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Re: Hätte ich Chancen in Moskau einen Job zu kriegen?!

Verfasst: 07 Feb 2009, 23:49
von Bephep
Dietrich
Und die Russen achten eben nicht so auf die Preise wie die Deutschen.
Einspruch Euer Ehren.
Anfang Dezember hatte ich Gaeste die schon oft hier und bei mir waren waren und die Stadt kennen.
Die sind trotzdem einmal Stadt rauf und runter gegangen und haben die Preise verglichen.
Und das erlebe ich immer wieder.

Re: Hätte ich Chancen in Moskau einen Job zu kriegen?!

Verfasst: 08 Feb 2009, 00:37
von Dietrich
Also wenn ich immer wieder sehe, dass welche behaupten, auf dem Rinok wäre es billiger als im Supermarkt, dann kann es mit dem Preisvergleich nicht allzu weit her sein.

Zumindest scheint es sich in Russland ja nicht so zu lohnen, mit wirklich guten Preisen aufzutrumpfen. Klar, im Auchan ist meist recht viel los, aber auch in den anderen Supermärkten kaufen viele ein. Siehe z.B. Sedmoy Kontinent....

Re: Hätte ich Chancen in Moskau einen Job zu kriegen?!

Verfasst: 08 Feb 2009, 16:01
von Simone
Die Kalkulation eines Supermarktes sieht in Russland sicherlich anders aus als die eines deutschen Discounters. Deren Einkaufsmacht ist deutlich höher und somit der Druck auf die Hersteller (Beispiel: deutsche Milchpreise). Dann ist sicherlich die Diebstahlsrate (Schwund) in Russland höher und Logistik-und vor allem "russische" Nebenkosten sowie die Marge sind deutlich höher. Und solange hier monopolistische Marktbedingungen vorherrschen und solange Verkäuferinnen gähnend hinter dem Tresen lehnen (von der Unfreundlichkeit mal ganz abgesehen, also Personalqualität und -quantität), wird es keine großartigen Preissenkungen geben.

Ich glaube schon, daß viele Russen preisbewußt sind (bzw. sein müssen), aber in ihrer fatalistischen Art schlucken sie halt die Bedingungen.

Re: Hätte ich Chancen in Moskau einen Job zu kriegen?!

Verfasst: 08 Feb 2009, 16:33
von Andy
man muss ja auch sehen, dass der Lebensmittelgrosshandel in vielen Regionen Russlands (v.a. in kleineren Staedten) monopolisiert ist. Es gibt da manchmal nur noch einen Grosshaendler pro Produktgruppe, wo die oertlichen Supertmaerkte oder Geschaefte einkaufen koennen. Entsprechend willkuerlich wird dann die Preisbildung. Die bildet sich eher aus dem Verhaeltnis des Buergermeisters zu diesen Geschaeftsleuten. In vielen kleine Orten gibt es auch sogenannte "хозяйны", das sind irgendwelche Typen, meist ehemalige Polizeichefs, Mafiabosse oder Buergermeister, die die ganze Stadt kontrollieren. Jede Geschaeftstaetigkeit oder Preisbildung muss mit denen verhandelt werden, gegen entsprechende Beteiligung natuerlich. Traurig, aber war. Zurueck zum Feudalismus.
Nur in Grosstaedten herrscht eine allgemeine Wettbewerbsfreiheit unter Konkurrenzbedingungen.