Und ich dachte immer, ich würde ein ganz bürgerliches Leben führen. Monatelange Trennungen von der Familie? Sind mir selbst noch gar nicht aufgefallen.saransk hat geschrieben:Bei den meisten bestimmt wohl der Beruf den Lebensmittelpunkt, oder man akzeptiert wie Packerowski oder bella wiederkehrende oft monatelange Trennungen von der Familie.
Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
- Packerowski
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
- Wladimir30
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Na, dann frag doch mal Deine Frau. Vielleicht sieht die das ja ganz anders?????Packerowski hat geschrieben:Monatelange Trennungen von der Familie? Sind mir selbst noch gar nicht aufgefallen.
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
War für mich auch einer der Gründe erstmal in Russland zu bleiben....ich hab ja nun etliches an Reisenden in der Bekanntschaft, die von fernen Ländern ihre Mitbringsel in Deutschland sitzen haben.....da kommt man schonmal heim und die Schlösser sind plötzlich ausgewechsel, weil Madame die Langeweile in der Zwischenzeit allein nichtmehr ertragen wollte. Da sollte schon derjenige den Schritt gehen, dem seine Heimat eh schon seit Jahren kaum sieht und sich mit dem Verlust lange arrangiert hat....nicht der Mensch, den man für sowas aus einer gut funktionierenden und eng verstrickten Familienwelt(ich empfinde das in Russland deutlich mehr so als in Deutschland) reisst. Ja, da ist der Knall teils wirklich mehr oder weniger schon in Sicht, bevor es überhaupt so richtig los geht. Ich kenne selbst mehrere Fälle.saransk hat geschrieben:Dies mag gehen, wenn die Frau ihre Verwandtschaft in der Nähe hat. Aber allein in einem anderen Land und der Partner ist vielleicht drei Monate auf Montage. Die Krise ist vorprogrammiert.
Du schreibst das fast so, als ob es schlimm wäre. Ja...ich finds auch ganz furchtbar, denn im Endeffekt verbringe ich deutlich mehr Zeit mit meiner Familie, als der Durchschnittsbürger, mit seinen 220-260 Arbeitstagen, der abends nach 12h unterwegs heimkommt und nach 1h vorm Fernseher einpennt. An das getrennt sein gewöhnt man sich eigentlich sehr sehr schnell, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.saransk hat geschrieben:wiederkehrende oft monatelange Trennungen von der Familie
Mein Nachbar in Ru hat 6-Tagewoche und ist grob von 8:30 - 20:30 ausser Haus....da ist abends nichts mehr mit Kinder bespaßen oder Frau ärgern.
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
12 h außer Haus, wenn man aus den Speckgürteln in Moskau oder Petersburg anreist oder? In Deutschland sind das doch eher Extremfälle. Ich bin bei 8 h Arbeitszeit etwa 8,5 h außer Haus (Arbeitsweg 4 km mit dem Rad) und kann ab 16:15 mein Töchterchen bespaßen. Die meisten meiner Kollegen brauchen in Summe zwischen 20 min und 1,5 h hin und zurück.bella_b33 hat geschrieben:Du schreibst das fast so, als ob es schlimm wäre. Ja...ich finds auch ganz furchtbar, denn im Endeffekt verbringe ich deutlich mehr Zeit mit meiner Familie, als der Durchschnittsbürger, mit seinen 220-260 Arbeitstagen, der abends nach 12h unterwegs heimkommt und nach 1h vorm Fernseher einpennt. An das getrennt sein gewöhnt man sich eigentlich sehr sehr schnell, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.saransk hat geschrieben:wiederkehrende oft monatelange Trennungen von der Familie
Mein Nachbar in Ru hat 6-Tagewoche und ist grob von 8:30 - 20:30 ausser Haus....da ist abends nichts mehr mit Kinder bespaßen oder Frau ärgern.
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Ich freu mich, daß Du so nen kurzen Weg zur Arbeit hast.paramecium hat geschrieben: In Deutschland sind das doch eher Extremfälle. Ich bin bei 8 h Arbeitszeit etwa 8,5 h außer Haus (Arbeitsweg 4 km mit dem Rad) und kann ab 16:15 mein Töchterchen bespaßen.
Aber Leute mit längerem Weg, also Pendler, in Deutschland sind Extremfälle? Gut, dann sind es ja nur 18,4 Millionen Extremfälle, die jeden Tag etliches mehr als 4km zur Arbeit radeln müssen
Normal ist ein Arbeitstag doch nicht nur 8h(ausser 3 Schichtbetrieb, wie ich ihn z.B. aus einigen Fabriken kenne), man macht auch noch mind. 1h Pause. Dann, wie Du schon sagtest, fahren manche Deiner Kollegen 1,5h hin und her, da sind wir auch da schon bei 10,5h in der Summe. Und wenn jemand berufsmäßig auf höheren Posten/leitender Funktion ist oder z.B. Polizionär, Feuerwehr, Krankenpfleger der arbeitet auch gut und gerne mal mehr als 8h am Tag. Also nein....ich sehe meine genannten 12h ausser Haus immernoch nicht als Extremfall sondern solche "ausser Haus Zeiten" von 10 und mehr Stunden schon als mehr oder weniger normal für einen beachtlichen Teil der arbeitenden Bevölkerung.
