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Verfasst: 06 Mai 2006, 10:09
von Dietrich
mannheim hat geschrieben:und alle Ministerposten werden feuchtfröhlich an [...] wichtige Menschen verteilt.
Das stimmt so nicht!
Die Ministerposten werden an Menschen verteilt, die danach dann ploetzlich wichtig sind.

Und vor allem sind sie ploetzlich "Wirtschaftsexperten", obwohl sie bis auf das Alster Freitag Abends im Kegelclub bisher im Leben nie etwas mit "Wirtschaft" zu tun hatten.
Diese Leute haben meist nie einen eigenen Betrieb gefuehrt oder wussten am Anfang des Monats noch nicht, wie am Ende des Monats ihr Gehalts-scheck aussehen wird.

Verfasst: 06 Mai 2006, 11:51
von Michael
mannheim hat geschrieben:
Hallo Michael,
den Gedanken mit "Erneuerungswillen" finde ich nicht verkehrt.

Eine Frage wohnst Du in Deutschland?
Wenn nein muss ich Dich aufklären. Politiker in Deutschland sind zum teil gescheiterte Unter Stufenlehrer oder mit einem gewährten Abschluss im Studium Sozialkunde. Oder denke mal ein den ehemaligen Verteidigungsminister Struck, ungedient und von Armee nicht den blassen Schimmer.
in Deutschland jederzeit möglich. Warum: Das Volk hat die Möglichkeit zwischen 2 großen Parteien zu entscheiden, die kleinen Parteien mit einbegriffen.
eine Partei obsiegt und alle Ministerposten werden feuchtfröhlich an; (ich hätte gerade gesagt an Idioten, mache ich aber nicht) wichtige Menschen verteilt.
Hallo Mannheim,

also als erstes, ich bin ein waschechter Norddeutscher, lebe teilweise in Deutschland und teilweise in Russland.

Wir brauchen meiner Meinung nach nicht über die Politiker herziehen. Die schaffen keine Lobbyverbände. Die werden schon vom Volk aus geschaffen. Prinzipiell ja auch nichts verkehrtes, nur haben die Lobbyverbände eine Eigendynamik enwickelt. Denen geht es gar nicht mehr darum, dass durchzusetzen, was der einfache Mensch will.

Da geht es um Funktionäre und Posten und damit um Macht und Geld. Folglich muss man um seiner selbst Willen aktiv werden.

Also muss der Erneuerungswille vom Volk ausgehen und nicht vom gewählten Politiker. Da muss man eventuell auch einen Lobbyverband einfach abschaffen. Hat sich überlebt. Schluss, Ende.

Seh dir die deutschen Gewerkschaften an: Die Streiken um Arbeitsplätze, die gestern schon in's Ausland verlegt wurden. Ist das sinnvolle Lobbyarbeit ? Nein, es geht um die Gewerkschaft selbst. Diverse Streiks haben es bewiesen. Es ist sinnvoller, sich an einen Tisch zu setzen und nach Ursachen zu suchen, damit die abgestellt werden können und Arbeitsplätze in Europa bleiben. Ich spreche gar nicht nur von Deutschland....

Das Thema Lobbyismus ist dermaßen Umfangreich, dass es gar nicht so leicht ist, nur Änderungen vorzunehmen. Das reicht leider nicht mehr, das beste ist alles Zerschlagen und bei Punkt 0 neu beginnen.

Gruß
Michael

Verfasst: 07 Mai 2006, 14:27
von Anonymous
Michael hat geschrieben:
mannheim hat geschrieben:
Hallo Michael,
den Gedanken mit "Erneuerungswillen" finde ich nicht verkehrt.

Eine Frage wohnst Du in Deutschland?
Wenn nein muss ich Dich aufklären. Politiker in Deutschland sind zum teil gescheiterte Unter Stufenlehrer oder mit einem gewährten Abschluss im Studium Sozialkunde. Oder denke mal ein den ehemaligen Verteidigungsminister Struck, ungedient und von Armee nicht den blassen Schimmer.
in Deutschland jederzeit möglich. Warum: Das Volk hat die Möglichkeit zwischen 2 großen Parteien zu entscheiden, die kleinen Parteien mit einbegriffen.
eine Partei obsiegt und alle Ministerposten werden feuchtfröhlich an; (ich hätte gerade gesagt an Idioten, mache ich aber nicht) wichtige Menschen verteilt.
Hallo Mannheim,

also als erstes, ich bin ein waschechter Norddeutscher, lebe teilweise in Deutschland und teilweise in Russland.

