Dave hat geschrieben:
... aber Welche Position und Einstellung die von
Dir erwähnten Russen haben, kannst Du ja mal zur allgemeinen Nach-
vollziehung und Akzeptanz, erörtern.
Falls du auch andere Themen verfolgt hast, in denen zu den Auseinandersetzungen mit Zeppelin kam, so hättest du auf seine ständigen Bemerkungen über die Kurzsichtigkeit und Plumpheit der russischen Regierung und des Präsidenten stossen können. Dabei hat er immer betont, wie schlecht es für die russischen Bürger sei. Er hat aber vergessen, dass die Mehrheit der Bevölkerung die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen als positiv bewertet. Das scheint aber den Mann nicht zu interessieren, denn die Stempel "KGB", "Spion", "Propaganda", "Medienfreiheit" etc. bei ihm zu stark eingeprägt sind.
Auf so einer Einstellung mit den "Ich schreie sonst"-Argumenten kann man keinen Dialog bauen. Ich will natürlich seine eigene Meinung gar nicht unterdrücken, aber im Laufe einer Diskussion muss man auf den Standpunkt anderer Teilnehmer achten und auf diese eingehen, damit die Diskussion auch poduktiv und interessant ist. In Wirklichkeit landen wir aber "unter der Gürtellinie", denn es kommt zu den verbalen Angriffen und Beschimpfungen. Insoweit kann (will) der Mann weder meine Position (ich bin auch Russe) noch anderer nachvollziehen bzw. akzeptieren.
Dave hat geschrieben:
P.S. Weshalb sollten denn persönliche Meinungen immer mit Zitaten
belegt werden?
Es ist absolut notwendig, um eigene Meinung zu begründen. Ich kann nicht eine Behauptung aufstellen, ohne diese gut aurgementiert zu haben. Wenn wir z.B über die Putins Rede diskutieren wollen, dann sind Zitate anderer für mich notwendig, damit ich die Denkweise, bzw. Denkweg des Opponenten besser nachvollziehen kann. Andererseits, wenn wir von den gleichen Inhalten ausgeshen, kann es gewährleistet werden, dass auch der Gegenstand der Diskussion klar und deutlich definiert ist, wobei der Ablauf konsequent und themenbezogen ist.
Zeppelin hat geschrieben:Entschuldigung, aber ich habe einzig und allein anhand Deiner argumentationslosen Polemik nicht den geringsten Anlass, an Dir auch nur die leiseste Spur politischer Kompetenz wahrzunehmen.
Ich habe niemals behauptet, dass ich Politologe bin. Andererseits habe ich meine Zeit investiert, um die Putins Rede zu finden und daraus die Stellen zu entnehmen, die auf deine Beschuldigungen antworten. Deswegen finde ich mein Vorgehen nicht argumentationslos, denn ich bin so weit wie möglich sachlich geblieben.
Zeppelin hat geschrieben:
1.) Es ist einzig und allein der Tschechischen Republik vorbehalten, Militärbündnisse mit anderen Staaten einzugehen und / oder die Stationierung militärischer Anlagen auf ihrem Territorium zuzulassen oder eben nicht.
Und was Tschechien für Erfahrungen im Prager Frühling bzw. von 1945 bis 1989 mit der damaligen Sowjetunion gemacht hat, dürfte wohl bekannt sein.
Davon spreche ich ja, verstehst du das etwa nicht. Sie haben unter Sowiets genug gelitten. Aber was passiert jetzt? Welche Rolle spielt Tschechien als NATO-Mitglied, wenn der Radar von den
Amerikanern aufgestellt und betrieben wird. Wieso sind das nicht tschechische Soldaten, die sich um die Anlage kümmern. Wieso gehen die Menschen auf die Strasse, um gegen den Radar zu protestieren? Wieso werden in Rumänien und Bulgarien je 5000
amerikanische Soldaten. stationiert? Ist das wirklich ein Bündnis, dessen Mitglieder gleichgestellt sind, oder ist jemand vielleicht ein Hauptdemokrat, der allen anderen Befehle erteilt und die Entscheidungen übernimmt?
Zeppelin hat geschrieben:Im Gegenzug könnte man durchaus auf die Stationierung von Abwehrraketen in Polen verzichten, wenn die Russische Föderation zusichert, ihre eigenen Systeme auch zur Verteidigung gegen Angreifer auf EU und NATO einzusetzen.
Das würde viel Transparenz, Vertrauen und gegenseitige Kontrolle ermöglichen, sowie das Geld für wichtigere Aufgaben frei machen.
Das hat aber Putin auch angesprochen. Wusstest du etwa nicht?
Hier mal, von mir wörtlich übersetzt:
"Und wenn heute, der neue Verteidigungsminister der USA verkündet uns, hier anwesenden, die überflüssigen Raketen in Lagern, "unter dem Kissen" oder "unter der Decke" nicht zu verstecken, dann schlage ich vor, dass wir uns alle erheben, um diese Bekundung zu begrüßen. So eine Bekundung wäre sehr wichtig." Weiter geht es darum, dass Russland seine Versprechen immer eingehalten hat. Und später kommt dann:"Heute möchte ich Sie darüber informieren, dass wir ein Projekt des Vertrages über die Verhinderung der Stationierung der Waffen im All vorbereitet haben". Was meinst du? Ist der Bursche aufgestanden, der letzte Woche die potenziellen Gegner eindeutig festgelegt hat?
Kultgrieche hat geschrieben:Mit Wortbrüchigen kann nicht ehrlich kooperiert werden. Die NATO hatte in der Umbruchszeit Wiedervereinigung / Ausflösung der UdSSR der RF zuigesichert, keine NATO-Erweiterung östlich von Deutschland vorzunehmen. Und wo stehen wir jetzt? Versetze Dich mal in die Lage der russsichen Regierung, da macht sich ein Militärbündnis vor den russischen Staatsgrenzen breit, das sich nicht gerade um das Völkerrecht schert (Angriff auf Jugoslawien ohne UN-Mandat!), sondern aus dem die USA quasi wie aus einem Baukasten seine Verbündeten herauspickt und mit ihnen Kolationen der Willigen strickt.
Alles, was du hier schreibst, steht in den Zitaten in meiner vorherigen Mitteilung. Herr Werner hat es zugesichert, ist aber nicht eingehalten worden. UNO als oberste Institution in Sachen des internationalen Rechts und Legitimität - sagt Putin, nein - sagt italienischer Verteidigungsminister.