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Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 19 Okt 2010, 21:06
von GastroService
Hallo Markus,
ich gebe Dir Recht, ich habe ja nicht von den Ergebnissen die russischen Kueche geredet
Nur muss ich sagen, wenn ich deutsche Gerichte aus russischer Kuech gegessen habe, so war ich bis jetzt IMMER SEHR entaeuscht. Was ich schon als "deutschen Kartoffelsalat" oder bayrische Weisswuerst auf dem Teller hatte.....
![protest [protest]](./images/smilies/protestier.gif)
, Dass ich schon gesagt habe, ich mach Seminare fuer die Koeche, in 2011 werde ich das in Novosibirk in Agriff nehmen.
Zum DWI, ja es hat den Vertrag mit dem russ. (Moskau) Werbebuero beendet. Ich habe noch eine russische Information ueber deutsche Weine von DWI bekommen. Ich biete auch Seminare ueber deutsche Wein in Russland an. Das Problem sind die Weine, jeder Wein muss (bei Jahrgangsweinen jaehrlich) die Zulassung zum Import (Export) bekommen, das ist eine Kostensache, leider. Ich kenne einige Genosseschaften und Weingueter, die ich sofort in Russland anbieten koennte, wenn ich die "Vorlaufkosten" berechne und die Menge gegenueber stelle :( .
Ich kenne das Angebot, auch bei Metro, es ist mehr als traurig.
Hoffe wir auf bessere Zeiten
Gruss
Guenter
Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 19 Okt 2010, 21:54
von Bountyhunter
Hallo Günter,
ohje - aber das war ja abzusehen. In den USA abe ich mal in einer "Bavarian Brewery" (das Bier war original dunkelrot!) totgebruzzelte Kabanossi und in Zellophan verpackte Kekse bekommen.
Also alles, was recht ist - DAS würden die Russen niemals machen.
Zurück zum Thema Beratung:
Es gibt einen "Knackpunkt" zwischen "otschen interesno" und dem Willen sowie der Finanzierung zum Projekt.
In jedem Fall muss man alles, was man macht, nach russischen Gesichtspunkten mit Zahlen (und zwar mit belastbaren) hinterlegen.
Das muss man dann kommunizieren und sich gleich die verantwortlichen Behörden an Bord holen.
Allerdings erwecken gute Zahlen bei diesen Behörden auch wieder Begehrlichkeiten, die man mit einkalkulieren muss.
Wie hat das der Rest der Community erlebt?
Herzliche Grüße,
Markus
Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 19 Okt 2010, 22:06
von Apollo
Ich kann jetzt nur fuer Aserbaidschan sprechen, aber sicher holt der lokale Partner die notwendigen Behoerden ins Boot. Die Behoerden schauen aber nicht in die Zahlen, bzw. erlangen keine Kenntnis davon. Den Typen fuer die Baugenehmigung interessiert doch nicht der Business Plan. Der will sofort und einmalig Geld sehen.
Man hat solange Welpenschutz bis sich das auslaendische Investment amortisiert hat. Danach aendern sich dann die Besitzverhaeltnisse zugunsten des lokalen Partners. Nach 6-8 Jahren hat man dann meistens hier den kompletten Squeeze Out.
Der lokale Partner stellt oder organisiert die Schapka, in der Regel sind die Bestechungen aber doch nur Einmalzahlungen. Dies kommt auch der Mentalitaet der Kultur, den kurzfristigen Vorteil zu sehen, entgegen.
Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 19 Okt 2010, 22:10
von bella_b33
Bountyhunter hat geschrieben:
Allerdings erwecken gute Zahlen bei diesen Behörden auch wieder Begehrlichkeiten, die man mit einkalkulieren muss.
Wie hat das der Rest der Community erlebt?
Glücklicherweise gar nicht!
Als sehr kleine OOO haben wir bis Dato keine Probleme, daß irgendwelche Begehrlichkeiten bei bestimmten Leuten geweckt werden könnten, wie auch....uns kennt ja, außer den paar zuständigen Behörden, sowieso Keiner(was ich auch gut so finde, da meine Geschäftspartner sowieso nicht von hier sind). Mir wäre bis heute auch nicht wohl, bei einem großen öffentlichen Auftritt, daß nicht irgendwann ein paar Spezialisten kommen und die Hand aufhalten :(. Sollte ich diese Zweifel irgendwann mal ausräumen können, dann mach ich meinen Schnitzelstand am Highway, zusammen mit dem Sibirier, auf

Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 20 Okt 2010, 06:41
von Zejtnot
Bountyhunter hat geschrieben:
Allerdings erwecken gute Zahlen bei diesen Behörden auch wieder Begehrlichkeiten, die man mit einkalkulieren muss.
Wie hat das der Rest der Community erlebt?
Ich schließe mich Silvio an. Bis zu einer gewissen Größe hat man damit meiner Meinung nach keinerlei Probleme. Klar, der Feuerwehrmann der kürzlich den fehlenden Evakuierungsplan bemängelt hat, hätte sicher die Strafe in bar angenommen - aber es war auch keinerlei Problem sich vom Gericht in Abwesenheit zu 500 Rubel Strafe verurteilen zu lassen. Es ist also unter Umständen etwas aufwändiger - aber man kommt ohne Schmiergeld hin.
Die Erfahrung, dass Partner mit jedem Gemeinschaftsprojekt nur selber groß rauskommen wollen, habe ich auch gemacht. Deswegen sollte man hier selber seine Sachen ohne Partner aufbauen, auch wenn es aufwändiger ist.
Re: Beratung im russischen Markt
Verfasst: 20 Okt 2010, 13:52
von Zejtnot