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Re: Wir wollen keinen Vatersnamen

Verfasst: 10 Sep 2010, 12:08
von Norbert
rb19 hat geschrieben:Ich bin überrascht das ein Schriebs der Deutschen Botschaft benötigt wurde. Bei unserer Tochter wurde ich beim Erstellen der Geburtsurkunde sogar gefragt ob ich als Deutscher einen Vatersnamen für unseren Spatz haben möchte. Hatte eher den Eindruck das ich für einen Vatersnamen hätte kämpfen müssen :)
Wenn Du eine Geburtsanzeige mit Namenserklärung machst, kannst Du den Namen wählen. Wenn Du einfach nur einen Pass ausstellen lässt, dann nicht.

Aber hier ging es doch darum, dass die Eltern in Russland (!) dem Kind keinen Vatersnamen zumuten wollten. Also forderte das russische Standesamt das Schreiben aus der Botschaft.

Re: Wir wollen keinen Vatersnamen

Verfasst: 10 Sep 2010, 12:50
von rb19
Norbert hat geschrieben:
rb19 hat geschrieben: Aber hier ging es doch darum, dass die Eltern in Russland (!) dem Kind keinen Vatersnamen zumuten wollten. Also forderte das russische Standesamt das Schreiben aus der Botschaft.
Ich weiß.... ;) Unsere Tochter ist in Moskau geboren. Das zuständige Standesamt war das auf dem Prospekt Mira, Vatersname haben wir keinen bekommen, sähe auch mit meinem Vornamen reichlich dämlich aus :)

Re: Wir wollen keinen Vatersnamen

Verfasst: 10 Sep 2010, 13:02
von Norbert
Interessant. Denn eigentlich ist das ein Gesetzesverstoß, denn nach russischem Namensrecht hat das Kind Anspruch (!) auf einen Vatersnamen. Vielleicht legen sie es so aus, dass man als Rechtsvertreter des Kindes von diesem Anspruch zurücktreten kann.

Wird aus Ives eigentlich ein Ивович oder ein Ивесович? Oder gar ein Ивич? :lol:

Re: Wir wollen keinen Vatersnamen

Verfasst: 10 Sep 2010, 13:34
von rb19
Ich war ehrlichgesagt auch überrascht, da ich hier im Forum andere Dinge gelesen hatte. Hatte mich schon auf ein verbales Gefecht mit dem Standesamtsschlachtross eingestimmt.... Ich habe den Antrag ohne Vatersnamen, den sie ausgefüllt hatte unterschrieben und 10 min später war die Urkunde fertig. Es steht auch kein нет an der Vatersnamenstelle sondern das Feld ist einfach offen gelassen.

Lustige Probleme gab es nur bei der Übersetzung meines Passes. Laut erster beglaubigter Übersetzung der Seite mit den Kindern aus meinem Pass bin ich stolzer Vater des Kindes "кеине Еинтрагунг", sowie später bei der Passbeantragung in der Deutschen Botschaft wo aus Емма eine Èmma (gesprochen Ämma) werden sollte.