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Verfasst: 27 Mai 2005, 10:24
von Bauleiter
Marco hat geschrieben:.... Die Probleme in D sind viel komplexer und es gibt keine einfachen Antworten.
Auch "die Parolen" von Dave (sorry Dave) sind keine wirkliche Antwort darauf, da sie nur einen kleinen Teil der Probleme wirklich abdecken
Das ist genau immer die Aussage, mit der jeder Vorschlag auf allen Ebenen kaputtgeredet wird. Ich muss Dave hier recht geben. Seine Vorschläge sind warscheinlich wirtschaftspolitisch fragwürdig aber sie verändern die Denkweise der Menschen und es kommt etwas in Gang. Man muss ja nicht alle Probleme lösen, das klappt nie. Wenn jede Regierung die wichtigsten 20% löst gäbe es gar kein Problem mehr.

Verfasst: 27 Mai 2005, 11:56
von Dave
Wie auch immer...
Ich stehe zu meinen Aussagen. Nicht das fehlende Kapital oder gar Risikokapital ist das Problem, sondern die Bürokratie und die Rot-Grüne Pest.

Sämtliche Bemühungen etwas zu unternehmen werden im Ansatz durch die erwähnte Unterlassungspolitik unterdrückt. Kommt hinzu, dass der Staat als soziales Umfeld missbraucht wird... Wo bitte schön ist der Familiensinn und die soziale Verantwortung innerhalb der Familie geblieben?

Noch frecher finde ich die Auffassung, die Banken hätten eine Verpflichtung, jemandem Geld zu leihen...
Keine Mark in der Tasche aber mit geleastem Mercedes durch die Gegend fahren; das grenzt an Schizophrenie.

Dave

P.S. einfach mal nach Spanien schauen... die können es ja auch.

Verfasst: 27 Mai 2005, 12:05
von Bauleiter
Dave hat geschrieben:P.S. einfach mal nach Spanien schauen... die können es ja auch.
Dort waren auch die Schmerzen richtig gross, die haben jahrzehntelang gehungert. In Deutschland ist es noch nicht soweit. Aber das wird noch. Da hatte Rot-Grün noch was gutes. Die haben die Situation schnell verschärft. Nun kommt bald der Tag an dem was getan werden muss. Ich denke an diesem Tag werden diese Gewerkschaftsfunktionäre von ihren eigenen verbliebenen Mitgliedern davongejagt. Im kleinen ist das in manchen Betrieben heute schon zu sehen.

Verfasst: 27 Mai 2005, 12:07
von Bauleiter
Nur wie Deutschland aus seinen Pensionsverpflichtungen gegenüber der Beamtenarmee herauskommen will, das ist mir total schleierhaft. Die ruinieren die Finanzen noch über Jahrzehnte hinweg.

Verfasst: 27 Mai 2005, 15:42
von rudi
Dave hat geschrieben:Wie auch immer...
Ich stehe zu meinen Aussagen. Nicht das fehlende Kapital oder gar Risikokapital ist das Problem, sondern die Bürokratie und die Rot-Grüne Pest.

Sämtliche Bemühungen etwas zu unternehmen werden im Ansatz durch die erwähnte Unterlassungspolitik unterdrückt. Kommt hinzu, dass der Staat als soziales Umfeld missbraucht wird... Wo bitte schön ist der Familiensinn und die soziale Verantwortung innerhalb der Familie geblieben?
"Rot-Gruene Pest"...."Unterlassungspolitik".....sind das die Parolen des angeblich so "unideologischen" buergerlichen Lagers? Platter gehts doch wohl nicht. Die schwarz-gelben haben dieses Land satte 16 Jahre lang regiert, schon vergessen? Saemtliche Strukturprobleme, mit denen wir heute zu tun haben entstanden in dieser Zeit, allem voran die Arbeitslosigkeit. Nichts haben sie getan, alles ist liegengeblieben. Und heute sind die anderen die "Pest".....

"Familiensinn und soziale Verantwortung..." -jetzt wirds schon lustig. Ausweislich des Bundesamtes fuer Statistik leben in Deutschland immer mehr Kinder von Sozialhilfe. Es ist schon lange nicht mehr so, dass es sich hier nur um "Arbeitsscheue", "Faulenzer" oder Hilfsarbeiter handelt. Ganz normale Alleinerziehende, Geschiedene, von Arbeitslosigkeit Betroffene sind heute immer haeufiger dabei. Diese Familien, die wirklich nichts haben und unter ihrer Situation leiden, muessen sich dann noch vorhalten lassen sie wuerden den Staat "als soziales Umfeld missbrauchen". Ich halte so eine Aussage fuer (freundlich ausgedrueckt) anmassend. Die Entscheidung fuer die Familie-das ist heute ein echtes Armutsrisiko. Fuer Besserverdienende, Banker und Freiberufler natuerlich nicht. Die angeblich so werteorientierten Konservativen haben in ihrer Regierungszeit rein gar nichts gegen den Verfall der Familie in diesem Land unternommen, die Geburtenrate sank in ihrer Amtszeit dramatisch. Wer heute als Angebot Ganztagsbetreuung fuer Kinder fordert, ist ein Ideologe. Sollen die Frauen doch zuhause bleiben und viele Kinder kriegen, damit die Sozialsysteme nicht zusammenbrechen, das ist unideologisch. Und die Vaeter sollen mal keine Weicheier sein und laenger und ohne Lohnausgleich arbeiten. Genau wie die strahlenden Vorbilder Merkel und Westerwelle, die haben das in ihrem Leben ja auch so gemacht. Haha! Das nenne ich Familiensinn und soziale Verantwortung!

