Aber ich bin nicht blind. Und irgendwas stimmt hier nicht. Diese Corona-Geschichte, da stinkt irgendwas. Und nun noch die Grenzschließung? Das läuft alles wie nach einem Skript ab.
Was denkt ihr? Ist das alles eine Verschwörung?
aus https://www.heise.de/forum/Telepolis/Ko ... 2242/show/Russland und China bereiten sich doch seit Jahren schon auf eine Welt nach dem Dollar vor, vor allem indem sie physisches Gold aufkaufen. Es war nur nie so ganz klar, wie sie den Dollar wirklich zu Fall bringen können würden. Es wirkte aber durchaus, als suchten sie nach Möglichkeiten, ihn zumindest zu ersetzen, z.B. die AIIB oder den Petrol-For-Gold Deal, den China ins Leben gerufen hat:
https://www.mondialisation.ca/trading-o ... ar/5609873
Nun gehe ich davon aus, dass jenen aus den Chefetagen des angloamerikanischen Imperiums und auch auch jenen im europäischen Anhängsel durchaus schon lange bewusst gewesen sein muss, dass der Dollar bereits ein absehbares Verfallsdatum hat. Dafür sprechen z.B. die Äußerungen von Mark Carney, Chefboss der Bank of England, der Ur-Bank des kapitalistischen Schuldgeldsystems.
https://www.theguardian.com/business/20 ... l-currency
Leider finde ich die Quelle nicht mehr, aber ich las mal eine interessante Analyse über dieses Interview im Kontext von Brexit, nämlich dass dieser eine verzweifelte Aktion gewesen sei, Dollar und Pfund zu Gunsten einer Kryptowährung zu opfern, um wenigstens den Bestand der "neoliberalen" Kartellnetzwerke gegen Einfluss von Russland und China zu sichern. Ungefähr zeitgleich lief ja auch dieser merkwürdige Testlauf mit dem Zuckerberg seiner Libra, auf die erst alle (Barclay's, Paypal, etc.) voll auf- und dann alle gleichzeitig wieder abgesprungen waren. Laut Mr Carney soll eine solche Cryptowährung ja als Mittel gegen den Klimawandel, nun ja, schmackhaft gemacht werden. Parallel zum Brexit erschien da plötzlich unsere sympathische Graswurzel-Greta und es freitagte für die Zukunft. Die Pandemie machte dem plötzlich (erstmal) ein Ende. Das nur am Rande. Es wäre naiv zu glauben, Brexit sei einfach mal so aus einer Laune des britischen Temperaments heraus entstanden oder Greta sei nicht das Produkt von klugen Kommunikationsdesignern. Besonders Brexit war durchaus eine kalkulierte Aktion aus einem Teil des Establishments heraus. Es brauchte nur einen, der es anleiert, am besten einen, der vielleicht nicht viel kann, aber seinen Job immer gut gelaunt zu Ende bringt:
https://www.youtube.com/watch?v=-Gz6mZYxS0A
So, das Imperium gibt also nicht so leicht auf. Hinzu kommen aber noch die ganzen geopolitischen Querelen: Bereits seit 116 Jahren kämpft das angloamerikanische Establishment um die Eindämmung und Kontrolle Eurasiens (Heartland Theory, Halford Mackinder, 1904, und neu aufgewärmt von Zbigniew Brzezinski in The Grand Chessboard, 1996). Dieser Kampf kann wohl als grundsätzlich gescheitert gelten. Der politische Einfluss der USA schwindet immer weiter und Großbritannien ist nur noch ein geopolitischer Furz in Samtjäckchen und Seide, entwichen aus den Tiefen der eigenen Vergangenheit. Allerdings können beide Länder, gemeinsam mit Frankreich und leider auch mit Deutschland, immer noch unglaublich viel Mist anstellen: NATO-Übungen, Drohnenkrieg, Regime Changes, ganze Länder und deren Gesellschaften zerstören, Sanktionen, "Israel", Terroristen, Islamisten, etc. Das hemmt den entscheidenden langfristigen Plan Chinas (und Russlands), der quasi schon seit 116 Jahren bekämpft wird, nämlich die neue Seidenstraße. Dieser Plan ist auch vollkommen im deutschen Interesse, nur hieß das damals noch Berlin-Bagdad-Bahn.
