Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

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Berlino10
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar, Dein "Geh doch nach drüben" kannst du dir schenken ...
es geht auch nicht um System-Vergleiche, zumal das hier bei uns gar nicht ansteht und auch nie wird.
Mir bspw. geht es bei uns um Wiederherstellung UNSERES Systems von Demokratie, Freiheit, freier Presse und Sozialer Marktwirtschaft.
In dem diskutierten Konflikt geht um die imperialistische Ausdehnungspolitik des Westens und die imperialistische Machtpolitik RUS.
Dass beide Seiten fremde Staaten und Völker kontrollieren und unterjochen ...
Chile war kein Spielball im Ost-West-Konflikt, sondern ein einseitiges Verbrechen der US-Geheimdienste, - RUS war dort nie Thema -
wie die USA sich das in Mittel- und Südamerika mehrfach geleistet haben und weltweit bis heute tun - von wegen "andere Zeit".
Die USA sind bis heute da voll dabei - nur etwas abgebremst durch Obama statt Bush, Reagan&Co.

Zur Debatte steht - wenn überhaupt - ein Europäisches Sicherheitsbündnis als Alternative zur US-NATO-Dikatatur.
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Admix
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Admix »

Gunnar hat geschrieben:Ich frage mich halt immer, warum die für ihr eigenes Seelenheil nicht einfach ihre Sachen packen und dorthin auswandern, wo es schon jetzt nach ihrem Geschmack abläuft.
Und das ist keine Polemik?

Was würdest Du denn machen, wenn eine deutsche Regierung sich amerikanischen Allmachtsphantasien mal nicht so unterwürfig wie zur Zeit unterordnen würde?
Auswandern?, nur weil ein Schröder II gerade mal das Zepter schwingt?
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Schröder I war für mich akzeptabel. Wenn Wagenknecht Kanzlerin wird dann wandere ich aus, ja.
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Haya
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Haya »

Moin Moin,

Lieber Gunnar,
Ich sprach von der Verteidigungsfähigkeit des NATO Bündnisses und das die im Grunde alleine von den USA aufrecht erhalten wird und ich dafür Dankbarkeit angebracht finde.
Ist denn diese "Verteidigungsfähigkeit" überhaupt vonnöten?
Wann wurde die NATO das letzte Mal angegriffen?
Ich frage mich halt immer, warum die für ihr eigenes Seelenheil nicht einfach ihre Sachen packen und dorthin auswandern, wo es schon jetzt nach ihrem Geschmack abläuft.
Hab Ich zwar schon erwähnt, daher nochmal:
Warum reist Du eigentlich noch nach Russland, wenn Du doch weiß, dass es dort so barbarisch und undemokratisch zugeht und überhaupt die Menschen dort wegen der Putin-Politik leiden????


Und dass ausgerechnet USA höhere Investitionen in die NATO stecken, versteht sich von selbst. Alles was mit Krieg und Waffen zu tun hat, sind die eh heiß drauf.

Laut USA waren eine halbe Million getöteter Kinder den Preis wert gewesen
https://www.youtube.com/watch?v=x4PgpbQfxgo
Welchen Preis haben eigentlich Kinder anderer Nationalitäten, bspw. USA? Höher oder niedriger?

Gruß
Haya
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Haya, Russland hat im Verhältnis zu seinem Bruttoinlandsprodukt in 2013 (2014 wars mit Sicherheit noch deutlicher) mehr für die Rüstung ausgegeben als die US.
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... r-laender/

Wenn man dabei die aktuelle Dynamik der Steigerungsrate für diesen BIP-Quozienten ansieht, dann rüstet sich eher Russland für eine militärische Auseinandersetzung als die USA.

Wenn Du mich fragst, warum ich überhaupt nach Russland reise, dann ist die Antwort klar, weil ich die Leute (insbesondere meine dort) mag und das Land (im Sinne von Landschaft). Sobald ich zum registrieren muss oder sonst irgendwie die Obrigkeit wahrnehmen muss kotzt es mich sowas von an.

Kinder und Zivilisten sind generell die Leidtragenden militärischer Auseinandersetzungen, ja, eine Binsenweisheit. Dass Madleine Albreight das so knall hart und glasklar als Politikerin vor der Kamera eingeräumt hat ist erstaunlich, aber sie spricht letztlich nur das aus, was auf der Hand liegt, was JEDER der Krieg führt in Kauf nimmt, was aber überlicherweise heruntergespielt wird. Putin würde so offen nicht antworten, wenn man ihn zu Tschetschenien befragt, obgleich dort natürlich dasselbe gilt. Daher ist dieses Interview nichts als der Beleg dafür, dass Krieg etwas furchtbares ist. Wenn Du es auch nur so verstanden wissen willst, bin ich bei Dir. Wenn Du damit sagen willst: Seht her, die schlechten Amerikaner dort und die guten Russen dort, dann vergiss es einfach. Und wenn Deine Aussage ist, dass deswegen unter keinem denkbaren Gesichtspunkt ein Krieg jemals gerechtfertigt sein kann, dann ist das die Position von DIE LINKE die wir alle kennen. Und wir kennen auch die ganzen anderen Positionen, die sich mit dieser schweren Frage auseinandersetzen und brauchen das an der Stelle daher nicht zu wiederholen.

