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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 10:59
von CSB_Wolf
andreask020361 hat geschrieben:Was nichts anderes heisst solange Vertrauen in die Banken besteht alles ruhig ist sollte es kippen ist nicht mal genug Geld vorhanden um die Kurzfristigen zu bedienen. Denke dass dann Bankentage und Max abhebungen etc in Europa kommen wrden
Das dürfte dann der besagte Moment sein wo das ganze Volk auf die Strasse geht, wenn sie ihr Geld nicht mehr, oder nur noch begrenzt vom Konto abheben können. Was jetzt vom Volk zur Zeit abgeht, da Lachen die Bankster doch nur darüber.

Gruss
wolf

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 11:19
von pippie
Ihr laßt dabei völlig unberücksichtigt, dass sehr viele, vor allem große Zahlungsverpflichtungen der Privathaushalte gar nicht mehr bar abgewickelt werden,
(Abbuchung von Mieten/Krediten, Einkauf von großen Konsumgütern, selbst Wochenendeinkäufe) d.h. "Geld auf dem Konto" der Banken muss und kann gar nicht sinnvoll durch Papiergeldlager in den Banktresoren 1:1 gedeckt sein.
Übrigens, hätte Frau Merkel damals nicht öffentlich die Garanien gegeben, würden wir uns heute nicht mehr so "gelassen" darüber unterhalten können.

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 11:34
von CSB_Wolf
pippie hat geschrieben: Übrigens, hätte Frau Merkel damals nicht öffentlich die Garanien gegeben, würden wir uns heute nicht mehr so "gelassen" darüber unterhalten können.
Na auf diese Garantie würde ich mich aber wirklich nicht verlassen :lol:

Gruss
wolf

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 11:40
von pippie
Mußtest du ja auch nicht, weil die Panik Gott sei Dank ausgeblieben ist!

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 11:42
von pippie
Hier etwas aus einem Material der Bundesbank:
"So wichtig Münzen und Banknoten für den wirtschaftlichen Alltag sind, bildet Bargeld doch nur einen kleinen Teil des Geldumlaufs zu Zahlungszwecken. Größere Zahlungen lassen sich von Konto zu Konto bequemer und sicherer vornehmen als mit Bargeld. Das „unsichtbare“ Geld wird in einer Art Kreislauf von Bankkonto zu
Bankkonto weitergegeben, weshalb es als Giralgeld (aus dem Italienischen: giro = der Kreis) bezeichnet wird. Häufig spricht man auch von Buchgeld, weil es nur in den Büchern der Banken erscheint. Mittlerweile erfolgt diese Aufzeichnung fast ausschließlich in elektronischer Form. Dabei handelt es sich vor allem
um täglich fällige Einlagen („Sichteinlagen“) sowie Termin- und Spareinlagen von „Nichtbanken“, d. h. Wirtschaftsunternehmen, öffentlichen Institutionen und
Privatleuten. Sichteinlagen können jederzeit abgehoben werden, bestehen für die Bank also nur „auf Sicht“. Auf den ersten Blick mag es nicht so recht einleuchten, wieso Sichteinlagen zum Geld gerechnet werden. Doch bei näherer Betrachtung sind die Unterschiede zu Bargeld nicht so groß, denn ein Sichtguthaben
erfüllt die Funktionen von Bargeld. Es steht jederzeit für Umbuchungen sowie für Bargeldauszahlungen zur Verfügung. Im August 2010 war das Gesamtvolumen der Sichteinlagen im Euroraum mit 3.945 Milliarden Euro fast fünfmal so groß wie der Bargeldumlauf mit 792 Milliarden Euro. Im Unterschied zu Banknoten und Münzen ist das Giralgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel. Dennoch wird es im Wirtschaftsleben allgemein akzeptiert. Dies beruht insbesondere darauf, dass das Giralgeld jederzeit
wieder in Bargeld umgewandelt werden kann. Umgekehrt wird Bargeld zu Giralgeld, wenn es auf ein Konto eingezahlt wird (z. B. Tageseinnahmen im Einzelhandel). Umwandlungen von Giralgeld in Bargeld und umgekehrt sind also gängige Praxis. Der gesamte Geldbestand der Nichtbanken – Bargeld plus Giralgeld – bleibt dabei unverändert."
Aber prinzipiell gewährleistet die Bundesbank über die Notenpresse, dass jeder seine Sichteinlagen wieder in Bargeld umtauschen kann (wenn wirklich alle hinrennen, dauerts etwas länger), weil aber gleichzeitig die Sichteinlagen um den gleichen Betrag sinken, ergibt sich daraus nicht "mehr Geld in Umlauf", denn die Summe Bar+Sicht (gleich Geldmenge M1) bleibt dabei unverändert.
Wenn danach "überschüssiges" Bargeld wieder auf einem Konto landet, findet das Bargeld wieder seinen Weg in die Keller.