Zur Seidenstraße, oder One Belt, One Road, muss man wissen, was sie für ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten bietet - egal ob jetzt kapitalistisch mit Schuldgeld und dann langfristig wieder zum Scheitern verurteilt, oder vielleicht mal auf eine sinnvolle Art und Weise. Abgesehen von Sklaverei, Genozid, und zwei Weltkriegen, die beide von den US-Eliten kräftig mit angefacht wurden, haben die USA ihre größten Phasen von Prosperität der Erschließung des eigenen Landes zunächst durch Eisenbahnen (19. Jhr.) und anschließend durch Highways und Strassen (1950er/60er) zu verdanken. Im Kern basiert die zeitgenössische amerikanische Kultur auf Autobahnen und Drive-In-Restaurants. Der eurasische Kontinent ist ungleich größer als Nordamerika, dementsprechend ist auch das Potential der Erschließung ungleich größer, zumal es sich nicht um geraubtes Land handelt, sondern um uralte Kulturen, die nun zusammenwachsen. Die USA und wohl auch das UK, welches ohne EU ganz schnell im Orbit der USA verschwinden wird, werden davon nicht viel haben, und sie haben auch nix zu bieten, um das zu ändern (technologisch sind sie längst abgeschlagen). Die US-Präsenz in Europa und Asien scheint heute eher wie klebrige Kacke, die in allen Ritzen und Ecken festhängt, und die kaum wegzuwischen ist - es sei denn, die machen ihren Scheiß selbst weg, weil sie ihn sich nicht mehr leisten können.
(Entschuldigt bitte die Fäkalvergleiche, aber hier von Rotweinflecken zu sprechen, erschien mir unpassend.)
Das war jetzt, ganz grob, die Situation vor Corona und wie sie sich spätestens seit der Bauchlandung auf dem Maidan immer mehr herausstellte. Es war allerdings schon seit 9/11 und dem Angriff auf den Irak von 2003 abzusehen. Seit langem schon tobt ein Kampf um Europa, der sich immer wieder durch Attacken aus dem angelsächsischen Raum gegen Europa richtet, z.B. der Vertrag von Versailles, die Unterstützung der Nazis, der Kalte Krieg, der EU, der NATO, Operation Gladio, die Balkankriege, bis hin zum Fall von Lehman Bros. als gezielter Auslöser einer Finanzkrise, die von US Rating Agenturen gezielt zu voller Blüte gebracht wurde, oder die gezielt befeuerte Migrationskrise von 2015. Der Kampf um Europa findet dabei vor allem innerhalb Europas statt, zwischen Transatlantikern, also jenen, die bewusst oder unbewusst sich dem angloamerikanischem Weg unterordnen, und den tatsächlichen Europäern oder Eurasiern, die die Integration des Kontinents suchen. Erstere sind vor allem in Medien, Banken und leider auch Universitäten zu finden, sowie in politischen Gruppierungen wie der Antifa, den Grünen, aber auch der AfD (von der "neoliberalen" schwarzrotgelben Einheitspartei mal ganz abgesehen). Eurasier finden sich vor allem im Mittelstand und bei der Industrie - man könnte auch von Realwirtschaft vs. Fantasiewirtschaft sprechen, wobei die Fantasten von Freiheit fantasieren, während sie kopfüber und knöcheltief, fest eingeschlossen im Hintern von Uncle Sam stecken.
Wie könnte man wohl aus Sicht Chinas und Russlands die USA zu Fall bringen und dabei den Rücken der Realwirtschaftler in Europa stärken? Eine Krise, bei der Fantasie eine größere Rolle spielt als tatsächliche Gefahr, wäre wunderbar! Corona gibt es ja als Virus schon länger, und die Dinger sind nun wirklich nicht besonders gefährlich. Symptomatisch kann man sie in die große Suppe der Grippeviren einordnen. Hätte niemand auf den Virus hingewiesen, wären zwar viele Alte und Kranke gestorben, meistens zu Hause, aber es hätte gewiss nicht mehr als eine Randnotiz in der Apotheken Umschau gegeben. Die Chinesen hatten nach SARS den Plan für ihre Feldkrankenhäuser, die sie ja in wenigen Tagen in Wuhan und anderswo aufgezogen haben. Damit konnten sie auf den Virus, der an sich kaum eine Gefahr ist, hinweisen und so die Massenhysterie auslösen. Nur kurz zur Gefährlichkeit des Virus:
https://www.youtube.com/watch?v=tug_W_3WPXY
Übrigens hatte auch Deutschland eine Studie zu "Modi-SARS" aufgegeben, die aber nicht mehr online ist:
https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Down ... cationFile
Als die Politiker den Virus wegen des chinesischen Alarms nicht mehr ignorieren konnten, fragten sie die Gesundheitsexperten und bekamen zu hören, dass die Kapazitäten an Schutzkleidung, Gesichtsmasken, Beatmungsgeräten etc. bei Weitem nicht ausreichen würden - "neoliberale" Austerität sei dank, und in manchen Ländern eben schlechter (Italien, Spanien) als in anderen (Deutschland). Daher die quasi Überreaktion (ich finde ja nicht unbedingt, dass überreagiert wurde) und der sog. Lockdown. Besonders empfindlich wird diese Pandemie aber das Land treffen, welches von allen Industrieländern den schlechtesten Scherz eines Gesundheits- und Sozialsystem sein eigen nennt, nämlich die USA. Soweit erstmal.