Zum Thema zurück:
Klaus von Dohnanyi rudert einwenig zurück
"Unterschrift war ein Mißverständnis"
http://www.tagesspiegel.de/politik/aufr ... 00402.html
Berlino10
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Gunnar hat geschrieben:Haya, Russland hat im Verhältnis zu seinem Bruttoinlandsprodukt in 2013 (2014 wars mit Sicherheit noch deutlicher) mehr für die Rüstung ausgegeben als die US.
Was soll das denn jetzt heissen? Nur reiche Länder dürfen sich verteidigen?
Oder denkst du, die USA zahlen 10mal mehr für ihre Raketen, Waffen, Panzer,.. und dürfen deshalb den 10fachen Militär-Etat beanspruchen?

Hast du mal eine Statistik für die Militärausgaben der USA und RUS im Ausland?
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Berlino10 hat geschrieben: Hast du mal eine Statistik für die Militärausgaben der USA und RUS im Ausland?
Leider nein, wird aber gewaltig sein, vor allem bei den USA.

Die Betrachtung die ich anstelle geht so: Die USA haben seit vielen Jahren gleich hohe Rüstungsausgaben und zwar nicht um damit Russland zu bedrohen. Das hat auch Putin nie so forumliert, als der Konflikt noch nicht entbrannt war. Die Ausgaben richteten sich also ersichtlich auf andere Krisenherde als auf Russland. Jetzt kommt der Ukrainekonflikt, die USA ändern aber nichts an ihrem Etat. Daraus darf man schliessen, dass die Amerikaner bislang auch nicht mit einem zusätzlichen militärischen Konflikt rechnen. Russland hingegen erhöht sprunghaft seine Ausgaben und lässt seine Bürger prozentual sogar mehr für Militärtechnik auszugeben als die Amis. Daraus darf man schliessen, dass plötzlich ein militärischer Konflikt für möglich gehalten wird, der bislang nicht auf dem Schirm war. Und das kann nur die Ukraine sein.
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Das kann man ja auch völlig anders interpretieren.

Zunächst mal sollte man schon die mehr als 10fachen Militärausgaben der USA etwas relativieren...
zumindest gegenüber RUS, da sie ja wohl vergleichsweise höhere Personal- und sonstige Kosten haben - BIP mäßig ...

aber sicher ist eben auch, dass die USA auf der ganzen Welt verstreut sind, und ihren Geheimdienst- und Militärapparat bestens ausgebaut haben,
während RUS dies in den letzten Jahrzehnten runtergeschraubt hatte ... eine Erhöhung des sehr hohen Niveaus ist in den USA nicht nötig ...

ich halte es ohnehin für unsinnig, konventionelle Kriegsüberlegungen anzustrengen ...
Kriege werden heute in Stellvertreter-Bereichen und in der Wirtschaft geführt ...
Gunnar
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Gunnar »

Hier im tagesspiegel der adäquate Gegenaufruf von Osteuropawissenschaftlern und anderen aktivem Personal:
es gibt in diesem Krieg einen eindeutigen Aggressor, und es gibt ein klar identifizierbares Opfer. So wie die Defekte anderer einst okkupierter Staaten nicht den verbrecherischen Charakter ihrer Besetzungen relativieren, können die Unzulänglichkeiten des ukrainischen politischen Systems nicht gegen die russische Annexion der Krim und notdürftig verschleierte Intervention in der Ostukraine aufgerechnet werden.

Wenn sich Moskau von der EU und/oder NATO bedroht fühlt, sollte es diesen Streit mit Brüssel austragen. Die Ukraine ist weder Mitglied dieser Organisationen, noch führt sie Beitrittsverhandlungen mit ihnen
und hier noch ein kluger Aspekt zur Widersprüchlichkeit in sich des Aufrufs der Politrentner:
Der Konflikt mit Russland wegen der Krim und der Ostukraine hat zu einem besonders erstaunlichen Phänomen geführt: Das vermeintliche große Friedensprojekt der europäischen Einigung wird nun plötzlich von denen als expansive Bedrohungspolitik diskreditiert, die dafür selbst verantwortlich waren. Dieselben, die Osteuropa in die Europäische Union geholt haben, um es vor dem imperialen Zugriff der Russen zu schützen, tun nun – im Moment eines solchen Zugriffs – so, als sei das damals eine falsche Politik gewesen. So, als hielten sie die Demokratisierung Osteuropas für einen Fehler. Wenn diese Politik der EU für die Russen „natürlich“ eine Bedrohung dargestellt hat, wie Kohl schreibt, sind dann nicht er und alle anderen, die an dieser Politik beteiligt waren, verantwortlich für die aktuelle Eskalation?
http://www.tagesspiegel.de/politik/ukra ... 03332.html
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Re: Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Beitrag von Berlino10 »

Das ist schlicht einseitiges, ideologisiertes, verlogenes Gelaber der NATO-Propaganda ... genauso analytisch und wahrhaftig, wie das, was aus dem Kreml kommt.

Es ist lächerlich, wie die Lügenmärchen Integration vs. Annexion gebraucht werden.

In der UKR entfaltete sich kein freier Volkswillen ... EUSA haben völkerrechtswidrig die Opposition finanziert und unterstützt, Oligarchen bestochen, offen den Umsturz forciert und entscheidend eingegriffen,
die USA sicher mal wieder die Terroristen und Gewalttäter gesteuert, von wegen Integration ... lächerlich
Und die Propaganda kann noch so oft RUS Annexion vorwerfen, die Krim wurde zwar völkerrechtswidrig einverleibt, aber weder mit Gewalt noch gegen den Willen der Bevölkerung ..
RUS Interventionen sind nicht andersartiger als die des Westens.
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