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Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 23 Dez 2012, 22:11
von manuchka
Axel Henrich hat geschrieben:Insofern ist fuer mich wichtig wem man schon geholfen hat, nicht wem man (noch) nicht helfen konnte, sonst gehst du kaputt.
Das stimmt, da hast du recht. Die Welt retten kann man als Einzelner nicht.

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 23 Dez 2012, 23:42
von Cookie
[youtube]KWg1b_uy6_k[/youtube]
Ab 6 minute wird es interessant

falls jemand Pavel Astahov nicht kennt
http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D1% ... 0%B8%D1%87

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 27 Dez 2012, 22:18
von GIN
Die Russen sollten sich lieber die Frage stellen wieso zehntausende Kinder nicht eine russische Familie finden und er hätte die Fragen beantworten können wie viele russische Familien US- Kinder pro Jahr aufnehmen.

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 11:25
von Andy
Da jubeln jetzt wahrscheinlich russische Zuhälter und Pädophile. Deren Nachschub ist ja dann mal wieder gesichert mit dem Adoptionsverbot. Einfach nur ekelhaft, die Politiker dieses Landes.

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 13:56
von Axel Henrich
Andy hat geschrieben:jubeln jetzt wahrscheinlich russische Zuhälter und Pädophile. Deren Nachschub ist ja dann mal wieder gesichert mit dem Adoptionsverbot.
Also ich bin grundsaetzlich und absolut fuer Meinungsfreiheit, aber bei manchen Aussagen wird diese Ueberzeugung auf eine harte Probe gestellt ... :evil:

Du beziehst dich ja sicher auf die Aussagen von Астахов, oder? Zahlen und Statistiken sind ja immer so ne Sache (sagt er ja auch selber - Link von Cookie), aber hast du dem von Ihm gesagten auch irgendwas substanzielles entgegen zu setzen? Ich fand ihn, u.a. weil ueberwiegend frei gesprochen, eigentlich ueberzeugend und auch die Zahlen nehmen ja eigentlich die Emotionen aus dem Thema. Auch der finanzielle Aufwand entspricht im Verhaeltniss dem hier in DE, btw auch die Bemerkung von Астахов, dass eine Familie im Prinzip nicht immer so viel Geld zur Verfuegung hat, wie der Staat investiert. Entspricht definitiv auch den Bedingungen in DE, wo das Geld allerdings effektiver umgesetzt wird. In DE erhalten Heimkinder auch Taschengeld, welches Sie auch ansparen koennen, Finanztechnisch sind Sie dadurch (auch optisch, durch Klamotten z.B.) z.T. besser gestellt, als "normale" Familien ...

Das einzige was mich spontan nicht so ueberzeugt hat, waren die Einlassungen zum Geld verdienen in der "Branche" ... Er arbeitet ja sicher auch nicht за так. Wenn Jemand bereit ist eine Summe zu zahlen, ist nicht immer und Grundsaetzlich dem Nehmenden ein Vorwurf zu machen ... Angebot ... Nachfrage ..., ergo auch die Zahlenden versauen die Preise ...
Wobei hier auch oft Emotionen eine Rolle spielen. Ich weiss nicht, ob du Kinder hast, oder schonmal Pflegekinder genommen hast. Fakt ist IMHO, wenn du eine Anfrage bekommst und rein von der Schilderung auf dem Papier entscheiden musst, ist es oft ziemlich einfach abzusagen, weil dir eine Aufgabe vermeintlich zu schwer/zu aufwenig erscheint. Sobald du persoenlich Kontakt mit der Krabbe hattest, sieht die Sache vollkommen anders aus ...

Und wenn die Zahlen stimmen die Астахов genannt нат, dann ist das Verhaeltniss von "Behindertenadaptionen" - 40 <--> 180 auf 1000 - doch nicht so schlecht ... und wenn die Ideen zur Unterstuetzung von Adoptionswilligen Familien umgesetzt wuerden, koennte man tatsaechlich auf Hilfe aus dem Ausland verzichten ...

-ah-

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 14:40
von Andy
Axel, ich werde jetzt nicht mit Statistiken kommen, hatte jedoch in der Vergangenheit mit dieser Problematik in Russland zu tun. Das Problem in den Kinderheimen ist immer und überall vielschichtig und komplex. Ein besonderes Problem hier ist die Vernachlässigung in Heimen, die oft zu Defiziten in der Entwicklung führt. Wenn die Jugendlichen dann aus dem Heim "entlassen" werden, fehlt ihnen familiärer Halt und Orientierung. Die Folgen sind klar, vor allem in einem Land wie Russland.