Wir brauchen meiner Meinung nach nicht über die Politiker herziehen. Die schaffen keine Lobbyverbände. Die werden schon vom Volk aus geschaffen. Prinzipiell ja auch nichts verkehrtes, nur haben die Lobbyverbände eine Eigendynamik enwickelt. Denen geht es gar nicht mehr darum, dass durchzusetzen, was der einfache Mensch will.

Da geht es um Funktionäre und Posten und damit um Macht und Geld. Folglich muss man um seiner selbst Willen aktiv werden.

Also muss der Erneuerungswille vom Volk ausgehen und nicht vom gewählten Politiker. Da muss man eventuell auch einen Lobbyverband einfach abschaffen. Hat sich überlebt. Schluss, Ende.

Seh dir die deutschen Gewerkschaften an: Die Streiken um Arbeitsplätze, die gestern schon in's Ausland verlegt wurden. Ist das sinnvolle Lobbyarbeit ? Nein, es geht um die Gewerkschaft selbst. Diverse Streiks haben es bewiesen. Es ist sinnvoller, sich an einen Tisch zu setzen und nach Ursachen zu suchen, damit die abgestellt werden können und Arbeitsplätze in Europa bleiben. Ich spreche gar nicht nur von Deutschland....

Das Thema Lobbyismus ist dermaßen Umfangreich, dass es gar nicht so leicht ist, nur Änderungen vorzunehmen. Das reicht leider nicht mehr, das beste ist alles Zerschlagen und bei Punkt 0 neu beginnen.

Gruß
Michael
Hallo Michael,

du widersprichst dich etwas in deiner Aussage, deutsche Politiker gehören
zu einer Kaste an die unterhalb einer Putzfrau stehen, sorry ist meine Meinung. Nicht gewollt und nicht gewählt, die Wahlbeteiligung von ca 60% erklärt vieles.

MFG
mannheim

Verfasst: 08 Mai 2006, 12:20
von Xottabych
Mannheim hat geschrieben:Hallo Michael,

du widersprichst dich etwas in deiner Aussage, deutsche Politiker gehören
zu einer Kaste an die unterhalb einer Putzfrau stehen, sorry ist meine Meinung. Nicht gewollt und nicht gewählt, die Wahlbeteiligung von ca 60% erklärt vieles.

MFG
mannheim
Deine Aussage stimmt zum Teil schon. An Deiner Stelle wuerde ich mal ein bisschen differenzieren.
Erstensmal ist ein Politiker jeder, der bei politischen Prozessen mitwirkt, z.B. auch Wortfueher von Buergerinitiativen. Und ungeachtet dessen, dass in der Potitik wirklich haufenweise Leute taetig sind, die vor allem Selbstprofilierung (CV!), Netzwerke und den eigenen Geldbeutel im Auge haben, gibt es auch etliche, die nicht so denken, insbesondere bei den kleinen Parteien.

Der Frust auf die Politik kommt doch in DE hauptsaechlich dadurch, dass alles schon seit Jahren, seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt. Darum kann ich z.B. Ediks Denkweise schon nachvollziehen (der RUS in dieser Hinsicht ja fuer den besseren Staat haelt. Kann man das so sagen, Edik?). Man wuenscht sich beinahe schon, es ginge in irgendeine Richtung, ganz egal in welche, wenn sich nur einmal etwas bewegen wuerde...!

Bei genauerem Hinsehen offenbart sich aber, dass auch in RUS, wo der Einfluss von NGOs und von Oppositionsparteien geringer ist, die Gesetze auch nicht unbedingt schneller oder besser verabschiedet werden.
Am neuen Forstkodex wird schon seit 6 Jahren herumgedoktort, weil der von 1997 ne Katastrophe ist, und jeder Neuentwurf offenbart von neuem, dass auf Fachleute einfach nicht gehoert wird.

