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Re: Lichtblick China?

Verfasst: 19 Mai 2014, 22:02
von GIN
"Ausland völlig egal, After sales usw. " Dann bitte erklären Sie mir, weshalb 1. Auslandvertretungen Verkauf, Reperatur, Service für LKW Marke HONGYAN, PW Marken BYD, Great Wall, Qoros usw. ausserhalb, also in anderen asiatischen Staaten und auch in RU anzutreffen sind? Und simpel was ist mit den Smartphones, USB Sticks und weiterer Zubehör von HUAWEI? Sorry, auch ich bin sehr oft in China unterwegs und spreche auch mit Geschäftsleuten.[/quote]

Es gibt riesige Unterschiede zwischen KOnsumgütern und Investitionsgütern auch sind Marken und Ursprungszeugnisse nicht die gleiche Geschichte. So sind die Maschinen der chinesischen Marke X in Europa Made in Taiwan und die Maschinen der Marke X in Russland Made in China. DIe gleiche Marke X verkauft die Maschinen in China mit Made in..... Marken sind nicht Anhaltspunkt einer Herstellungsregion, Ursprungszeugnisse auch nicht. Die Zollager im Baltikum. HK usw haben einen Grund.

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 19 Mai 2014, 22:44
von kamensky
GIN hat geschrieben:"Ausland völlig egal, After sales usw. " Dann bitte erklären Sie mir, weshalb 1. Auslandvertretungen Verkauf, Reperatur, Service für LKW Marke HONGYAN, PW Marken BYD, Great Wall, Qoros usw. ausserhalb, also in anderen asiatischen Staaten und auch in RU anzutreffen sind? Und simpel was ist mit den Smartphones, USB Sticks und weiterer Zubehör von HUAWEI? Sorry, auch ich bin sehr oft in China unterwegs und spreche auch mit Geschäftsleuten.
Es gibt riesige Unterschiede zwischen KOnsumgütern und Investitionsgütern auch sind Marken und Ursprungszeugnisse nicht die gleiche Geschichte. So sind die Maschinen der chinesischen Marke X in Europa Made in Taiwan und die Maschinen der Marke X in Russland Made in China. DIe gleiche Marke X verkauft die Maschinen in China mit Made in..... Marken sind nicht Anhaltspunkt einer Herstellungsregion, Ursprungszeugnisse auch nicht. Die Zollager im Baltikum. HK usw haben einen Grund.[/quote]

Das bestreitet wahrscheinlich auch niemand. Der Grund weshalb die eine Maschine X Made in China und andererseits wieder Made in Taiwan sind liegen bei den unterschiedlichen Handelsabkommen zwischen Staaten. Dies heisst aber grundsätzlich nicht, dass wie Sie erwähnt haben,, der chinesische Markt sich NUR auf den Inlandmarkt konzentriert, denn irgendwann (bei einer solchen Menschenmenge dauert es um einiges länger) ist der Markt einmal teilweise (vollkommen sicherlich nie) gesättigt. Also kompensiert der Export (sprich die sich im Ausland befindende Kundschaft) diesen Anteil. Keine international tätige Industrie investiert NUR in den Inlandmarkt, sondern konzentriert sich auf alternative Märkte. Alles andere wäre ja paradox, wenn nicht gar pervers. Und zudem mit dem "Made in": Klassische Beispiele findet man am verbreitetsten in der Klamottenbranche. Bsp. Ca. 65% der auf dem europäischen Markt erhältlichen Lederjacken, Mäntel, Hosen, Jupes usw. werden in der Türkei gefertigt (Egal ob Eigentümer ausländische Unternehmung ist, oder nicht) Diese vorgenannten (und vorgefertigten) Lederbekleidungsstücke finden sehr oft den Weg in die (Nord)italienischen Modemetropole, wo ihnen noch den letzten "Schliff" Fertigung angefügt wird (Bspw. Knöpfe, Reiss- und, oder Klettverschlüsse) und natürlich stammt danach das verkaufsfertige Produkt (Land der Endfertigung ist massgebend) aus "Made in Italia"! Als ich bei Swissair arbeitet, kamen bspw. 2x wöchentlich eine AN-124 Vollfrachter gechatert von Air India. Frachtgut bestand unter anderem sehr oft aus vorgefertigten Schuhen aus Indien (jedoch nur der Oberteil) welche zum Weiterversand und zur Endfertigung in verschiedene Ostblockstaaten spediert wurden, wo diesen dann noch die Sohlen angenäht, angeklebt wurden. Dieselben Halbfabrikate kamen dann erneut via den HUB Zürich und zur Weiterverteilung nach Italien, Spanien Frankreich usw. Die Deklaration auf den Frachtbriefen lautete dann jedoch auf den jeweiligen Staat, wo die Produkte zum Verkauf gelangten.

