Seite 32 von 51

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 15 Sep 2008, 08:42
von Kationok
Bephep hat geschrieben:Die USA bei der Verfolgung der Taliban ueber die Grenze ohne die Zustimmung Pakistans eingedrungen
Ich halte alles Eindringen, Angreifen, Grenzen übertreten ohne Zustimmung der USA für falsch!

Ich habe das Gefühl, dass die USA mit der ganzen Welt spielt wie auf einem Schachbrett! Und wenn, Russland seine Interessen vertritt, dann nur weil sie keine Spielfigur sein wollen. Es wird sicher nicht mehr lange dauern bis die USA Saakaschwilli fallen läßt.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 15 Sep 2008, 17:54
von Holger
Hallo und guten Tag,

so wie ich es sehe, auch durch medien in D, Rus und USA erfahren habe, hat Georgien in der NAcht, ohne Vorwarnung Südossetien angeriffen, Bomben geworfen auf Krankenhäuser und Schulen. Deren Präsident ist mit der Nase ganz dicht dran an Georg W. und erhofft sich dadurch die "Freundschaft" Amerikas. Die wiedrum sind an der Pipeline die in die Türkei führt interessiert um sich strategisch den Zugriff auf russisches Öl zu sichern. Gleiches möchte aber auch Russland und eilte schnell den Südossetiern zu hilfe. Irgendwie verständlich, durchsichtig und niederträchtig, so oder so. Egal wer SCHULD traegt oder tragen wird. Richtig is ganz klar, dass Menschen, unschuldige, schwer zu leiden hatten !!

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 16 Sep 2008, 10:30
von Zejtnot
Holger hat geschrieben:Die wiedrum sind an der Pipeline die in die Türkei führt interessiert um sich strategisch den Zugriff auf russisches Öl zu sichern.
Also für russisches Öl braucht man die georgische Pipeline nicht! Allenfalls für zentralasiatisches (Turkmenistan, etc.), welches bislang ausschließlich durch Russland fließen kann.

Tragisch ist halt, dass am Ende Zivilisten leiden und missbraucht werden.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 17 Sep 2008, 12:39
von Kundun
Hier ein Link von gestern Abend, ohne Kommentar, da selbsterklärend:
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt844.html
"Georgien und die Medien" sowie der Kommentar dazu.

Gruß
Kundun

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 19 Sep 2008, 00:14
von Bephep
Georgien ist in den Nachrichten schon fast verschwunden.Die Bankenkrise ist viel wichtiger.

Und die EU wird auf Deutschen Vorschlag eine Kommission bilden und den Beginn des Krieges untersuchen.Das geht dann nach dem Motto ""Wenn Du nicht mehr weiter weiss bilde einen Arbeitskreis.""

Aber eine Wirtschaftliche Krise zwischen Russland und dem Westen wird es nicht geben das koennen sich beide Seiten nicht leisten.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 19 Sep 2008, 14:29
von Dietrich
Da sich viele in Russland aufhalten und Phoenix hier nicht so einfach zu empfangen ist, hier die Moeglichkeit, die Phoenix-Runde vom 02.09. zum Thema "Krieg in Georgien" online anzuschauen.

Ist zwar nun schon 2 WOchen alt, aber in meinen Augen trotzdem recht interessant.

http://www.phoenix.de/sixcms/detail.php ... transfer=2

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 19 Sep 2008, 15:27
von achim
Danke für den Link, durchaus sehenswert.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 20 Sep 2008, 06:45
von Nikolai
Was machen die amerikanischen Truppen in Deutschland? Unterrichten ihres Kanzlers zu leben!?
Bush sprengt die Zwillingstürme, in Afghanistan züchtet für Sie die Drogen, stiehlt bei den Deutschen das Geld, bereitet die Aufmarschbasis in Georgien für den Krieg gegen Iran vor. Gehen Sie hinter ihm und sterben Sie!

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 21 Sep 2008, 15:09
von Xottabych
ferdystschenko hat geschrieben:Wenn du also die völkerrechtliche Zugehörigkeit Südossetiens zu Georgien für sich betrachtest, hast du damit noch lange nicht den gesamten Konflikt beschrieben. Und deshalb ist das hier falsch:
Xottabych hat geschrieben:Also: Ist Südossetien Teil Georgiens? Ja. Warum genau das so ist, und inwiefern das so richtig oder falsch ist, das ist eine ganz andere und zunächst nebensächliche Frage, die gelöst werden muss - aber nicht durch Russland, und schon gar nicht mit kriegerischen Mitteln.
Diese Frage halte ich für alles andere als nebensächlich. Sie ist zwar einigermaßen plump formuliert (soll keine Beleidigung sein - ich sehe deine Absicht), aber sie ist unmittlerbar mit der ersten Frage verwoben. Wir reden hier über Zeitgeschichte, die sich nicht isoliert und ohne Hintergrundwissen über die letzten mehr als 100 Jahre auch nur annähernd verstehen lässt. Abgesehen davon impliziert deine Forderung "nicht mit kriegerischen Mitteln" schon wieder den Vorwurf des Neo-Imperialismus gegenüber Russland, was, wie man's drehen und wenden mag, reine Interpretation ist.
Ich habe nicht geschrieben, die Frage nach dem historischen Hintergrund sei überhaupt irrelevant; ich habe geschrieben, sie sei zunächst nebensächlich. Natürlich muss man die Umstände kennen, aber der Zusammenhang mit der Handlungsweise der russischen Regierung ist hier zumindest nur mittelbar: Selbst, wenn man sich darüber einig wäre, dass Südossetien nicht zu Georgien gehörten dürfte, bedeutet das noch lange nicht, dass ausgerechnet Russland sich erlauben darf, eigenmächtig in Georgien seinen Willen durchzusetzen.

