bauplan hat geschrieben:Weil ohne Rohstoffe kein Aufschwung.
Weil dann alle Rohstoffe brauchen.
Weil Russland die überdimensional viel hat.
Ein überdimensionaler Aufschwung, der also Russland auf ein Level führt, das höher als vor dem Abschwung ist, bedarf entweder
- höheren Gaspreisen bei gleicher Verkaufmenge oder
- höherer Verkaufmenge bei Vorkrisenpreisen. (Oder natürlich beides!)
Wenn Russland also keine neuen Kunden findet (wer sollte das sein?), dann müssen sie also an der Preisschraube drehen. Und damit würgen sie dann den Aufschwung der anderen wieder ab, und damit auch den eigenen.
Also mal ein Beispiel: (z.B. Gas, 1 anderes Land)
Vor der Krise: Gaspreis 100 Euro, Bezogene Menge des anderen Landes: 100 Einheiten.
Vor der Krise bekam RU also jedes Jahr 100*100=10.000 Geldeinheiten.
Krise: Dauer 2 Jahre. Jedes Jahr 20% fallende Wirtschaftskraft des anderen Landes und auch 20% Verfall des Gaspreises.
Im 1. jahr der Krise: Gaspreis 80. verkaufte Menge: 80. 80*80 = 6400 Geld.
==> Russland bekommt 3600 Geld weniger, also "wirkt" die Krise nicht mit 20% sondern mit 36%
Im 2. Jahr der Krise: Gaspreis 64. Menge: 64. 64*64 = 4096.
==> Russland bekommt nochmal 2304 Geld weniger, also Wirkung nochmal 36%.
Es ist also klar, dass Russland die Krise durch die Kombination von fallendem Preis und fallender Verkaufsmenge besonders hart trifft....
Geht es jetzt wieder bergauf, so muss der Preis UND die Menge gleichschnell steigen, damit Russland gemeinsam mit dem anderen Land wieder bei seinen vorherigen Werten ist, also der Aufschwung GENAUSO SCHNELL ist wie bei seinem Partner.
Wie würde man jetzt einen überdimensionalen Aufschwung begründen bzw. in diesem Beispiel berechnen?