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 20:14
von andreask020361
Pippie in normalen Zeiten hast du auch recht ,nur die sind erstmal vorbei. Was Fr Merkel und Hr Steinbrück damals bewegt hat die Erklärung abzugeben ,war wohl eher dass Dtschl kurz vor einem Bankenrun stand.Desweiteren ist es nur eine Erklärung die damals abgeben wurde, ohne das es auf gesetzesebene gebracht wurde.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/fin ... 38602.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... tion-.html
http://www.readers-edition.de/2008/10/0 ... ind-sicher

nur ist dass Vertrauen in die Banken weg , und keiner Weiss welche Bank pleite geht bzw in Schieflage gerät wird dass alles den Sparer /Bürger nicht interessieren er wird sein Konto plündern auch wenn nicht gleich das eingemachte aber daraus kann eine Kettenreaktion folgen was die Banken am meisten verunsichert. dazu noch sie haben alle kaum noch Eigenkapital, da durch die Verschmelzung Investmentbanking und dass herkömliche Banking alle grenzen verwässert wurden und noch dazu untereinander. Darin liegt auch dass grosse Übel dass ungehemmte Zocken mit Fremden Geld.
jede hausfrau weiss ich kann nur soviel ausgeben wieviel ich in der kasse habe bzw was monatlich rein kommt.

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 20:24
von domizil
andreask020361 hat geschrieben:jede hausfrau weiss ich kann nur soviel ausgeben wieviel ich in der kasse habe bzw was monatlich rein kommt.
... und selbst das ist gefährlich. Ein wenig sollte die gut wirtschaftende Hausfrau auch beiseite packen - eben für schlechte Zeiten. Aber so ist das System eben aufgebaut: Pumpen und pumpen lassen. Und es ist schon richtig, bei den heutigen komplexen Finanzverpflechtungen ... wer da nicht Top-Fit ist kann ganz schnell die Übersicht verlieren - aber es geht ja i.d.R. um das Geld anderer Leute ...
Uwe NIemeier

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 20:35
von pippie
andreask020361 hat geschrieben:Pippie in normalen Zeiten hast du auch recht ,nur die sind erstmal vorbei. Was Fr Merkel und Hr Steinbrück damals bewegt hat die Erklärung abzugeben ,war wohl eher dass Dtschl kurz vor einem Bankenrun stand.Desweiteren ist es nur eine Erklärung die damals abgeben wurde, ohne das es auf gesetzesebene gebracht wurde.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/fin ... 38602.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... tion-.html
http://www.readers-edition.de/2008/10/0 ... ind-sicher
Sage ich dch, sie hat die Erklärung abgegeben, um Panikabhebungen zu verhindern. Und es hat ja geklappt.
andreask020361 hat geschrieben:nur ist dass Vertrauen in die Banken weg , und keiner Weiss welche Bank pleite geht bzw in Schieflage gerät wird dass alles den Sparer /Bürger nicht interessieren er wird sein Konto plündern auch wenn nicht gleich das eingemachte aber daraus kann eine Kettenreaktion folgen was die Banken am meisten verunsichert. dazu noch sie haben alle kaum noch Eigenkapital, da durch die Verschmelzung Investmentbanking und dass herkömliche Banking alle grenzen verwässert wurden und noch dazu untereinander. Darin liegt auch dass grosse Übel dass ungehemmte Zocken mit Fremden Geld.
jede hausfrau weiss ich kann nur soviel ausgeben wieviel ich in der kasse habe bzw was monatlich rein kommt.
Wenn das Vertrauen wirklich weg wäre, würde es kaum noch Spareinlagen geben. Dem ist aber nicht so. Natürlich weiß keiner, welche Bank als nächste wackelt.
Und jede Bank ist eine zuviel.
Das Problem ist tatsächlich auch, dass den "Machern" die Institute nicht gehören und dass mit den falschen Sachen das meiste Geld verdient werden kann. Sie schauen nur auf ihren kurzfristigen Verdienst. Die denken, nach mir die Sinnflut - und die kommt dann auch irgendwann, wenn wir alle Pech haben.
Und eigentlich müßte da die Politik regulierend eingreifen. Aber dafür ist das System Marktwirtschaft nicht wirklich ausgelegt.