Uebrigens hab ich gar nichts dagegen, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Dann zaehlt meine Stimme eben mehr. Auch OK :idea:

Verfasst: 09 Mai 2006, 00:28
von Bephep
Die heutigen Probleme,Arbeitslosigkeit,
Renten, Krankenversicherung,Bildung waren schon vor 20 Jahren,also vor der Wiedervereinigung abzusehen.
Politiker werden vom Waehler gewaehlt.Und der waehlt nur die Politiker die am meisten versprechen,nicht die Politiker die Ihnen die Wahrheit sagen.
Also bitte nicht ueber unfaehige Politiker jammern sondern ueber unfaehige Waehler.
':reiter:'

Verfasst: 09 Mai 2006, 20:19
von Michael
Bephep hat geschrieben:Die heutigen Probleme,Arbeitslosigkeit,
Renten, Krankenversicherung,Bildung waren schon vor 20 Jahren,also vor der Wiedervereinigung abzusehen.
Politiker werden vom Waehler gewaehlt.Und der waehlt nur die Politiker die am meisten versprechen,nicht die Politiker die Ihnen die Wahrheit sagen.
Also bitte nicht ueber unfaehige Politiker jammern sondern ueber unfaehige Waehler.
':reiter:'
Werner,

da hast Du recht. Ausserdem kann kein Politiker irgendetwas durchsetzen, wofür er keine Mehrheit bekommt. Und wenn die Lobbyverbände etwas nicht wollen, wird es auch schwer, Änderungen so durch zu setzen, dass diese auch Sinnvoll sind.

Nehmen wir doch mal die Veränderungen nach Peter Hartz. Alles ein einziger Flop. Nur das was am Ende nach den endlosen Diskussionen heraus gekommen ist, hat sehr wenig mit der ersten Vorstellung von Peter Hartz zu tun.

Gehe weiter zu den s.g. Gesundheitsreformen ! Viel wird herumgedocktert
aber effektiv geändert wird nichts.

So geht es mit fast allen Projekten. Herumoperieren an einnzelnen Symtomen, aber dabei das ganze aus dem Auge verlieren. Und schon ist das nächste ungewünschte Symtom vorhanden.

Seh Dir die Mobilität in Deutschland an. Fast jedem ist klar, dass wir so nicht weitermachen können. Folglich hast Du die Lobbyverbände der Automobilindustrie auf dem Zettel, dazu noch AvD und ADAC und schon ist das Chaos perfekt. Die Autoindustrie verfolgt wirtschaftliche Ziele. Alles klar, in welche Richtung das geht.

AvD und ADAC sind eingetragene Vereine. Mitgliederbefragung bevor einer von beiden in eine Richtung maschiert = Fehlanzeige. Folglich wird das Vertreten, was die Vorstände entscheiden. Also arbeiten die nicht nur für ihre Mitglieder, sondern vor allem um deren selbst Willen. Was das einzelne Mitglied, oder die Masse der Mitglieder will, ist dort völlig belanglos.

Wie ich schon geschrieben habe, ein endloses Thema

Gruß
Michael

Verfasst: 09 Mai 2006, 23:46
von Bephep
Michael
Das ist ein gutes Beispiel,ADAC AvD und Automobil Industrie.
In einem Verein kann man noch als Mitglied versuchen,ich schreibe bewusst versuchen, etwas zu aendern.

Bei der Automobil Industrie kann man das nicht,aber als Kaeufer.Nur, wer kauft sparsame Autos ???
Immer schoener ,groesser, schneller mehr PS/KW.

Die stellen her was die Leute, auch mit Werbung kaufen.Aber die Kaeufer entscheiden sich, genau wie die Waehler,nicht nach der Vernuft sondern nach Gefuehl.Wer liesst schon ein Wahlprogramm ,wer schaut in eine Liste was ein Auto im Unterhalt kostet.

Verfasst: 10 Mai 2006, 13:54
von Michael
Also das mit den Autos sehe ich für die Zukunft mehr relaxt. Bei den Preisen die vorherrschen, wird bald die Vernunft über den Geldbeutel entscheiden.

