Verfasst: 26 Okt 2006, 10:22
Tut man ja auch nicht. Es gibt genug Leute, die auch in binationalen Beziehungen erst lange ohne Trauschein zusammen sind, man muss nämlich nicht gleich heiraten, auch wenn das z.B. Voraussetzung dafür ist, dass die/der Liebste nach Deutschland ziehen kann, wenn sie/er nicht schon da ist.waldmeister hat geschrieben:Ist nicht genau das der Punkt? Eine Heirat sollte m.E. etwas endgültiges bleiben. Das ist natürlich eine wertkonservative Haltung, aber ich denke tatsächlich, solche Entscheidungen sollte man letztlich auch sich selbst zuliebe nicht leichtfertig fällen.
Andererseits - wenn wir schon bei wertekonservativer Haltung sind - muss ich sagen, dass ich auch nichts von diesem jahrelangen "Prüfen, bis man sich ewig bindet" halte. Ich hätte zwar selber nie gedacht, dass ich mich mal sooo schnell entscheide, und viele meiner Freunde und Bekannten hatten ihre Bedenken, aber ich bereue es nicht, und meine "Bedenkenträger" sind inzwischen auch alle beruhigt. Ich finde, eine Beziehung braucht Verbindlichkeit, eine Entscheidung, auf deren Grundlage sie auch dann standhält, wenn die rosaroten Gefühle plötzlich nicht mehr da sind, und eine Ehe ist da nun mal das Verbindlichste, weil sie es halt nicht mehr so leicht möglich macht, dass einer mal eben sagt, er oder sie hat genug und er oder sie geht jetzt. Und das finde ich gerade auch in binationalen Partnerschaften wichtig, weil das doch einen gewissen Schutz davor bietet, 1. einfach "in der Fremde hängengelassen" zu werden oder 2. ausgenutzt zu werden, eben weil man in der Regel nicht mal einfach so heiratet.
Ob eine Beziehung hält oder nicht, ist sicher nicht Frage des Trauscheins, aber wenn man geheiratet hat, überlegt man sich es vielleicht doch eher, ob man die Beziehung einfach leichtfertig aufs Spiel setzt oder beendet.