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Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 07:40
von Alex KA
Riga gehörte einmal zum russischen Reich, danach zum Sowjetunion, also neue macht in Lettland hat bestimmt Probleme Russisch komplett auszumerzen, egal wie die es hassen..

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 08:44
von klaupe
GIN hat geschrieben:Wer in Riga nicht Russisch spricht ist faktisch Arbeitslos.
Und wer nicht Lettisch spricht, geht nach England oder Skandinavien, um dort wenigstens einen Job zu finden. Die, die die Staatssprache beherrschen bekommen trotzdem noch paar Jobs im Inland, vor allen Dingen in Wirtschaft, Verwaltung und besser bezahlten Berufen. Dass die Hälfte der Rigaer Russisch spricht (aber meist auch Lettisch kann) ist kein Geheimnis. In D-Pis sind es sogar rund 80 % und da muss man "Letten" mit der Lupe suchen.
Ich sehe eher mehr "Russisch" als weniger zum Vergleich 2008. Die Entwicklung veränderte sich ab 2009.
So hat jeder seine Sicht. Allerdings kenne ich mich in und um Riga nicht so gut aus, wie im Landessüden. Da muss ich mich auf veröffentlichte Daten verlassen und davon haben noch nicht sehr viele Ihre Kenntnis. Sie sollten sie aufklären, damit die Angaben korrigiert werden können. Vorerst wäre ich für einen Link mit korrekten Werten dankbar.

Das gilt auch für die Export-/Importdaten. Sicherlich haben Sie dafür einen Link zu einer amtlichen Quelle (darf auch in Russisch oder Lettisch sein.)
Man muss nur die Import und Exportdaten von Lettland anschauen und sieht wie wichtig Weissrussland, die Ukraine und Russland sind. Zuwachs Export 1/5 zum Vergleich 2008. Import Zuwachs 1/4 zum Vergleich 2008.
Ich sehe gerade mal auf die Falschdaten, die ich entdecken kann bei GTAI und Europa auf einen Blick (die Anderen spare ich mir jetzt, wird langweilig immer das Gleiche zu lesen). Es ist erschütternd, welchen Mist die schreiben und z.B. Belarus, Ukraine nicht einmal als Handelspartner erwähnen. Mit Belarus gibt es aber wenigstens einen lebhaften "kleinen Grenzverkehr" mit Millionenumsätzen.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 08:50
von klaupe
Alex KA hat geschrieben:Riga gehörte einmal zum russischen Reich, danach zum Sowjetunion, also neue macht in Lettland hat bestimmt Probleme Russisch komplett auszumerzen, egal wie die es hassen..
Deswegen gab es für ein geplantes Referendum (ich glaube 2011) zur Einführung von Russisch als 2. Amtssprache auch nicht einmal genug Unterschriften, damit es offiziell stattfinden kann.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 11:34
von GIN
klaupe hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:Wer in Riga nicht Russisch spricht ist faktisch Arbeitslos.
Und wer nicht Lettisch spricht, geht nach England oder Skandinavien, um dort wenigstens einen Job zu finden. Die, die die Staatssprache beherrschen bekommen trotzdem noch paar Jobs im Inland, vor allen Dingen in Wirtschaft, Verwaltung und besser bezahlten Berufen. Dass die Hälfte der Rigaer Russisch spricht (aber meist auch Lettisch kann) ist kein Geheimnis. In D-Pis sind es sogar rund 80 % und da muss man "Letten" mit der Lupe suchen.
Ich sehe eher mehr "Russisch" als weniger zum Vergleich 2008. Die Entwicklung veränderte sich ab 2009.
So hat jeder seine Sicht. Allerdings kenne ich mich in und um Riga nicht so gut aus, wie im Landessüden. Da muss ich mich auf veröffentlichte Daten verlassen und davon haben noch nicht sehr viele Ihre Kenntnis. Sie sollten sie aufklären, damit die Angaben korrigiert werden können. Vorerst wäre ich für einen Link mit korrekten Werten dankbar.

