Seite 4 von 17
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 20 Mär 2014, 23:11
von Natascha45
Berlino,
das Frage ich mich schon seit Tagen, denn jeder der russisch kann hört die Ausrufe auch zum Mord an Deutschen schon seit 2 Wochen in Liveberichterstattungen. Können unsere Moderatoren nur so lausig russisch wenn sie aktuell berichten oder ist ihnen verboten dies auch zu übersetzen????
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 06:52
von Norbert
Dietrich hat geschrieben:Mich hat dieser Akt von Zensur auch ziemlich überrascht, denn der Beweggrund, hier Ausschnitte aus Hitlers Rede zu bringen war ja wohl eindeutig und hatte NICHTS damit zu tun, dass man diese Rede "weiterverbreiten" oder auch nur in irgendeiner Art positiv bewerten wollte.
Aus Gründen des Foren-Friedens könnte man auch einfach alle anderen Meinungen löschen, die nicht ins eigene Denkmuster passen. Das ist nicht gegen dich Norbert, nur wäre das für mich die logische Folge.
Dietrich, GIN, Ihr könnt mir glauben, dass mir die Löschung nicht leicht gefallen ist. Wie ihr wisst, greife ich sehr selten inhaltlich in Diskussionen ein. Ich habe auch bewusst bei der Löschung einen Hinweis belassen, wonach man suchen muss, wenn man der Argumentation von Gunnar folgen will.
Ich denke wir sind hier alle persönlich betroffen, deswegen kochen die Emotionen so hoch. Ich schlafe seit Tagen schlecht, weil ich sehe wie diese Situation tiefe Gräben im näheren familiären Umfeld zieht. Aus diesem Grund habe ich der Bitte eines verdienten Forumsmitglieds entsprochen und Zitate von Hitler gelöscht. Und ich stehe dazu, dass Hitler-Zitate im Forum wirklich nicht nötig sind. Wohlgemerkt habe ich die dazugehörende Meinung NICHT gelöscht. Und ich habe die Löschung transparent gezeigt und markiert.
Berlino, diese Rolle, auf beiden Seiten alles erklären zu wollen/müssen, kommt mir sehr bekannt vor.
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 13:35
von Natascha45
Norbert hat geschrieben:...Berlino, diese Rolle, auf beiden Seiten alles erklären zu wollen/müssen, kommt mir sehr bekannt vor.
Ich habe das schon fast aufgegeben und empfehle so manchem Deutschen das Buch "Fettnäpfchenführer Russland: Was sucht der Hering unterm Pelzmantel?"
http://www.russian-online.net/fettnaepf ... ssland.php
Habe selten so herzhaft gelacht bei einem Buch aber so begreifen auch die eingefahrensten Deutschen die unterschiedlichen denk und Handlungsweisen.
Das Problem bei meinem Volk ist, eigentlich wollen sie ihre Vorurteile nur bestätigt sehen und weiter nichts.
Ich - schon in 11ter Generation lückenlos Nachweisbar Deutsche kann leider wenig gutes an meinem Volk ausmachen. Egogetrieben und der Untertanenmentalität ergeben ist für mich die beste Beschreibung über mein eigenes Volk.
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:10
von Gunnar
Natascha45 hat geschrieben:Norbert hat geschrieben:...Berlino, diese Rolle, auf beiden Seiten alles erklären zu wollen/müssen, kommt mir sehr bekannt vor.
Ich habe das schon fast aufgegeben und empfehle so manchem Deutschen das Buch "Fettnäpfchenführer Russland: Was sucht der Hering unterm Pelzmantel?"
http://www.russian-online.net/fettnaepf ... ssland.php
Habe selten so herzhaft gelacht bei einem Buch aber so begreifen auch die eingefahrensten Deutschen die unterschiedlichen denk und Handlungsweisen.
Das Problem bei meinem Volk ist, eigentlich wollen sie ihre Vorurteile nur bestätigt sehen und weiter nichts.
Ich - schon in 11ter Generation lückenlos Nachweisbar Deutsche kann leider wenig gutes an meinem Volk ausmachen. Egogetrieben und der Untertanenmentalität ergeben ist für mich die beste Beschreibung über mein eigenes Volk.
Schon mal über einen Wechsel der Staatsbürgerschaft nachgedacht?

