Bluewolf hat geschrieben:Ok, zurück auf eine sachliche Ebene.
Was ich kritisiere ist, das viele Menschen im Ausland tolle Ideen haben wie Deutschland Probleme angehen soll. Wenn ich dann Ungarn höre "die Flüchtlinge sind ein deutsches Problem" und wir tun alles bis an die Grenze des Machbaren mit hauptsächlich ehrenamtlichen Mitteln das Problem zu lösen, dann kommt die nächste Kritik. Ausser während der Völkerwanderung war glaube ich noch nie ein Staat in einer vergleichbaren Lage. Jetzt könnten wir Seehofer folgen oder unsere Ressourcen sinnvoll einsetzen.
Hey, egal was mir jemand wegen privater Vorsorge erzählt, ich werde nie so von meiner Rente leben können wie meine Eltern. DAS weiss aber jeder mit ein bisschen Verstand. Wo sollen denn die Kinder für die deutsche Sozialsolidarität herkommen? Und wenn wir die Grenzen schliessen würden? Wo gehen die nächsten Wellen hin? Ja,z. B. in die Schweiz. Und dann lass uns mal sehen, ob die gegenwärtige Politik in der Schweiz durchgehalten werden kann. Bisher kann die Schweiz solche Entscheidungen relativ unbehelligt treffen. Irgendwann wird es aber keine Frage der EU mehr sein, sondern der Solidarität. Und die Schweiz ist nun mal inmitten von Europa angesiedelt. Glaubst Du die Flüchtlinge interessiert dann deutsche Politik? Nee, die gehen dahin wo es noch eine Möglichkeit gibt. Und die Schweiz hat dann auf jeden Fall den administrativen Aufwand, egal wie schnell die Abschiebung klappt. Und wenn erst mal die ersten 20.000 vor der Tür stehen, möchte ich mal sehen wie die ohne Schiessbefehl abgewiesen werden.
Darum sollte uns jeder dankbar sein, das wir uns bereit erklären die Ströme zu kanalisieren. Sonst kann nämlich jeder mal über den Untergang Roms nachdenken, unabhängig vom jeweiligen Staat.
Ich (und ich denke Merkel auch) bin aufgeschlossen für jeden konstruktiven Vorschlag.
Ich denke für Deutschland und vielleicht auch für den ganzen ehemaligen Dublin 1 und 2 Raum sollte man sich Gedanken machen wohin man möchte. Möchte man eine Einwanderung mit Selektionierung machen, also gesteuerte Zuwanderung wie in Kanada, Australien und Co oder man macht ein anderes Model. Ich sehe momentan überhaupt kein Model in der ganzen EU und auch nicht in der Schweiz.
Weiter habe ich mir die Zustände zwischen Hong Kong und China, respektive auch Macao-HK-China angeschaut. Macao fällt raus, weil dort absolut willkürlich Menschen ausgeschifft werden und das Volumen an Flüchtlingen sehr gering ist. Jeder kann sich das bei der Anreise mit dem Schiff aus Flughafen HK oder HK, respektive China anschauen.
Ich wollte dann verstehen wie eine Grenze die jeden Tag 1 Millionen Menschen passieren funktioniert (Shenzen-HK). Wollte verstehen wie Hong KONG politische Flüchtlinge bearbeitet. Diese kommen meistens aus China. Rausgekommen sind sehr interessante Verfahrensweisen und rechtstaatliche Vorgehensweisen. Ich weiss das die Bürokratie in der Schweiz vor einigen Jahren ebenfalls diese Reise nach Hong Kong gemacht haben und viele Verfahrensweisen jetzt erfolgreich kopieren. Die 7 Punkte die ich sehr interessant fand.
1. Jeder Mensch hat das Recht auf einen Antrag für Asyl.
2. Jeder Mensch hat das Recht innerhalb einer zumutbaren Zeit ein kostenlosen rechtstaatlichen Prozess zu erhalten (In der Regel 8-16 Wochen von der I zu der II Instanz)
3. Jeder Anspruch verwirkt wenn Kriminalität begangen wird oder der Asylant nicht im Verfahren hilft. Das Wegschmeissen von Pässen und Falschangaben sind ein sofortigen Ausschlussgrund.
4. Jeder Asylant wird registriert und befindet sich in Internierung.
5. Der Zugang zu Geldmitteln muss verwehrt bleiben. Als Lebensmittel dienen nur typische südchinesische Waren. Man nimmt keine Rücksicht auf die Religion oder etwaigen Veganismus.
6. Ausschaffungen (Abschiebungen) müssen gemacht werden. Duldungen sind nur für Personen gedacht denen eweisbar eine Todesstrafe drohen.
7. Ein Familiennachzug ist nur möglich wenn die Personen die finanziellen Mittel bestreiten kann für den selbstständigen Unterhalt des Mitgliedes.
Die wenigsten Personen werden so anerkannt und die Regel ist eine Einwanderung durch den Arbeitsmarkt. Die 3 Grenzzäune sind schwer bewacht, die Chinesen haben Schiessbefehl und die Hong Kong Grenzer dürfen nur mit Gummigeschossen schiessen. Grenzdurchbrüche sind nie erfolgreich. Sie enden meistens schon bei den Chinesen. Mehrere Zehntausend Soldaten bewachen die Grenze. Die ganze Grenze ist eingezäunt und es gibt Wärmebildkameras. Jede Person geht durch eine Grenze und muss das Visum zeigen.