Re: Freie Presse in Rusland
Verfasst: 03 Feb 2014, 16:36
In den neunziger Jahren gab es viele derartige kritische Diskussionen in Russland um den zweiten Weltkrieg. Es gab auch die Diskussion, ob eine Aufgabe Leningrads fuer das Volk besser gewesen waere. Unter dem ach so boesen Jelzin gab es halt kritische, provokative, interessante Diskussionen, in der viele verschiedene Standpunkte vertreten und aufgearbeitet wurden. Heute gibt es diese Diskussionen kaum mehr. Teils weil sie ausdiskutiert wurden, teils weil sie unterdrueckt werden. Kritische Anmerkungen zur Kriegsfuehrung unter Stalin is oeffentlich verpoent - es gilt eher wieder das Heldenpostulat.
Was Leningrad angeht, so weit ich mich erinnere, hat sich die Meinung durchgesetzt, dass die Fuehrung die Stadt nicht aufgab, weil sie sich eine derartig lange Blockade nicht vorstellen konnte. Es wurde ja auch mit allen Mitteln und vielen Opfern gegen die Blockade gekaempft. Hellseher gab es damals ja nur einen in Berlin, und der lag kräftig daneben. Insofern ist die Fragestellung von Kanal doshd provokant und interessant für Historiker, aber im allgemeinen absurd.
Was Leningrad angeht, so weit ich mich erinnere, hat sich die Meinung durchgesetzt, dass die Fuehrung die Stadt nicht aufgab, weil sie sich eine derartig lange Blockade nicht vorstellen konnte. Es wurde ja auch mit allen Mitteln und vielen Opfern gegen die Blockade gekaempft. Hellseher gab es damals ja nur einen in Berlin, und der lag kräftig daneben. Insofern ist die Fragestellung von Kanal doshd provokant und interessant für Historiker, aber im allgemeinen absurd.
