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Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 22 Sep 2014, 20:09
von Berlino10
In 15 Jahren oder so ... dürfte er wohl wieder ... er soll machen, was er will, aber der Westen tut gut daran, diesen Verbrecher und Feind des Russischen Volkes nicht zu ihrem Helden zu machen ... das ist wieder so eine typische westliche Nix-Blicker Unterwerfungs-Fantasie ... als ob RUS je von den Westliberalen übernommen werden könnte ...

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 22 Sep 2014, 21:07
von kamensky
Berlino10 hat geschrieben:Ein Verbrecher und Milliarden-Betrüger ist und bleibt ein Verbrecher und Milliarden-Betrüger.
Dazu sehr wahrscheinlich einer, der Morde zu verantworten hat.
Das ist niemand, über den man auch nur ansatzweise mit Respekt sprechen kann,
es sei denn man hält Verbrechen und Betrug für annehmbar.
Wieviele (ungeklärte) Morde wohl eher (Bsp. Journalisten) Putins Umfeld zu verantworten hat, vergisst der Herr Berlino10 feinsäuberlich. Ist halt ein klarer "Saubermann", oder Journalist, welcher sich jedoch nicht an die putinsche Front wagt.

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 22 Sep 2014, 21:28
von Berlino10
Kannst Du nicht unterscheiden zwischen mutmasslichen Morden von sog. Staatsfeinden zum vermeintlichen Wohle des Landes, und Morden zur persönlichen Bereicherung ?
Wieviele Morde sind denn bei Obama allein bei den Drohnen sicher?

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 08:03
von daveg
Berlino10 hat geschrieben:Kannst Du nicht unterscheiden zwischen mutmasslichen Morden von sog. Staatsfeinden zum vermeintlichen Wohle des Landes, und Morden zur persönlichen Bereicherung ?
Wieviele Morde sind denn bei Obama allein bei den Drohnen sicher?

Ja klar, Journalisten sind Staatsfeinde! Für Russland mag das sogar stimmen!

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 08:34
von Berlino10
daveg hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Kannst Du nicht unterscheiden zwischen mutmasslichen Morden von sog. Staatsfeinden zum vermeintlichen Wohle des Landes, und Morden zur persönlichen Bereicherung ?
Wieviele Morde sind denn bei Obama allein bei den Drohnen sicher?

Ja klar, Journalisten sind Staatsfeinde! Für Russland mag das sogar stimmen!
Noch so ein Lemming, der der Propaganda-Dämonisierung hinterher äfft.

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 09:24
von daveg
Berlino10 hat geschrieben:
daveg hat geschrieben:
Berlino10 hat geschrieben:Kannst Du nicht unterscheiden zwischen mutmasslichen Morden von sog. Staatsfeinden zum vermeintlichen Wohle des Landes, und Morden zur persönlichen Bereicherung ?
Wieviele Morde sind denn bei Obama allein bei den Drohnen sicher?

Ja klar, Journalisten sind Staatsfeinde! Für Russland mag das sogar stimmen!
Noch so ein Lemming, der der Propaganda-Dämonisierung hinterher äfft.
Geht das auch genauer? Habe ich jetzt leider nicht verstanden.

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 09:32
von Berlino10
Welche Journalisten Morde hat Putin zu verantworten?

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 09:38
von daveg
Berlino10 hat geschrieben:Welche Journalisten Morde hat Putin zu verantworten?
Ich schrieb etwas von Staatsfeinden.

Angesichts der wöchentlichen Meldungen von zusammengeschlagenen Journalisten (gerade zu Wahlen besonders häufig, ist ja erst eine Woche her), wundert es mich, dass hier überhaupt noch einer Journalist werden will.

Und das aus Wikipedia, such Dir etwas aus:

2000

Wladimir Jazina, 51, Fotograf bei der russischen ITAR-TASS, war am 19. Juli 1999 von tschetschenischen Milizangehörigen entführt worden und wurde nach Aussage zweier früherer Geiseln am 20. Februar 2000 ermordet.
Aleksander Jefremow, 41, Fotokorrespondent der westsibirischen Zeitung Nasche Wremja, wurde am 12. Mai 2000 in Tschetschenien Opfer eines Anschlags von Rebellen. Jefremow war als Begleiter in einem Militärfahrzeug unterwegs.
Igor Domnikow, 41, von der Nowaja Gaseta wurde am 12. Mai 2000 in Moskau vor dem Eingang des Hauses, in dem er wohnte, bewusstlos geschlagen und starb zwei Monate später im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.
Sergei Nowikow, 36, von Radio Wesna wurde am 26. Juli 2000 in Smolensk durch vier Schüsse im Aufgang des Hauses getötet, in dem er wohnte. Nowikow war Eigentümer des unabhängigen Senders, der die Provinzregierung kritisierte. Drei Tage zuvor hatte er an einer Fernsehdiskussion über Korruption im Amt des Stellvertretenden Gouverneurs teilgenommen.
Iskandar Chatlonij, 45, von Radio Free Europe/Radio Liberty wurde am 21. September 2000 in Moskau ermordet. Chatlonij war Mitarbeiter des tadschikischen Service von RFE/RL; er beschäftigte sich mit Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien.
Sergei Iwanow, 30, Leiter von Lada-TV, einem einflussreichen lokalen Fernsehsender, wurde am 3. Oktober 2000 in Togliatti ermordet. Iwanow starb vor seinem Wohnhaus durch fünf Schüsse in Kopf und Brust.[17]
Sergei Loginow, Chefredakteur von Lada-TV, wird drei Wochen später, am 28. Oktober 2000, bewusstlos aufgefunden. In Medienberichten wird der Fall als Mord aufgeführt, die russischen Behörden sprechen von einem Unfall.[18][19]
Adam Tepsurgajew, 24, Kameramann für Reuters, wurde am 21. November 2000 vor dem Haus seines Nachbarn in Alchan-Kala in Tschetschenien erschossen. Er drehte Aufnahmen aus dem Kampfgebiet. Während des Ersten Tschetschenienkrieges (1994-1996) arbeitete er als Assistent für ausländische Journalisten.
2001