Das gilt auch für die Export-/Importdaten. Sicherlich haben Sie dafür einen Link zu einer amtlichen Quelle (darf auch in Russisch oder Lettisch sein.)
Man muss nur die Import und Exportdaten von Lettland anschauen und sieht wie wichtig Weissrussland, die Ukraine und Russland sind. Zuwachs Export 1/5 zum Vergleich 2008. Import Zuwachs 1/4 zum Vergleich 2008.
Ich sehe gerade mal auf die Falschdaten, die ich entdecken kann bei GTAI und Europa auf einen Blick (die Anderen spare ich mir jetzt, wird langweilig immer das Gleiche zu lesen). Es ist erschütternd, welchen Mist die schreiben und z.B. Belarus, Ukraine nicht einmal als Handelspartner erwähnen. Mit Belarus gibt es aber wenigstens einen lebhaften "kleinen Grenzverkehr" mit Millionenumsätzen.
Ich kann Dir nur Firmenbeteiligungen in russischen Sprachschulen empfehlen, hier kannst Du sehr gut Geld verdienen. Auf die Statistiken gebe ich in Lettland nichts, da sie wissentlich gefälscht sind. Man kann als Beweis das Einwohnerregister von Windau anschauen und mal die Stadt durchlaufen. In Lettland wird beschiessen was das Zeug hält.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 12:25
von klaupe
GIN hat geschrieben:Ich kann Dir nur Firmenbeteiligungen in russischen Sprachschulen empfehlen, hier kannst Du sehr gut Geld verdienen. Auf die Statistiken gebe ich in Lettland nichts, da sie wissentlich gefälscht sind. Man kann als Beweis das Einwohnerregister von Windau anschauen und mal die Stadt durchlaufen. In Lettland wird beschiessen was das Zeug hält.
Ich verlasse mich da auf eigene Beobachtungen und Angaben meiner Frau samt ihrem Clan und Freundeskreis. Die sind multilingual mit Schwerpunkt Russisch.
Dazu kommen Zahlen, die man auch im Internet findet.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 18 Mai 2014, 19:25
von GIN
klaupe hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:Ich kann Dir nur Firmenbeteiligungen in russischen Sprachschulen empfehlen, hier kannst Du sehr gut Geld verdienen. Auf die Statistiken gebe ich in Lettland nichts, da sie wissentlich gefälscht sind. Man kann als Beweis das Einwohnerregister von Windau anschauen und mal die Stadt durchlaufen. In Lettland wird beschiessen was das Zeug hält.
Ich verlasse mich da auf eigene Beobachtungen und Angaben meiner Frau samt ihrem Clan und Freundeskreis. Die sind multilingual mit Schwerpunkt Russisch.
Dazu kommen Zahlen, die man auch im Internet findet.
dann wird's wohl nix mit dem Geld. :lol:

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 19 Mai 2014, 12:33
von Dietrich
Hier ein interessantes Interview mit dem Vizegouverneur von Dnepropetrowsk, Boris Filatow:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... essen.html
Die Welt: [...] Inwieweit haben Sie denn Ihre, sagen wir, Autorität benutzt. Sie gelten ja nicht gerade als zimperlich.
Filatow: Ich weiß, wovon Sie sprechen. Natürlich haben wir unsere Autorität genutzt. Wir haben alle Methoden angewandt, die uns zur Verfügung stehen. Anders geht es nicht, wenn man solche Gegner hat.
Die Welt: Was heißt das konkret?
Filatow: Ganz konkret heißt das, dass unsere Unterwelt, oder wie immer Sie das auch nennen wollen, in Dnepropretrowsk eine proukrainische Position hat. Das sind nicht unsere Verbündeten, aber die Interessen sind die gleichen. Niemand hier, nicht einmal die Mafia, will unter dem russischen Stiefel leben. In Donezk und Lugansk sind diese Strukturen hingegen voll auf der Seite der Separatisten.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 19 Mai 2014, 13:03
von klaupe
Dietrich hat geschrieben:Hier ein interessantes Interview mit dem Vizegouverneur von Dnepropetrowsk, Boris Filatow:
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... essen.html
Ja, zimperlich klingt das nicht, aber logisch. Man sollte wirklich das komplette Gespräch lesen, damit keine Missverständnisse aufkommen.
Generell bin ich für gewaltlose Aktionen. Aber wenn eine Seite damit beginnt, mit Gewalt und Waffen den Staat und die Verwaltung zu destabilisieren oder gar zu demontieren, wird die Antwort nicht sehr friedlich aussehen. Immerhin gab es auch in Donezk rechtzeitig vorher eine Aufforderung zur Räumung der öffentlichen Gebäude, sogar mit Amnestieversprechen. Wofür gibt es gesetzlich legitimierte Ordnungskräfte, wenn sie nicht in der Lage sind, Ordnung zu schaffen. Das das nicht nur mit Worten und erhobenem Zeigefinger funktioniert, ist ja wohl logisch. Allerdings muss man spontan reagieren und nicht erst vorher Debatten führen, die internationale Politik befragen und dann Stümper in den Einsatz schicken.

Man muss sich das mal in Deutschland vorstellen, wenn z.B. in der Oberlausitz Pro-Tschechen oder Pro-Polen das Rathaus von Bautzen, Görlitz oder Zittau besetzen, um per Referendum eine Lausitzer Volksrepublik zu installieren mit dem Hintergedanken, diese Region an Polen oder Tschechien anzuschließen. Wie lange würde die Besetzung dauern? Da stünden in Null-Komma-Nichts bewaffnete Polizeikräfte vor der Tür und die GSG9 wäre im Anflug. Mit wenig Phantasie kann man sich das Ergebnis vorstellen -- und auch die bissigen Proteste aus Prag, Warschau und sicher auch Moskau.

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 19 Mai 2014, 14:05
von kamensky

Re: Referendum Donezk

Verfasst: 19 Mai 2014, 14:48
von daveg
Habe heute was schönes auf Facebook gesehen.

Da hat ein Russe (bekannter Oppositioneller) mal die Nachrichten von Gestern auf Rossiya1 gepostet (da kam ein Bericht über Gräueltaten der ukrainischen Nationalgarde im Osten) und dazu parallel ein Video einer Säuberungsaktion der russischen Armee im Kaukasus aus 2012 (war tatsächlich 2012 gem. den Kommentaren auf Youtube, welche soweit zurück gehen), und siehe da - die gezeigten Leichen waren dieselben, die Landschaft dieselbe, ja der ganze Bericht identisch. Nur einmal halt wurden die russ. Soldaten gelobt, welche Terroristen neutralisiert haben und dann eben ukr. Nationalgarde verdammt, welche Unschuldige tötet.

Was soll ich jetzt nur über Rossiya 1 denken??