Ein anderes Problem ist die mangelnde Aufsicht in den Heimen. Auch wenn der Staat inzwischen brauchbare materielle Hilfe gibt, mit Geld allein ist es nicht getan. Die Mädchen und Jungen sind ab etwa 14 Jahren massiven Verführungen durch Zuhälter und Pädophile ausgesetzt und es sind da keine Eltern und Familien, die das genau beobachten und einschreiten können. Auch dieses Problem gibt es überall und vor allem in armen Ländern. Aber hier ist es besonders schlimm.

Und es ist doch klar, daß man sich mit dem Thema jetzt nur intensiv auseinandersetzt, weil man den Amis eins auswischen möchte. Ich schwöre Dir, trotz aller Probleme und Tragödien in den USA sind die Chancen auf eine gute Zukunft durch Adoption in den USA besser als in russischen Heimen. Und anscheinend ist es ja nur ein Wunschtraum, dass alle Heimkinder hier von russischen Familien adopotiert werden ......

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 14:55
von domizil
... mal eine etwas unwissende Frage - ich kenne mich in dieser Thematik überhaupt nicht aus.
Warum wollen Amerikaner überhaupt Kinder in Russland (oder auch anderen Ländern) adoptieren? Gibt es in Amerika nicht genügend elternlose Kinder oder ist die amerikanische Gesetzgebung zur Adoption amerikanischer Kinder so streng, das sich adoptionswillige Eltern in anderen Ländern umschauen?
Ich habe mal einige Filme im deutschen TV gesehen (Spielfilme), aus denen hervorging, dass in Deutschland die Anforderungen zur Adoption sehr hoch sind und deshalb viele davor kapitulieren ... Vielleicht setzt mich mal ein Wissender etwas ins Bild?
Uwe Niemeier
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 16:11
von Axel Henrich
Andy hat geschrieben:Axel, ich werde jetzt nicht mit Statistiken kommen ...
Hm, aber Zahlen sind schon auch ueberzeugend ... vor allem wenn man Астахов widersprechen moechte ...
Andy hat geschrieben:Ein besonderes Problem hier ist die Vernachlässigung in Heimen, die oft zu Defiziten in der Entwicklung führt. Wenn die Jugendlichen dann aus dem Heim "entlassen" werden, fehlt ihnen familiärer Halt und Orientierung.
Naja letzteres ist ja bedingt, wird aber z.T. aus der Beziehung zum Erzieher/Paedagogen (aka "Elternteil") kompensiert, die Betreuung hoert ja nicht automatisch mit der Entlassung ins Berufsleben auf ... und fuer die Haerten des Lebens sind Heimkinder vlt. sogar besser geruestet - wenn man es denn mal so nennen moechte, als die wirklich Wohlumsorgten. ;) Klar ist es was anderes und es gibt in den Heimen auch genug Probleme:
http://newsland.com/news/detail/id/1029713/
В Кемерово от голода умерли 27 воспитанников интерната
В Кемеровской области, в городе Мыски осуждётн директор местного интерната для умственно отсталых детей Игорь Скуратов. В течение трёх лет в учреждении скончались 27 воспитанников. Обвиняемый получил два года и шесть месяцев условно за превышение должностных полномочий.

"Суд выяснил, что занимая пост директора дома-интерната для умственно отсталых детей и будучи должностным лицом, он совершил действия, явно выходящие за пределы полномочий и противоречащие целям и задачам учреждения. Что неизбежно повлекло за собой существенные нарушения прав и законных интересов граждан", - цитирует "Интерфакс" источник в суде.

В ходе расследования выяснилось, что Скуратов тратил деньги детей не только на их собственные нужды, но и на вещи для учреждения. Так среди прочего был приобретён диван, утюги, стиральные и швейные машины, и другое имущество для интерната. При этом бывший директор даже предоставил документы, согласно которым дети сами якобы жертвовали средства. Однако следствие скептически отнеслось к данному
заявлению.
-ah-

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 28 Dez 2012, 16:16
von Axel Henrich
Freispruch im Todesfall Sergej Magnitski
Mehr als drei Jahre nach dem Tod von Anwalt Sergej Magnitski in einer Moskauer U-Haftanstalt hat ein Bezirksgericht der russischen Hauptstadt den ehemaligen Vizechef des Gefängnisses „Butyrka“, Dmitri Kratow, vom Vorwurf der Fahrlässigkeit mit Todesfolge freigesprochen.
Zudem saß Ärztin Larissa Litwinowa auf der Anklagebank. Das Verfahren gegen sie wurde jedoch bereits im Frühjahr wegen Verjährung eingestellt.
... :? :shock:

-ah-

Re: „Fall Magnitski“ weitet sich aus!

Verfasst: 29 Dez 2012, 02:52
von Cookie
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... tionskrieg
das ZDF setzt noch einen drauf. Jetzt behauptet Gelinek die Amis durften nur Behinderte Kinder adoptieren.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... Adoptionen
Man beachte nur wie gut man mit Bildern arbeiten kann