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 22:08
von andreask020361
möchte jetzt noch mal nicht nur auf die banken schauen,auch wenn da zur zeit dass grösste ungemach lauert.nur haben wir nicht nur eine Bankenkrise sondern auch eine Schulden Krise. Viele Banker schieben jetzt den schwarzen Peter an die Politiker , wie z Bsp wenn ihr (staatslenker )eure Schulden bezahlen wuerdet hätten wir keine Probleme. So einfach ist es aber nicht, da die banken hohes Risiko fahren (haben wir schon in der Schule gelernt,hohen Gewinn hohes Risiko), welches sie nicht absichern in Form höhere Einlagen zum Bsp. Aber auf das wollte ich gar nicht hinaus sondern auf den Folgenden Punkt . Darin liegt eigentlich das Hauptübel. jeder normale Bürger würde dass verstehen in schlechten Zeiten (krisen Rezession etc) werden zusätzlich Gelder aufgenommen und in guten Zeiten die schulden abgebaut. Wenn dieses Prinzip durchgeführt worden wäre, hätten wir auch nicht diese Probleme die wir heute haben. Nur es wurden auch in guten Zeiten Schulden aufgenommen. Es wurde in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie Schulden abgebaut heisst zurück bezahlt. Was wir tun oder die Herren die Zinsen werden beglichen mit neuen Krediten. Jetzt ist die Frage die eigentlich überalles steht wann ist es soweit dass die Zinseslast so hoch ist dass sie über dem Erträgen liegt. Weil dann ist man nicht nur Hirntod sondern auch klinisch Tod.
,,..Im Jahre 1990 betrugen die Zinsausgaben des öffentlichen Gesamthaushalts noch 33,1 Mrd. EUR. Im Jahre 2008 waren sie auf 63,9 Mrd.EUR angewachsen. Das jährliche zinseszinsbedingte Haushaltsloch hat sich also nach 18 Jahren fast verdoppelt. Es wird weiter wachsen, solange es mit neuen Schulden finanziert wird. Die staatliche Kreditfinanzierung wird faktisch nicht mehr für Investitionen eingesetzt. Sie dient nur noch der Finanzierung des von ihr selbst verursachten wachsenden Schuldendienstes (Zins- und Tilgungsausgaben) und ist damit zum sinnlosen und gefährlichen Selbstzweck entartet....
http://www.cashkurs.com/Detailansicht.8 ... Uid]=10727
wir alle sind uns einig dass die Schulden nie zurückgezahlt werden , und es auch keiner vorhat , Unsere mentalitaet ist ja diese es hat bis jetzt so geklappt warum sollte es nicht weiter klappen. bissl hoch bissl runter. Das ist ja der eigentliche Trugschluss. weil alles fern jeglicher Logik ist. schulden werden mit immer neuen immer grösseren Schulden bekämpft, anders ausgedrückt wir alle leben über unseren Verhältnissen, Es gibt aber keinen endlosen Gewinnwachstum . wir sind leider alle in dieser schuldenfalle es gibt kein return back. Ich bleibe bei meiner Meinung , zentraleuropa hat seinen Zenit gesehen. Wir werden jetzt den mühsamen Gang hinunter auf das normale niveau machen. Leider werden die meisten für die sünden der wenigen mit zahlen. Das schulden anhäufen hat Jahrzehnte gedauert und ich denke es wird auch Jahrzehnte dauern sie abzubauen. noch ist die Masse in Europa überzeugt es wird nicht so schlimm werden , aber vielen ahnt schon was, die stimmung ist gekippt, manche sagen auch die Ruhe vor dem Sturm. Dass schlimme ist man ist hilflos. es hat auch nichts damit zu tun ob man dafür ist oder es sich so wünscht, natürlich nicht, nur augen verschliessen hilft auch nicht.Will nicht wissen wieviel hier in Ru auf Kredit finanziert wurde... nicht nur durch sperbank auch raiffeisen und co... von der überteuerten wohnung (hier wird es 100% ein platzen der Imobilienblase geben) die kreditfinanziert sind bis hin zum Urlaub Auto etc . nicht anders wie bei uns und überall, was im grossen so im Kleinen

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Verfasst: 17 Okt 2011, 22:51
von pippie
Und wenn die internationale Wirtschaft in den Strudel gerät, braucht auch keiner mehr die Mengen an Gas und Öl. Und dann kann schnell das passieren, was WWP hier nicht ausschließt: http://www.de.rian.ru/russia/20111017/260999732.html