Aber was ist mit der Politik ? Wo kann ich sehen, was mich ein Politiker kostet, wenn ich Ihn gewählt habe ? Gibt es ein automatisches Rückgaberecht für unfähige Politiker ?

Und zum AvD oder ADAC, wenn Du da was ändern willst, ist es meist schon zu spät. Du erfährst von dem Handeln der Funktionäre meist erst hinter her.
Und dann ist es zu spät. Und das ist genau das, was ich über die Lobbyverbände meine.

Michael

Verfasst: 20 Mai 2006, 23:15
von Anonymous
Bephep hat geschrieben:Michael
Das ist ein gutes Beispiel,ADAC AvD und Automobil Industrie.
In einem Verein kann man noch als Mitglied versuchen,ich schreibe bewusst versuchen, etwas zu aendern.

Bei der Automobil Industrie kann man das nicht,aber als Kaeufer.Nur, wer kauft sparsame Autos ???
Immer schoener ,groesser, schneller mehr PS/KW.

Die stellen her was die Leute, auch mit Werbung kaufen.Aber die Kaeufer entscheiden sich, genau wie die Waehler,nicht nach der Vernuft sondern nach Gefuehl.Wer liesst schon ein Wahlprogramm ,wer schaut in eine Liste was ein Auto im Unterhalt kostet.
Lieber Michael,

Auto kaufen oder Wählerstimme abgeben, ist schon diverensiert anzusehen.
Mein erstes Auto war ein 318 i BMW, 1990 nach der Wende gekauft , 2 Jahre später gestohlen in der Tschechei, aber wie auch immer, ist nicht das Thema!

Ich hatte das Glück 6 Jahre russisch lernen zu dürfen, war aktives Mitglied
bei der deutsch-sowjetischen Freundschaft und bin immer noch stolz darauf. Ich habe mit jungen Jahren schon viele sowjetische Soldaten und Offiziere kennen gelernt. Das sind Erfahrungen die in mein Bewusstsein eingeprägt sind, wenn ein russe erzählt seine Geschichte, dann schnall dich an und höre zu!!

MFG
mannheim

Verfasst: 21 Mai 2006, 12:19
von Bephep
Politik
Die Waehler haben gewaehlt und jetzt wird die Mehrwertsteuer erhoeht.Das wollte keiner aber der Staat braucht Geld.Und das ist das Problem.
Vor Jahren ist schon diskutiert worden die Mehrwertsteuer auf 20 Prozent zu erhoehen.Gleichzeitig sollte die Erhoehung zur Senkung der Sozialkosten genutzt werden.
Weil wir gerade ueber Autos diskutiert haben will ich das einmal hiermit erklaeren.
Ein Deutsche Auto kostet bei 16% 12 000 Euro mit Mehrwertsteuer.Nach dere Erhoehung auf 20 % ebenfals 12 000 Euro.Denn die Sozialabgaben wurden mit der Mehrwertsteuer gesenkt die Produktionskosten sind dadurch gefallen.
Ein Auslaendisches Auto aber wird teuerer,denn da werden jetzt anstatt 16 % 20 % Steuer erhoben.Dadurch ist der Vorteil Auslaendischer Autos, die nicht mit so hohen Sozialkosten belastet sind, geringer geworden.
Der Fehler bei der jetzigen Erhoehung ist einfach der das die Sozialkosten nicht gesenkt werden und der Staat das Geld fuer den Haushalt braucht.

Mannheim.
Ich bin aus dem Westen und nach meinem Wissen durften normale Soldaten nur in Begleitung von Offizieren aus der Kaserne.
Eine russische Lehrerin hat mit erzaehlt das sie an einer russischen Schule in der DDR unterrichtet hat.Diese Schule hatte eine Partnerschaft mit einer Deutschen Schule.Wenn in der Deutschen Schule ein Treffen stattfand musste Ihr Mann,ein Offizier,jedesmal von seinem Kommandeur eine Genehmigung einholen.
Ich hatte auch den Eindruck das die SU Armee der NVA nicht getraut hat,denn man hat mich gefragt obe Deutsche wohl auf Deutsche schiessen wuerden.Die hatten den Verdacht das im Kriegsfall die NVA auf sie schiessen wuerde.