Eduard Markewitsch, 29, Herausgeber der Novi Reft starb am 18. September 2001 in Reftinski in der Oblast Swerdlowsk durch einen Schuss in den Rücken. Seine Lokalzeitung kritisierte örtliche Amtsträger.
2002

Natalja Skryl, 29, von der Zeitung Nasche Wremja wurde am 9. März 2002 in Taganrog erschlagen. Skryl hatte als Wirtschaftsreporterin in Rostow am Don über den Kampf um die Kontrolle eines metallurgischen Kombinates berichtet. Laut Angaben des CPJ war ihr Körper so verstümmelt, dass ihr Vater die Leiche nicht identifizieren konnte.[20]
Waleri Iwanow von der Toljattinskoje Obosrenije wurde am 29. April 2002 in Togliatti aus kurzer Distanz durch acht Schüsse in den Kopf getötet. Er war Chefredakteur der Wochenzeitschrift, die über Kriminalität und Korruption berichtete.
2003

Dmitri Schwez von TV-21 wurde am 18. April 2003 in Murmansk vor dem Gebäude seines Senders durch mehrere Schüsse getötet. Er war stellvertretender Generaldirektor des lokalen Fernsehsenders. Dieser hatte nach kritischen Berichten über Politiker mehrere Drohungen erhalten.
Juri Schtschekotschichin, 53, Chefredakteur der Nowaja Gaseta kam am 3. Juli 2003 in Moskau unter nicht geklärten Umständen ums Leben.
Alexei Sidorow, Iwanows Nachfolger als Chefredakteur der Toljattinskoje Obosrenije, wurde am 9. Oktober 2003 von einem Unbekannten überfallen und mit einem spitzen Gegenstand niedergestochen.
2004

Jelena Tregubowa, 35, die in ihrem Buch Die Mutanten des Kreml Putins Medienpolitik kritisiert, überlebte im Februar 2004 einen Bombenanschlag. Die Moskauer Miliz wertete den Vorgang als „schweres Rowdytum“ beziehungsweise den Versuch eines „schweren Diebstahls“ und erklärte, es bestehe kein Grund an einen politisch motivierten Anschlag zu glauben.
Paul Klebnikov, 41, von der russischen Ausgabe der Zeitschrift Forbes starb am 9. Juli 2004 in Moskau durch mehrere Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto vor dem Redaktionsbüro. Die Zeitschrift hatte über das Treiben der russischen Milliardäre berichtet.
2005

Magomedsagid Warisow von der Wochenzeitung Nowoje Delo starb, nachdem sein Wagen bei der Heimkehr unter Maschinengewehrfeuer genommen wurde, am 28. Juli 2005 in Machatschkala in Dagestan. Er hatte regelmäßig führende dagestanische Politiker kritisiert.
2006

Ilja Simin, 33, Reporter der Fernsehstation NTW, wurde am 26. Februar 2006 in seiner Moskauer Wohnung erschlagen aufgefunden. Ob die Tat einen politischen Hintergrund hat, konnte nicht aufgeklärt werden.
Jewgeni Gerassimenko, Redakteur des Saratowski Rasklad, einer unabhängigen Wochenzeitung aus Saratow, recherchierte über Wirtschaftskorruption. Er wurde am 26. Juli 2006 mit einer Plastiktüte über dem Kopf erstickt. Die Tat soll von einem 39-jährigen Obdachlosen verübt worden sein. Das Gericht sprach in seinem Urteil von einem Raubmord.
Anna Politkowskaja, 48, von der Nowaja Gaseta wurde am 7. Oktober 2006 in ihrem Wohnhaus in Moskau erschossen.
Anatoli Woronin, 55, Wirtschaftschef der Nachrichtenagentur ITAR-TASS, wurde am 16. Oktober 2006 in Moskau ermordet. Sein Fahrer hat Woronin erstochen in seiner Wohnung aufgefunden.[21]
2007