Ich kann Dir z.B. meinen Arbeitsweg der letzten Tage berichten. Einmal abends 17:30 durch die Stadt Syktyvkar und morgens 7 Uhr wieder zurück. Ja nach Tag und Zeit ist man für die 20km Strecke zwischen 30 und 60min unterwegs. Also grob 1,5h pro Tag, obwohl der Arbeitsplatz sogar noch in der selben Stadt ist.
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BTW: Ich lebe nicht in Moskau, nichtmal in der Nähe....werd ich hoffentlich auch niemals. Ich mag keine Großstädte und Moskau schon dreimal nicht. Mein Wohnort steht unter meinem Avatar
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Meine Erfahrung:
Hast einen 7 bis 16 Uhr Job, Lernst ein Maedchen kennen, gruendest Familie, gehst DANN auf Montage = Trennung sehr haeufig.
Hat man schon einen solchen Job und dem potentiellen Partner wird, nach der Eingewoehnungsphase, klar, das man einen recht speziellen Arbeitsrhythmus hatt, bleibt meist die Richtige....
... Und es klappt, manchmal, auch auf Dauer.
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Kann mich nur anschließen an meine Vorredner. Als Extrem- oder Ausnahmefälle in DEU kann man das nun wirklich nicht beurteilen. Ich hab mehrere Jahre 50 km außerhalb von Nürnberg gewohnt, und die Straßen waren jeden Morgen und jeden Abend zu. Stau jeden Tag. Da war nix mit 1,5h hin und zurück. Nicht nur für mich, für alle, die da jeden Morgen und Abend standen. Von Celle nach HH (100 km) ist der Morgenzug jeden Morgen voll, mit jeder Station wird er immer voller. Kein Bummelzug mit zwei Wagons oder so. Und abends rückwärts dasselbe.paramecium hat geschrieben:In Deutschland sind das doch eher Extremfälle. Ich bin bei 8 h Arbeitszeit etwa 8,5 h außer Haus (Arbeitsweg 4 km mit dem Rad) und kann ab 16:15 mein Töchterchen bespaßen. Die meisten meiner Kollegen brauchen in Summe zwischen 20 min und 1,5 h hin und zurück.
Ich wohne hier auch nicht in Moskau oder St.-Petersburg, sondern in der tiefsten Provinz, wiewohl nicht in der Gebietshauptstadt. Auch hier gibt es Straßen, und auch hier sind immer viele Autos jeden Tag unterwegs. Glücklich sei, wer seinen Arbeitsplatz in der direkten Nähe seines Wohnortes hat. Kann man sich das einfach so aussuchen? DAS halte ich dann für einen Extrem- oder Ausnahmefall.
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Ja, aber Pendler ist man schon, wenn man auf dem Weg zur Arbeit die Grenzen seiner Wohngemeinde überschreitet (das mache ich auch). Anfahrtsweg zur Arbeit laut Statistika: 53,4 % < 10 km; 26,5 % 10-24 km; 16,8 % > 25 km, wobei es natürlich von der Infrastruktur abhängt, wie lange man zur Arbeit braucht. Man kann 40 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unter einer Stunde schaffen (z.B. Köln-Düsseldorf 30 min), aber für 12 km unter Umständen mehr als ne Stunde benötigen.bella_b33 hat geschrieben:Ich freu mich, daß Du so nen kurzen Weg zur Arbeit hast.paramecium hat geschrieben: In Deutschland sind das doch eher Extremfälle. Ich bin bei 8 h Arbeitszeit etwa 8,5 h außer Haus (Arbeitsweg 4 km mit dem Rad) und kann ab 16:15 mein Töchterchen bespaßen.
Aber Leute mit längerem Weg, also Pendler, in Deutschland sind Extremfälle? Gut, dann sind es ja nur 18,4 Millionen Extremfälle, die jeden Tag etliches mehr als 4km zur Arbeit radeln müssen
bella_b33 hat geschrieben: Normal ist ein Arbeitstag doch nicht nur 8h(ausser 3 Schichtbetrieb, wie ich ihn z.B. aus einigen Fabriken kenne), man macht auch noch mind. 1h Pause.