Ich bin bestimmt kein rot-gruener Parteipolitiker und betrachte diese Regierung alles andere als unkritisch. Es hilft aber wenig, "unideologische" Forderungen an die Menschen zu stellen, die an ihrer Lebensrealitaet vorbeigehen. Mit den Parolen von vorgestern werden wir die Problem in diesem Land nicht loesen.

Verfasst: 27 Mai 2005, 16:06
von Dave
rudi hat geschrieben:Mit den Parolen von vorgestern werden wir die Problem in diesem Land nicht loesen.
Doch, aber nicht mit den Parolen sondern mit den Taten.
Man muss nicht an den Problemchen "rumdoktern" sondern die Wurzel des Übels bekämpfen. Die Problemchen lösen sich dann von selbst.

Gruss Dave

Verfasst: 27 Mai 2005, 16:20
von Marco
Bauleiter hat geschrieben:
Marco hat geschrieben:.... Die Probleme in D sind viel komplexer und es gibt keine einfachen Antworten.
Auch "die Parolen" von Dave (sorry Dave) sind keine wirkliche Antwort darauf, da sie nur einen kleinen Teil der Probleme wirklich abdecken
Das ist genau immer die Aussage, mit der jeder Vorschlag auf allen Ebenen kaputtgeredet wird. Ich muss Dave hier recht geben. Seine Vorschläge sind warscheinlich wirtschaftspolitisch fragwürdig aber sie verändern die Denkweise der Menschen und es kommt etwas in Gang. Man muss ja nicht alle Probleme lösen, das klappt nie. Wenn jede Regierung die wichtigsten 20% löst gäbe es gar kein Problem mehr.
Das ist aber deswegen so, weil "diese Ebenen" ein Konzept zur Lösung der Probleme gar nicht wollen, da es ja an ihre Pfründe gehen könnte und dieses Argument mißbrauchen

Verfasst: 27 Mai 2005, 16:34
von Gast
Dave hat geschrieben:
rudi hat geschrieben:Mit den Parolen von vorgestern werden wir die Problem in diesem Land nicht loesen.
Doch, aber nicht mit den Parolen sondern mit den Taten.
Man muss nicht an den Problemchen "rumdoktern" sondern die Wurzel des Übels bekämpfen. Die Problemchen lösen sich dann von selbst.

Gruss Dave
Den Sinn dieser Aussage kann ich jetzt leider nicht verstehen. Was ist denn die Wurzel des Uebels? Die rot-gruene "Pest"? "Problemchen"!?! Ich glaube wir haben es hier mit ganz gewaltigen, schwerwiegenden Problemen zu tun, die sich nicht so einfach "von selbst loesen". Jedenfalls nicht mit Westerwellchens flachem Vorschlaegen.
Apropos "Taten". Das ist doch gerade das was ich sage. "An ihren Taten sollst du sie erkennen". Oder soll ich besser sagen "Sie predigten Wasser, aber sie tranken Wein". Inwiefern deckt sich denn die Lebensleistung eines Westerwelles oder einer Merkel mit dem, was sie anderen zumuten wollen?

Verfasst: 27 Mai 2005, 16:44
von Marco
Dave hat geschrieben:Wie auch immer...
Ich stehe zu meinen Aussagen. Nicht das fehlende Kapital oder gar Risikokapital ist das Problem, sondern die Bürokratie und die Rot-Grüne Pest.

....

Noch frecher finde ich die Auffassung, die Banken hätten eine Verpflichtung, jemandem Geld zu leihen...
Keine Mark in der Tasche aber mit geleastem Mercedes durch die Gegend fahren; das grenzt an Schizophrenie.

Dave

P.S. einfach mal nach Spanien schauen... die können es ja auch.
Schwarz/Gelb ist dann das Alleheilmittel deiner Meinung nach?

Das zu den Banken&Risikokapital habe ich nie so gesagt, obwohl ich zu Banken auch meine eigene Meinung habe. Riskokapital kann auch woanders herkommen. In den USA gibt es solches RIsikokapital. Warum gibt es dies kaum bei uns?
Einige namhafte Firmen (Google) würde es heute nicht geben, wenn es nicht Stiftungen, Banken, Leute etc. gäbe, die solches Kapital geben. Und by the way die zögerliche Kreditvergabe wird von vielen Unternehmern auch kritisiert.
Auf der anderen Seite beklagst du, dass niemand aufgrund etwas aufgrund der Unterlassungspolitk machen kann. Ohne Geld kann erst recht keiner was machen. Wenn ich mal polemisch werde, dann soll deiner Meinung jeder erst als Arbeitnehmer arbeiten bis er sein Haus im Grünen gebaut hat und abbezahlt hat, damit er es der Bank für seine Unternehmensgründung als Sicherheit geben kann.

Und dein Mercedesvorurteil ist auch unterste Schublade. Jeder Jungunternehmer hat sicherlich nichts anderes zu tun als sich erstmal ein Mercedes zu leasen.

Verfasst: 27 Mai 2005, 16:44
von Dave
Als "Übel" betrachte ich die derzeitige Wirtschaftslage von Deutschland, wie auch der Schweiz. Die Wurzel dazu, sind die schlechten, wirtschaftsfeindlichen Rahmenbedingungen.

Die Parolen waren nicht von Westerwelle, sondern von mir. Eine Ähnlichkeit der Wortwahl war nicht beabsichtigt.

Es gibt leider noch keine geeigneten Kandidaten. Aber das habe ich doch auch schon erwähnt, zumindest in Bezug auf die Entlöhnung...

Dave

P.S. ich bin auch kein Fan von Merkel, Westerwelle usw. sehe diese jedoch als das geringere Übel.