Zufällig genau gleichzeitig machen Russland und Saudi Arabien einen interessanten Deal, der der Fracking Industrie in den USA den Garaus machen dürfte. Dazu muss man folgendes wissen: Die USA konnten ihren Imperialismus neben Dauerkrieg und Autobahn vor allem dank Bretton Woods ausbauen. Ich denke das ist hinreichend bekannt. Den Status als goldgedeckte Weltwährung ließ sich aber schon nach dem Vietnamkrieg nicht mehr halten, also machten die Amis mit den Saudis einen dreckigen Deal: Waffen und Müllautos gegen Petrodollar. Saudi Arabien stellte durch Verkauf von Öl ausschließlich in Dollar den Bestand desselbigen als Weltreservewährung sicher, und nur so konnten die Amis die Sowjets "besiegen", und nur so war der GWOT nach 9/11 überhaupt möglich, zusätzlich finanziert durch die Eurokrise seit 2008/9, die alleine Deutschland in einem Jahr den Beitrag einer amerikanischen Trillion (europäische Billion) Euro gekostet hat.
Ach ja, der Euro: der ist nämlich die wahre Konkurrenz zum Dollar. Irak wurde angegriffen, weil Hussein in Euro verkaufen wollte, der Iran wurde sanktioniert und ein Atomwaffenprogramm herbei fantasiert, weil er ebenfalls Öl in Euro handeln wollte. Die Eurokrise, der VW-Dieselskandal, die Sanktionen gegen Nord Stream 2: die Amis fürchten Europas Stärke fast genauso wie sie Europa als "Enabler" und Königsmacher benötigen. Hierbei ist auch interessant zu bemerken, dass Russland seine Dollarsreserven nicht nur gegen Gold eintauschte, sondern vor allem gegen Euro und Yuan, wobei wir wieder am Anfang wären:
https://www.rt.com/business/470040-russ ... -reserves/
Ich finde das bemerkenswert, weil Russland trotz Sanktionen an einer Partnerschaft mit Europa festhält. Dafür zeugt auch Nord Stream 2. Ich bin mir im Übrigen ziemlich sicher, dass Deutschland, Frankreich, Iran, Russland und China wesentlich mehr miteinander sprechen als es nach außen den Anschein hat.
Jedenfalls manövrierte sich Saudi Arabien mit dem Petrodollar-Deal auf Gedeih und Verderb in eine Falle, die sich voll offenbarte, als die Houthis ihnen ein paar Raketen in ihre Tanks jagten. Die Saudis haben in Yemen unter Beweis gestellt, dass sie im Krieg nix reißen können und sie wären der große Verlierer in einem Krieg an Seiten des Imperiums gegen den Iran. Ein Ende des Petrodollars bedeutete für Saudi Arabien mehr Unabhängigkeit und China und Russland haben denen genug zu bieten, die brauchen längst keine amerikanischen Müllautos mehr, von Flugabwehr ganz zu schweigen. Man könnte also beides, Corona und Ölpreis, als eine Art Sandwichstrategie gegen die USA betrachten, denn implodiert die amerikanische Binnenwirtschaft durch den Lockdown, ist dort ganz schnell Chaos. Implodiert die völlig überkapitalisierte (verschuldete) Fracking Industrie, dann ist das nur eine von vielen Blasen, die die ganz große Blase zum Platzen bringen könnte (andere solcher Blubberblasen sind z.B. die Student Loans oder immer noch die Immobilien). Und Europa? Ich mache mir da wenig Sorgen, eben weil es diese gigantischen Möglichkeiten gen Osten gibt. Und wer wird wohl in Europa nach der jetzigen Krise und ihre zu erwartenden Folgen die Oberhand haben? Die Realwirtschaftler mit reellen und vernünftigen Konzepten (Infrastruktur, Industrie, Handel mit Gütern statt Devisen) oder die Fantasten, die immer noch glauben, man könne mit "gemeinsamen Werten" eine Gesellschaft am Laufen halten? Das liegt natürlich nicht zuletzt an uns, die die Gesellschaft ausmachen. Anders gefragt: werden die Europäer sich selbst nach der Coronakrise weiterhin verleugnen oder richten wir uns ab jetzt nach realen und nicht fiktiven "Werten"? Was passiert wohl, wenn die USA als Absatzmarkt für die deutsche Autoindustrie wegfällt? Fragen wir uns doch mal ganz ehrlich: was haben die USA uns reell zu bieten?
Was Europa tun wird, ist sicher das große Fragezeichen, aber wäre ich Schachspieler in Moskau oder Peking, ich hätte genau die Chance Corona so genutzt. Was hier stattfindet ist rein wirtschaftlich durchaus in der Größenordnung eines Weltkriegs und dieser Weltkrieg tobt schon lange. Ich behaupte, hier bahnt sich eine gigantische Machtverschiebung an, in der Europa sich von den USA befreien können wird ohne jetzt in den nächsten Arsch kriechen zu müssen.


