Zitat aus
http://www.focus.de/politik/ausland/ukr ... 56851.html
Ex-Nato-Chef: Putin will den Nato-Bündnisfall austesten
Anders Fogh Rasmussen, der bis Oktober 2014 Generalsekretär der Nato war, warnt gegenüber dem britischen „Telegraph“ vor russischen Interventionen im Baltikum, die den Zusammenhalt der Nato prüfen sollen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er (Putin, Anm. d. Red.) im Baltikum interveniert, um Artikel 5 zu testen, ist hoch“, sagte Rasmussen der Zeitung.
Mit Artikel 5 bezieht er sich auf den Artikel des Nato-Vertrages, der den sogenannten Bündnisfall enthält. Er hält fest, dass ein Angriff auf einen Nato-Staat als ein Angriff auf die gesamte Nato gesehen und dementsprechend verteidigt wird. Ein russischer Angriff auf einen der baltischen Staaten würde also eine militärische Reaktion des gesamten Nato-Bündnisses gegen Russland bedeuten.
„Putin weiß, dass er besiegt wird, sobald er die rote Linie überschreitet und einen Nato-Staat angreift. Das ist klar. Aber er ist ein Spezialist der hybriden Kriegsführung", sagt Rasmussen. Laut „Telegraph“ ist beispielsweise denkbar, dass Putin in Estland oder Lettland, Länder mit großen russischen Minderheiten, einen undurchsichtigen Konflikt heraufbeschwören könnte, in dem er beispielsweise „kleine grüne Männchen“, also Soldaten ohne Herkunftskennzeichen nutzt.
Putins Ziele sind für Rasmussen klar: „Es geht nicht um die Ukraine. Putin will Russland zurück zu alter Stärke führen."
M.f.G. manfredsa
Wer kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren. von Berthold Brecht