kamensky hat geschrieben:Obwohl es keine Beweise, aber auch keine Gegenbeweise für meine Vermutung gibt, gehe ich einmal davon aus, dass es jeweils auf beiden Seiten " bezahlte " Kämpfer, egal wie man diese nennen mag existieren. Zahlungen egal in welcher Art und Weise sind um 7 Ecken und mehr ganz einfach nicht mehr zu eruieren.
Ist das letztlich so entscheidend?
Sofern sich die ukrainische Regierung "externer Hilfskräfte" bedient/e, um das Gesetz durchzusetzen, muss das ja nicht zwangsläufig illegal sein. Die eigenen Kräfte waren/sind ja kaum in der Lage, die Situation in den Griff zu bekommen. Wann, wie und von wem die bezahlt werden, ist dabei auch unerheblich.
Der "Spaß" hört natürlich dann auf, wenn von eigenen oder gemieteten Kämpfern Aktionen durchgeführt werden, die gegen geltende Gesetze verstoßen. So gesehen haftet sicherlich auch die Regierung für illegale Übergriffe von Söldner, die sie beauftragt hat.
Die Janukowitsch-Hardcore-Truppe Berkut war auch unbrauchbar und wurde ja "aussortiert", nachdem sie ja mehr im Interesse von Janukowitsch & Co. als im Interesse des Volkes und Gesetzes aktiv wurde.
Die selbsternannten Kämpfer des hart-rechten Flügels haben die aufkeimende Gewalt gerne zum Anlass genommen, nun auch kräftig mitzumischen und mit eskalierender Gewalt zu beantworten. Das so was in Regierungsauftrag geschah, ist kaum nachzuweisen, wird aber von bestimmten Kreisen, insbesondere aus Moskau und nahestehenden Organisationen und Denkakrobaten gerne unterstellt. Die haben es dann gleich zum Anlass genommen, alle Gegner der prorussischen Linie und pauschal auch gleich mal die ganze Regierung zu Faschisten, Nazis, Terroristen usw. abzustempeln. Das passte ja wundervoll ins Konzept der antiukrainischen Propaganda -- und es passt noch immer, den diese saudumen Parolen gehören zum Standardvokabular der Antiukrainer.
Außerdem kann man sich damit ja wunderbar auf die Seite der kriminellen Separatisten stellen und sich dabei noch als die großen Durchblicker präsentieren, die ganz genau wissen, was das ukrainische Volk will und braucht.
Das es inzwischen eine Wahl mit sehr eindeutigen Ergebnissen gab, wird gerne übersehen. Dass die Wahl mit Sicherheit im Osten andere Ergebnisse gezeigt hätte, wäre sie nicht massiv behindert worden, dürfen die Damen und Herren Revolutionäre sich selbst zuschreiben.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.