Da hast du recht. Bei mir gibt es den Sonderfall, dass ich meine Pausenzeiten (30 min/d) pauschal für Web-Ex-Konferenzen (fast außschließlich mit Kollegen aus den USA) am späten Abend anrechne. Normalerweise komme ich dabei zeitlich aber mehr als gut weg. Einige Kollegen machen sogar einen kompletten Tag in der Woche Homeoffice und sparen sich so die Anfahrt. Aber stimmt schon, normalerweise würde da noch eine halbe Stunde zur "Außer-Haus-Zeit" dazukommen.
1,5 h in Summe für Hin- und Rückweg, also 45 min pro Strecke. Ich kenne nur einen Kollegen der mehr 1 h 15 min für eine Strecke pendelt.bella_b33 hat geschrieben:Dann, wie Du schon sagtest, fahren manche Deiner Kollegen 1,5h hin und her, da sind wir auch da schon bei 10,5h in der Summe.
Dein Wohnort ist mir wie allen anderen regelmäßigen Forumslesern natürlich bekannt. ;-)bella_b33 hat geschrieben: BTW: Ich lebe nicht in Moskau, nichtmal in der Nähe....werd ich hoffentlich auch niemals. Ich mag keine Großstädte und Moskau schon dreimal nicht. Mein Wohnort steht unter meinem Avatar
Nach 5 Jahren Fernbeziehung mit meiner jetzigen Frau, sehr wenig Zeit zu Hause während der Promotion und der momentanen Möglichkeit mir meine Arbeitszeiten frei zu wählen, muss ich mir darüber hoffentlich keine Sorgen machen. ;-)m1009 hat geschrieben:Meine Erfahrung:
Hast einen 7 bis 16 Uhr Job, Lernst ein Maedchen kennen, gruendest Familie, gehst DANN auf Montage = Trennung sehr haeufig.
Hat man schon einen solchen Job und dem potentiellen Partner wird, nach der Eingewoehnungsphase, klar, das man einen recht speziellen Arbeitsrhythmus hatt, bleibt meist die Richtige....... Und es klappt, manchmal, auch auf Dauer.
Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
Also ich laufe die 4km zur Arbeit ungefähr 40 Minuten zu Fuß. Mit dem öffentlichen Verkehr, obwohl er fast von Tür zu Tür fährt und ich nicht umsteigen muss, wegen Staus auch ungefähr 40 Minuten.paramecium hat geschrieben: Man kann 40 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unter einer Stunde schaffen (z.B. Köln-Düsseldorf 30 min), aber für 12 km unter Umständen mehr als ne Stunde benötigen.
In Berlin war es dasselbe ... auch ungefähr 4km zur Arbeit. 40 Minuten zu Fuß, 30 mit der U-Bahn, nahm sich also fast nix. Dabei von 10:00 bis 19:00 im Büro, also ist man insgesamt schon ca 11 Stunden aus dem Haus (man muss ja Puffer einplanen).
Fahrrad wäre wohl optimal. Aber hier arbeite ich ja meistens zu Hause und wenn ich mal ins Büro gehe, dann nur den halben Tag.
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paramecium
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Re: Zurück nach Russland - oder - was will ich nun eigentlich ?
1h 20 min zu Fuß zu laufen, anstatt 25-30 min mit dem Rad zu fahren, würde ich dann aber fast schon als erholsames Wander-Freizeitvergnügen und nicht als Arbeitsweg bezeichnen.m5bere2 hat geschrieben:Also ich laufe die 4km zur Arbeit ungefähr 40 Minuten zu Fuß. Mit dem öffentlichen Verkehr, obwohl er fast von Tür zu Tür fährt und ich nicht umsteigen muss, wegen Staus auch ungefähr 40 Minuten.paramecium hat geschrieben: Man kann 40 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unter einer Stunde schaffen (z.B. Köln-Düsseldorf 30 min), aber für 12 km unter Umständen mehr als ne Stunde benötigen.
In Berlin war es dasselbe ... auch ungefähr 4km zur Arbeit. 40 Minuten zu Fuß, 30 mit der U-Bahn, nahm sich also fast nix. Dabei von 10:00 bis 19:00 im Büro, also ist man insgesamt schon ca 11 Stunden aus dem Haus (man muss ja Puffer einplanen).
Fahrrad wäre wohl optimal. Aber hier arbeite ich ja meistens zu Hause und wenn ich mal ins Büro gehe, dann nur den halben Tag.
Um nochmal klarzustellen. Mir ging es nur um das Richtigstellen der ursprünglichen Aussage:
Der Durchschnittsbürger arbeitet eher 220-225 Tage (in Bayern sogar weniger) und ist 9-10 Stunden (bei längeren Pausen von mir aus auch 30 min mehr) unterwegs. Bleibt doch normalerweise, je nach zusätzlichen Verpflichtungen, auch wochentags noch ausreichend Zeit für die Familie.bella_b33 hat geschrieben:...als der Durchschnittsbürger, mit seinen 220-260 Arbeitstagen, der abends nach 12h unterwegs heimkommt und nach 1h vorm Fernseher einpennt.