 100 ist und seit Jahrzehnten nicht mehr in der Ukraine lebt meinte das Timoschenko noch Janukowitsch, Juschenko oder Klitschko nur nsatzweise die Schriftsprache ohne starken russischen Akzent sprechen.
Bei Klitschko hoert man das wirklich sehr stark und auch deswegen hat er in UA politisch ueberzeugend nicht wirklich gute Karten. Ein Journalist aus Kiew meinete mal, er spricht monoton, weil er russisch denkt, uebersetzt das auf ukrainisch und das macht in rhetorisch "unbeholfen" ...
-ah-
Interessant..
Ich erlebte in den frühen 90ern in Lettland wie die meisten "Letten" aus dem Kurland und Latgalien die Schriftsprache erst via russischen Buchstaben lernen musste. Man erklärte mir das mit der Sowjetisierungspolitik. Der Dialekt wurde neben der russischen Sprache bekämpft. In der Sowjetzeit schien er zu blühen. Das hatte unter andere zur Folge das nach 1991 der Grossteil der lettischen Bewohnerschaft ausgeschlossen war von der politischen Meinungsfindung. Eine Elite aus und um Riga bildete sich gestützt von der Diaspora in Kanada, England und den USA und ergriff zwischen 1991 und 2008 die Macht. Ich empfand das als Ferngesteuert und heute scheinen die Dialekte am aussterben zu sein. Die Kleinen sprechen weder Russisch noch Dialekt. Sind eine Art Hannoveraner und sprechen eine Sprache die es bis 1991 nur um Riga gab.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 17 Mai 2014, 12:31
von klaupe
GIN hat geschrieben:Ich erlebte in den frühen 90ern in Lettland wie die meisten "Letten" aus dem Kurland und Latgalien die Schriftsprache erst via russischen Buchstaben lernen musste. Man erklärte mir das mit der Sowjetisierungspolitik. Der Dialekt wurde neben der russischen Sprache bekämpft. In der Sowjetzeit schien er zu blühen. ... und heute scheinen die Dialekte am aussterben zu sein. Die Kleinen sprechen weder Russisch noch Dialekt. Sind eine Art Hannoveraner und sprechen eine Sprache die es bis 1991 nur um Riga gab.
Kompetent kann ich mich nur zum Süden äußern, da meine Frau (ethn. Russin) aus Jēkabpils (Semgallen) bzw. später Daugavpils (Latgallen) stammt. Abgesehen von der Russischen Sprachdominanz in D-pils mit einem zusätzlichen Sprachgemisch aus Lettisch, Weißrussisch und Polnisch werden dort inzwischen durch "Heimatvereine" die örtlichen Dialekte/Sprachen (also Lettgallisch) und die typische intensiv gepflegt. Großauftritt ist dann jeweils zur Sommersondenwende (Janis und Līgo). Als vereinzelte Umgangssprache findet man Letgallisch fast nur noch in ländlichen Gegenden.
Im Norden soll es ähnliche Entwicklungen geben für Kurisch und Thamisch (um Rīga herum?). Jiddisch scheint nahezu ausgestorben zu sein.
Als Amts- und Bildungsprachen haben nur Lettisch und Russisch eine Bedeutung, wobei sich das Lettische fast zwangsweise immer mehr durchsetzt. In den Schulen ist Russisch Nebenfach und wird selbt da immer mehr von Englisch oder gar Deutsch verdrängt. Das gibt zwar auch Differenzen zwischen den Ethnien, die scheinen aber nicht so ausgeprägt zu sein, wie derzeit in der Ukraine.
Nach meinen Beobachtungen wird aber, trotz aller Kritik und gravierenden Mängel, Lettland als "Heimatland" angesehen. Ein Referendum für Russland à la Ukraine erscheint ziemlich unmöglich und kaum erfolgversprechend zu sein.
Re: Referendum Donezk
Verfasst: 18 Mai 2014, 02:27
von GIN
klaupe hat geschrieben:GIN hat geschrieben:Ich erlebte in den frühen 90ern in Lettland wie die meisten "Letten" aus dem Kurland und Latgalien die Schriftsprache erst via russischen Buchstaben lernen musste. Man erklärte mir das mit der Sowjetisierungspolitik. Der Dialekt wurde neben der russischen Sprache bekämpft. In der Sowjetzeit schien er zu blühen. ... und heute scheinen die Dialekte am aussterben zu sein. Die Kleinen sprechen weder Russisch noch Dialekt. Sind eine Art Hannoveraner und sprechen eine Sprache die es bis 1991 nur um Riga gab.
Kompetent kann ich mich nur zum Süden äußern, da meine Frau (ethn. Russin) aus Jēkabpils (Semgallen) bzw. später Daugavpils (Latgallen) stammt. Abgesehen von der Russischen Sprachdominanz in D-pils mit einem zusätzlichen Sprachgemisch aus Lettisch, Weißrussisch und Polnisch werden dort inzwischen durch "Heimatvereine" die örtlichen Dialekte/Sprachen (also Lettgallisch) und die typische intensiv gepflegt. Großauftritt ist dann jeweils zur Sommersondenwende (Janis und Līgo). Als vereinzelte Umgangssprache findet man Letgallisch fast nur noch in ländlichen Gegenden.
Im Norden soll es ähnliche Entwicklungen geben für Kurisch und Thamisch (um Rīga herum?). Jiddisch scheint nahezu ausgestorben zu sein.
Als Amts- und Bildungsprachen haben nur Lettisch und Russisch eine Bedeutung, wobei sich das Lettische fast zwangsweise immer mehr durchsetzt. In den Schulen ist Russisch Nebenfach und wird selbt da immer mehr von Englisch oder gar Deutsch verdrängt. Das gibt zwar auch Differenzen zwischen den Ethnien, die scheinen aber nicht so ausgeprägt zu sein, wie derzeit in der Ukraine.
Nach meinen Beobachtungen wird aber, trotz aller Kritik und gravierenden Mängel, Lettland als "Heimatland" angesehen. Ein Referendum für Russland à la Ukraine erscheint ziemlich unmöglich und kaum erfolgversprechend zu sein.
Wer in Riga nicht Russisch spricht ist faktisch Arbeitslos. Ich sehe eher mehr "Russisch" als weniger zum Vergleich 2008. Die Entwicklung veränderte sich ab 2009. Man muss nur die Import und Exportdaten von Lettland anschauen und sieht wie wichtig Weissrussland, die Ukraine und Russland sind. Zuwachs Export 1/5 zum Vergleich 2008. Import Zuwachs 1/4 zum Vergleich 2008.