Anm: Wen Sie nun glauben, dass alle Jura-Geräte "Made in Switzerland" sind, na dann aber OHO und Saeco lässt grüssen.

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:03
von klaupe
GIN hat geschrieben:Also darfst Du auch nicht über Demokratie reden.
Aha, wieder mal ein Maulkorberlass?
Es wirkt aus meiner schweizerischen Sichtweise (übrigens teilen das viele in der Schweiz)
einfach nur lächerlich wenn Franzosen oder Deutsche die ihr System gut finden irgendwelche Ratschläge über Demokratie nach Russland bringen
Ratschläge sind keine Befehle.
Aber sicherlich begrüßen die Schweizer die Volksbefragungskultur, wie sie auf der Krim oder in der Ostukraine so vorbildlich praktiziert werden.

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:16
von kamensky
GIN hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:KLaupe kurze Frage: Bist Du für Volksabstimmung auf jeder Ebene oder nicht?
Nicht auf jeder Ebene.
Also darfst Du auch nicht über Demokratie reden. Es wirkt aus meiner schweizerischen Sichtweise (übrigens teilen das viele in der Schweiz) einfach nur lächerlich wenn Franzosen oder Deutsche die ihr System gut finden irgendwelche Ratschläge über Demokratie nach Russland bringen
Läk mir, jetzt schüüst dä "Beppi" mit sinerä "Läckerlikanonä" i udemokratischer Art und Wis! ;) :lol:

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:30
von GIN
@ kamynski

ich habe nicht geschrieben das die chinesischen Produzenten sich auf das Inland konzentrieren sondern die Chinesen keinerlei Interesse haben irgendwelcher Grossmachtsphantasie in Russland nachzugehen und nur preisliche Händler sind.

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:34
von GIN
Läk mir, jetzt schüüst dä "Beppi" mit sinerä "Läckerlikanonä" i udemokratischer Art und Wis! ;) :lol:[/quote]

Merci fürs Ääli du Storzenääri

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:35
von kamensky
klaupe hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:Also darfst Du auch nicht über Demokratie reden.
Aha, wieder mal ein Maulkorberlass?
Es wirkt aus meiner schweizerischen Sichtweise (übrigens teilen das viele in der Schweiz)
einfach nur lächerlich wenn Franzosen oder Deutsche die ihr System gut finden irgendwelche Ratschläge über Demokratie nach Russland bringen
Ratschläge sind keine Befehle.
Aber sicherlich begrüßen die Schweizer die Volksbefragungskultur, wie sie auf der Krim oder in der Ostukraine so vorbildlich praktiziert werden.
Auf jedenfall, denn weder Putin noch seine ganze politische Kaste hat weder eine Ahnung von einem Referendum, geschweige denn von Demokratie.