Und ja, selbstverständlich ist meine Interpretation dieser und anderer Geschehnisse, dass Russland eine neo-imperialistische Politik betreibt. Mehr als eine subjektive Auslegung der Dinge ist niemandem von uns hier möglich (Dich eingeschlossen).

Eins noch: Deine Bemerkung hinsichtlich "plump forumulierter" Fragen war trotz Deines quasi entschuldigenden Nachschiebers eine Beleidigung und zudem unnötig; aber allzu dünnhäutig wollen wir nicht sein, und eine Erörterung rhetorischer Kniffe können wir auch gerne auf ein anderes mal verschieben. ;)
ferdystschenko hat geschrieben:
Xottabych hat geschrieben:(...)Trotzdem hat Russland nicht das Recht, in Georgien einzufallen!
Das sehe ich anders. Ich weiß nicht, von was für einer Art Recht du eigentlich sprichst, denn der Begriff "Recht" wird ja immerhin von allerlei Nationen, Konventionen, Institutionen, Traditionen, Petitionen, Generationen, etc. unterschiedlich aufgefasst.
Wollen wir uns als Nicht-Juristen tatsächlich auf das Glatteis einer rechtswissenschaftlichen Interpretation des Konflikts begeben? Das kann eigentlich nicht gutgehen. Aber wenn Du vom Fach sein solltest, kannst Du uns ja sicher erklären, wie man das auszulegen hat?
ferdystschenko hat geschrieben:Aber mal gegengefragt: Wer hätte denn deiner Meinung nach ein Recht, solch einem Gemetzel ein Ende zu bereiten?
Jedenfalls nicht Russland. Wir leben doch nicht mehr im Kolonialzeitalter. Ich dachte, für so etwas gäbe es seit Jahrzehnten Organisationen wie OSZE, UNO oder noch einige andere? (Bitte jetzt nicht der allseits bekannte Hinweis darauf, dass die Amerikaner als erste... usw.)
ferdystschenko hat geschrieben:Die oftmals gewaltsamen Unruhen in den Südossetien und Abchasien schwelen schon seit vielen Jahren, Russland hat lange darauf aufmerksam gemacht, die Republiken selbst ebenfalls. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft blieb jedoch so gut wie vollkommen aus. Niemand hat sich einen Dreck um den Konflikt geschert, während der georgische Präsident als Liebling der Amerikaner tun und lassen konnte, was er wollte. Man hatte ein Interesse an der Stabilität Georgiens, nicht aber an den Lebensbedingungen irgendwelcher Minderheiten.
Mag sein, dass sich "niemand um den Konflikt geschert hat", aber hat die russische Regierung nicht jedem Osseten in Georgien, der es wollte, einen russischen Pass in die Hand gedrückt und damit dazu ermutigt, sich von Georgien zu lösen? Mit "Friedensvermittlung" würde ich das nicht gerade etikettieren, ebensowenig mit einem Interesse an der Stabilität des Landes. Ich glaube eher, Russland hat im Gegenteil ein Interesse an dessen Instabilität, solange Saak dort Präsident ist.
ferdystschenko hat geschrieben:
Xottabych hat geschrieben:Eine wahrhaft tödliche Bedrohung, wenn die georgische Armee mit Material oder Geld aus den USA aufgerüstet wird...
Entschuldigung, aber wo kommen diese Dinge denn auf einmal her?
Es ist im konkreten Fall des Konflikts zwischen Georgien und Russland völlig egal, woher. Saaks Agressionen waren schließlich gegen die Separatisten in Südossetien gerichtet, und nicht gegen Russland.
ferdystschenko hat geschrieben:Klingt mir wiederum sehr nach Auslegung, um nicht zu sagen, Verdrehung der Tatsachen. Nicht zuletzt der Punkt, wer den Krieg denn eigentlich begonnen habe.
Natürlich ist es eine Auslegung. Es ist jedoch von russischer Seite aus eine Verdrehung der Tatsachen zu behaupten, Georgien habe einen Krieg gegen Russland begonnen. Dieser Verdrehung bist meiner Ansicht nach auch Du selbst auf den Leim gegangen, wie aus Deiner Frage Frage klar wird, wer "den Krieg" begonnen habe.

Das Verständnisproblem ist: Es war nach meinem Verständnis nicht "der Krieg", sonder es waren zwei Kriege, wobei der erste gar kein Krieg im herkömmlichen Sinne war, sondern eine Militäraktionen der georgische Regierung in einem Teil des eigenen Staatsgebietes, bei dem zwar umstritten ist, ob er zu Georgien gehören dürfte, aber bei dem zumindest eindeutig klar ist, dass er nicht zu Russland gehört. Das war, lapidar gesagt, eine Angelegenheit Südossetiens und Georgiens.
Die russische Regierung dagegen hat sich in diesen Konflikt aus unterschiedlichen Zielen heraus eingemischt, wobei ich denke, dass die offizielle Begründung, die ossetische Bevölkerung zu schützen, nur ein Alibi unter anderem für geostrategische Überlegungen ist, die ja sogar von russischer Seite her nicht geleugnet werden (Ich denke da an Schlagworte aus dieser Diskussion, wie z.B. "Amimarionette", "NATO" etc.). Wer hat also den Krieg zwischen Georgien und Russland begonnen? Russland.

Soweit meine Sicht der Dinge.

Re: Krieg/ Geogien/ Ossetien

Verfasst: 21 Sep 2008, 15:24
von Uwe
Ich dachte, für so etwas gäbe es seit Jahrzehnten Organisationen wie OSZE, UNO oder noch einige andere?
Da hast Du falsch gedacht. Wo sind oder waren sie denn im Sudan, Somalia und Ruanda (alles Länder ohne Öl).