Iwan Safronow, 51, Militär-Journalist, kommt bei einem Fenstersturz ums Leben. „Iwan Safronow hat heiße Themen angepackt, aber er war kein Oppositioneller“, äußerte sich der Sprecher des Raumfahrtkonzerns EADS, Gregor von Kursell, gegenüber den Medien. Die russische Justiz nahm die Ermittlungen nach Paragraph 110 („Herbeiführung eines Selbstmordes“) auf.[22]
2008

Iljas Schurpajew, 32, Reporter des staatlichen Fernsehsenders Perwy kanal (Erster Kanal), wurde am 21. März 2008 in seiner Wohnung niedergestochen und mit einem Gürtel erdrosselt. Er hatte vor allem aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus berichtet.
Gadschi Abaschilow, 58, der Chef des dagestanischen Zweigs der WGTRK (Allrussische staatliche Fernseh- und Radiogesellschaft), wurde am 21. März 2008 vor einem Geschäft in der Hauptstadt Machatschkala erschossen.
Magomed Jewlojew, 37, Betreiber der Nachrichtenwebsite Ingushetiya.ru, starb am 31. August 2008 an den Folgen eines Kopfschusses, der ihm in Polizeigewahrsam zugefügt worden war. Jewlojew war auf dem Flughafen der inguschetischen Hauptstadt Magas festgenommen worden, nachdem er gemeinsam mit dem inguschetischen Präsidenten Murat Sjasikow angekommen war. Während des Fluges soll es zu einem heftigen Streit zwischen beiden gekommen sein.
Michail Beketow, 50, Lokaljournalist aus Chimki, wurde Mitte November 2008 von Unbekannten auf seinem eigenen Grundstück so schwer verletzt, dass er seitdem im Rollstuhl sitzt. Er kann kaum sprechen, sein Gehirn ist schwer geschädigt. Er hatte über die illegale Vermarktung von Waldgrundstücken im Speckgürtel von Moskau berichtet.[23][24][25]
2009

Anastassija Baburowa, 25, freie Mitarbeiterin der Nowaja Gaseta, wurde am 19. Januar 2009 im Anschluss an eine Pressekonferenz zusammen mit dem Menschenrechtsanwalt Stanislaw Markelow in Moskau auf offener Straße erschossen. Baburowa sprach mit dem Anwalt, da er unter anderem Michail Beketow und die Familie von Elsa Kungajewa vertrat.
Natalja Estemirowa, 50, russische Historikern, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin wurde am 15. Juli in Grosny entführt und am Abend des gleichen Tages ermordet aufgefunden.
Malik Achmedilow, dagestanischer Journalist der in awarischer Sprache erscheinenden Zeitung „Chakikat“, wurde am 11. August erschossen aufgefunden.
2011

Gadschimurad Kamalow, dagestanischer Journalist und Herausgeber der Zeitung Tschernowik, wurde am 15. November vor dem Redaktionshaus der Zeitung erschossen.
2013

Achmednabi Achmednabijew, 53, dagestanischer Journalist der Wochenzeitung Nowoje Delo, wurde am 9. Juli vor seinem Haus erschossen.

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 09:48
von Kultgrieche
daveg hat geschrieben:Ich schrieb etwas von Staatsfeinden.
Vergiss nicht Staatsfeind Nr. 1: Will Smith :-)

Re: Chodorkowski gründet Anti-Putin-Bewegung

Verfasst: 23 Sep 2014, 10:29
von Berlino10
daveg hat geschrieben:
Und das aus Wikipedia, such Dir etwas aus:
Und was hat das jetzt genau mit Putin zu tun?
Seit dem Amtsantritt von Putin im März 2000 zählt ROG mindestens 26 Journalisten, die wegen ihrer Arbeit in der Russischen Föderation getötet wurden. Doch die Journalistenmorde sind nicht ein alleiniges Phänomen der Putin-Zeit. Schon unter der Präsidentschaft von Boris Jelzin wurden in der Russischen Föderation nach ROG-Angaben mindestens 45 Journalisten getötet. Der Mord an dem prominenten Fernsehjournalisten Wladislaw Listjew erschütterte im Frühjahr 1995 das ganze Land.
Bundeszentrale für politische Bildung
http://www.bpb.de/apuz/59636/russische- ... hung?p=all

Rein politisch motivierte Journalistenmorde sind eher selten, und die Spuren etwa bei Politkowskaja führen auch nicht in den Kreml ... ausschließen kann man das aber sicher nicht.
Es sind aber vielmehr Morde auch in RUS zu verzeichnen, bei denen Journalisten hinter die verbrecherischen Geschäfte der Oligarchen wie Ch. gekommen sind, und aus dem Weg geräumt wurden.
Weltweit sind vor allem Lokalreporter bedroht, zeigt die Studie des CPJ. Wer sich bei Korruption oder Machtmissbrauch mit den Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Militär anlegt, lebt besonders gefährlich: In 70 Prozent der Fälle wurden die Journalisten gezielt wegen investigativer Recherchen getötet. Das Komittee sieht vielfach professionelle Auftragsmörder am Werk.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/j ... 41605.html