"In der Demokratie gilt, dass alle politischen Entscheidungen dem Willen der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger entsprechen müssen. Eine wirkliche Garantie ist damit aber noch nicht gegeben. Deshalb muss es im Zweifelsfall möglich sein festzustellen, ob die politischen Entscheidungen tatsächlich von einer Mehrheit in der Bevölkerung getragen wird. Dazu hat das Volk das Referendumsrecht. Gibt es bei einer festgesetzten Mindestzahl von Bürgerinnen und Bürgern Zweifel, ob eine Entscheidung der politischen Vertreter tatsächlich dem mehrheitlichen Willen des Volkes entspricht, dann kann über den Beschluss der politischen Vertreter eine Volksabstimmung abgehalten werden. Damit das möglich ist, treten deren Beschlüsse nicht unmittelbar in Kraft, sondern erst nach einer festgelegten Frist, innerhalb der die Bürgerinnen und Bürger mit einer Unterschriftensammlung die Berechtigung zum Referendum erwirken können."

Krim Referendum zu 100% unzulässig: Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, dass sind all jene, welche mit einem ukrainischen Pass ausgestattet sind im Inland, wie auch im Ausland (es wurden jedoch nur die auf der Krim lebende Bevölkerung gefragt) Und was hatten der Rest der Ukrainer zu entscheiden? Nothing!

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 00:45
von GIN
kamensky hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:Also darfst Du auch nicht über Demokratie reden.
Aha, wieder mal ein Maulkorberlass?
Es wirkt aus meiner schweizerischen Sichtweise (übrigens teilen das viele in der Schweiz)
einfach nur lächerlich wenn Franzosen oder Deutsche die ihr System gut finden irgendwelche Ratschläge über Demokratie nach Russland bringen
Ratschläge sind keine Befehle.
Aber sicherlich begrüßen die Schweizer die Volksbefragungskultur, wie sie auf der Krim oder in der Ostukraine so vorbildlich praktiziert werden.
Auf jedenfall, denn weder Putin noch seine ganze politische Kaste hat weder eine Ahnung von einem Referendum, geschweige denn von Demokratie.

"In der Demokratie gilt, dass alle politischen Entscheidungen dem Willen der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger entsprechen müssen. Eine wirkliche Garantie ist damit aber noch nicht gegeben. Deshalb muss es im Zweifelsfall möglich sein festzustellen, ob die politischen Entscheidungen tatsächlich von einer Mehrheit in der Bevölkerung getragen wird. Dazu hat das Volk das Referendumsrecht. Gibt es bei einer festgesetzten Mindestzahl von Bürgerinnen und Bürgern Zweifel, ob eine Entscheidung der politischen Vertreter tatsächlich dem mehrheitlichen Willen des Volkes entspricht, dann kann über den Beschluss der politischen Vertreter eine Volksabstimmung abgehalten werden. Damit das möglich ist, treten deren Beschlüsse nicht unmittelbar in Kraft, sondern erst nach einer festgelegten Frist, innerhalb der die Bürgerinnen und Bürger mit einer Unterschriftensammlung die Berechtigung zum Referendum erwirken können."

Krim Referendum zu 100% unzulässig: Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, dass sind all jene, welche mit einem ukrainischen Pass ausgestattet sind im Inland, wie auch im Ausland (es wurden jedoch nur die auf der Krim lebende Bevölkerung gefragt) Und was hatten der Rest der Ukrainer zu entscheiden? Nothing!
Deine Unzulässigkeit wird nicht durch das Rechtsgutachten des inernationalen Gerichtshofs zum Kosovo gedeckt. Solltest das Urteil einmal durchlesen und somit nicht internationale Rechtslehre. Es bedarf nicht einer Teilnahme des ganzen Landes, kann man schön in dem Rechtsgutachten lesen. Du darfst nicht den Fall Jura in der Schweiz mit der Krim vergleichen. Jura war vor und Krim nach diesem wichtigen ersten Rechtsgutachten zu Unabhängigkeitsrklärungen von Regionen.