Mal im Ernst, Du selbst bestätigst hier eines der archetypischen Verhaltensmustern von uns Deutschen: Die Lustvolle Selbstzerfleischung. Während in Russland die Bürger das komplette diplomatische Versagen ihrer Regierung auf der Krim mit Rossia-Rossia Sprechchören feiern, als wäre die WM im Biathlon gewonnen, halten wir uns Vorträge darüber, wie peinlich das Verhalten des Westens sei, eine eigene Meinung in der Angelegenheit zu haben, die sich nicht mit dem Herrschaftsverständnis der russischen Führung deckt. Nur weiter so!
Nicht nur die Konfliktführung und -lösung ist hier (gottlob) asymmetrisch sondern auch die Selbstbetrachtung. Ich rege mal die Fantasie an, was los gewesen wäre, wenn bei den Freitagsdemos 1989 Westdeutschland mal kurzerhand Panzer nach Leipzig und Ostberlin gefahren hätte, zum propyhlaktischen Schutz der Deutschen (und der Deutschenanteil in der DDR war sicher noch etwas größer als der Russenanteil auf der Krim) vor einer real möglichen Agression durch die Besatzungsmacht und im Westen hätte man auch noch wie nach einem Fußballspiel Deutschland Deutschland gegrölt. UNVORSTELLBAR!
Deswegen fand ich gestern auch mal wieder den russischen Botaschafter bei Maybritt Illner mehr als dürftig. Er ist nun jahrlang in D stationiert und ist nicht in der Lage, die Psychologie des Westens aufzugreifen, daran anzuknüpfen und die Botschaft der russischen Staatsführung so zu vermitteln, dass sie verstanden werden kann (genau das ist ja der Jpb des Botschafters). Was für ein Aufathmen würde es sein, wenn er sich beispielsweise hingestellt hätte und klar und nüchtern gesagt hätte: Die Intervention auf der Krim war und ist aus politischen Gründen für Russland alternativlos, dass das Volk daraus allerdings eine offensichtlich langersehnte Revanche gegen den Westen macht, war oder ist weder beabsichtig noch wird dieses Verhalten von der Regierung begrüßt. Zack, hätte man ein gewisses Verständnis. Aber nein, er fabuliert davon, der Westen solle seine Gemüter abkühlen, während das Volk zu einem Taumel angestachtel wurde und wird, der einen (siehe auch Norberts Erfahrungen vom russischen Dorf) erschrecken lässt.
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:36
von Gunnar
"Allein auf breiter Spur"
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 57384.html
Wenn die von der FAZ dargestellten offiziellen Reaktionen der Parteien auf das Wahlverhalten von Ilja Ponomarjow zutreffen (das wird sicher Nikolaus als Experte und Freund des wortgetreuen Abgleichens von Originalzitaten (mit Ausnahme solcher von AH) sofort überprüfen), dann belegt das um ein Weiteres den bereits erreichten Zerfall der Demokratischen Ansätze des Landes.
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:41
von Gunnar
Im Ukraine-Konflikt hat Russlands Parlamentschef Sergej Naryschkin dem Westen „grobe Einmischung“ in die inneren Belange der früheren Sowjetrepublik vorgeworfen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 56976.html
Das nennt man im Klartext:
Revisionismus
siehe Wikipedia:
Der Begriff Revisionismus (lat. revidēre „wieder hinsehen“) bezeichnet Versuche, eine als allgemein anerkannt geltende historische, politische oder wissenschaftliche Erkenntnis und Position nochmals zu überprüfen, in Frage zu stellen, neu zu bewerten oder umzudeuten..
http://de.wikipedia.org/wiki/Revisionismus
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:44
von Berlino10
nationalsozialistische Muster

Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:45
von Norbert
Dieser Abgeordnete ist ja aus Nowosibirsk und bewirbt sich dieser Tage für den Posten des Bürgermeisters. Die Kommentare unter dem Artikel auf dem lokalen Nachrichtenportal sind interessant vielfältig:
http://news.ngs.ru/more/1735748/
Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:49
von Berlino10
Hier ist ein Fred über nationalsozialistische Argumentationsmuster im Ukraine-Konflikt.
Da gehören für mich nationalsozialistische Bedrohungen rein.
Anderswo kann man Russisches Verhalten analysieren.
Unter dieser Überschrift ist es Polemik.
ARD
Abgeordneter von ukrainischer Regierungspartei ehrt Waffen-SS
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... ne365.html

Re: nationalsozialistische Argumentationsmuster?
Verfasst: 21 Mär 2014, 15:54
von Gunnar
Leider gehört Geschichtsrevisionismus schon in diesen Dunstkreis. Wieviele Geschichtsrevisionen haben wir in den letzten 70 Jahren mit diesen Argumentationsstrukturen (Die heilige gemeinsame Geschichte, die heilige Erde, die schutzbedürftigen Volksgenossen, die Verletzung des nationalen Stolzes etc etc) erlebt?
Und das Kaltstellen von Abweichlern unter Abgeordneten? Naja, war und ist sicher in vielen Autokratien gang und gäbe, aber eben leider auch bei den Nazionalsozialisten