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 02:07
von klaupe
kamensky hat geschrieben:Auf jedenfall, denn weder Putin noch seine ganze politische Kaste hat weder eine Ahnung von einem Referendum, geschweige denn von Demokratie.
Sagen wir mal so, die haben eigene Vorstellungen, die sich mit den allgemein verbreiteten Auffassungen nicht decken
"In der Demokratie gilt, dass alle politischen Entscheidungen dem Willen der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger entsprechen müssen. Eine wirkliche Garantie ist damit aber noch nicht gegeben. Deshalb muss es im Zweifelsfall möglich sein festzustellen, ob die politischen Entscheidungen tatsächlich von einer Mehrheit in der Bevölkerung getragen wird. Dazu hat das Volk das Referendumsrecht. Gibt es bei einer festgesetzten Mindestzahl von Bürgerinnen und Bürgern Zweifel, ob eine Entscheidung der politischen Vertreter tatsächlich dem mehrheitlichen Willen des Volkes entspricht, dann kann über den Beschluss der politischen Vertreter eine Volksabstimmung abgehalten werden. Damit das möglich ist, treten deren Beschlüsse nicht unmittelbar in Kraft, sondern erst nach einer festgelegten Frist, innerhalb der die Bürgerinnen und Bürger mit einer Unterschriftensammlung die Berechtigung zum Referendum erwirken können."
Ist Ja auch richtig so und wird auch in Deutschland praktiziert, was vermutlich in das Bewusstsein der Schweizern noch nicht vorgedrungen ist. Hier betrifft es aber in der Regel regionale anliegen, die dann jeweils durch Landes-/Kommunalgesetze gedeckt sind. Für bundesweite Entscheidungen bietet sich die Wahl an. Da kann man ja die Favoriten wählen, die den Volkswillen überregional umsetzen. Hier nennt man das Demokratie.
In der Ukraine wird das in der Verfassung geregelt, allerdings wären bei Gebietsänderungen eine Mehrheit erforderlich, die über die Halbinsel hinaus geht.
Eine "Befreiung" der Krim wäre nicht unmöglich, aber vermutlich langwierig und eventuell aussichtslos.
Kritisiert wird ja auch mehr das obskure Verfahren und die ausländische Einflussnahme. Wäre das Referendum geordnet und möglichst mit internationalen und neutralen Beobachtern abgelaufen. Hätten das vermutlich sogar China, Kasachstan, Belarus usw. akzeptiert, vielleicht sogar etliche Wessis.
Und was hatten der Rest der Ukrainer zu entscheiden? Nothing!
Ich würde nicht darauf bestehen, dass alle Ukrainer einverstanden sind oder wenigstens deren Mehrheit.
Würde sich im Westen jemand aufregen, wenn die Tibeter sich per Referendum von China trennen? Würde das nur akzeptiert werden, wenn die Mehrheit aller Chinesen zustimmt?

Re: Lichtblick China?

Verfasst: 20 Mai 2014, 02:14
von klaupe
GIN hat geschrieben:Deine Unzulässigkeit wird nicht durch das Rechtsgutachten des inernationalen Gerichtshofs zum Kosovo gedeckt. Solltest das Urteil einmal durchlesen und somit nicht internationale Rechtslehre. Es bedarf nicht einer Teilnahme des ganzen Landes, kann man schön in dem Rechtsgutachten lesen. Du darfst nicht den Fall Jura in der Schweiz mit der Krim vergleichen. Jura war vor und Krim nach diesem wichtigen ersten Rechtsgutachten zu Unabhängigkeitsrklärungen von Regionen.
Ich nehme an, dass Dank der tief verwurzelten Kultur in Volksentscheiden die Schweizer für das Referendum volles Verständnis haben und natürlich akzeptieren.
Ja, in der Schweiz zählt der Volkswille noch etwas und das billigt man sicherlich auch Krimis und Ostukrainern zu.
Schade, dass die Statements dazu nicht bis nach Deutschland durchdringen und in der US-gesteuerten Zensur hängen bleiben.