Moin Moin,
Vieles, was im Bericht gesagt wird, war schon bekannt. Dennoch gibt es zumindest für mich ein paar neue Erkenntnisse, die Ich noch nicht kannte.
Folgende Dinge des
vorläufigen Untersuchungsbericht sind mir aufgefallen:
1.2 Unglücksstelle war zugänglich
S. 8, 4. Absatz:
-Ermittler waren noch immer nicht an der Unglücksstelle. Grund dazu, weil es unmöglich ist. Warum es bis jetzt unmöglich ist, wurde nicht genannt???
-Die Behauptungen, dass Freiheitskämpfer die Ermittler nicht an die Untersuchungsstelle ließen (wie zahlreich in den Medien zu finden war), wird in diesem Absatz widerlegt, da sowohl NBAAI (Ukrainische Ermittler), als auch die, nicht dem Team zugehörigen, malaysischen Ermittler unmittelbar nach dem Absturz (19.-24. Juli) die Unglücksstelle(n) fotografieren konnten, so dass diese Fotos mit in den U-Bericht geflossen sind.
2.1 Hergang des Fluges
S. 11
1. Abs.: Laut Flugplan sollte FL (Flight Level)
ab dem Wegpunkt PEKIT (zwischen Kiew und Dnjepropetrowsk) bis restl. Ukraine
350 (=35.000 Fuß) betragen,
3. Abs.: -Nach dem die Flugkontrolle MH17 gefragt hatte, ob diese,
wie es der Flugplan vorsah, auf FL350 steigen könnte, habe diese die Anfrage der "Dnipro Kontrolle"
negiert. Warum MH17 nicht FL350 fliegen konnte, wird leider nicht gesagt. Genauso wenig, warum die Lotsen nicht nach dem Grund fragten,
obwohl es doch der Flugplan vorsah.
-Weiter wird gesagt, dass MH17 wegen dem Wetter
satte 20NM (=37Km) angeblich nach links ausweichen musste. Im weiteren Verlauf (dazu unten mehr) werden u.a. Sattelitendaten des Wetters präsentiert und erörtert, dass Cumulonimbus Wolke(n) zu der Zeit präsent waren. Laut
Wikipedia hat eine Cumulonimbuswolke in Mitteleuropa allerdings einen max. Durchmesser von nur 10Km, d.h. bei einem max.-Radius v. 5Km ist es für mich fraglich warum MH17 einen solchen Umweg genommen hat. Genauso frage Ich mich, ob auch andere Flugzeuge dem Wetter ausgewichen sind.
-MH17 habe auch angefragt, ob diese ein FL340 fliegen dürfe. Die Lotsen haben es verneint. MH17 sollte also, obwohl sie ausgewichen sind, weiter FL330 fliegen. Und auch wenn Ich mich wiederhole; trotz dessen, dass der Flugplan ein FL350 vorsah, ist MH17 bis zum Absturz dieses nicht geflogen. Wollte da jemand evtl. den Flieger unten haben?
4. Abs.: Wie Ich es schon ein paar Seiten vorher in diesem Thread belegt hatte, bestätigen die Ermittler, dass MH17 vom Flugkurs abgewichen war. Genauso wird hier die Theorie des russischen Verteidigungsministeriums bestätigt, dass MH17 dem Kurs abgewichen war (20NM nordöstlich) und später den alten Kurs anflog. Diesen allerdings nicht erreichte, da Radaraufzeichnungen das Flugzeug 3.6NM weit entfernt vom Flugkurs anzeigten.
S. 12 Abbildung
-Es werden ein paar Flugzeuge angezeigt. Allerdings nicht welche Fluglinien es sind. Daher ist es schwer nachzuvollziehen, ob man solches nachprüfen könnte. Ungewöhnlich, so wie auch im Bericht (Pkt. 2.4.2) gesagt wird, der FL400 des A330 (rechts).
Genauso, wie Ich es schon einst hier im Thread gezeigt hatte, wird die These widerlegt, dass sich AFL2074 in der Nähe befand und das eigentliche Ziel (der Freiheitskämpfer) gewesen sein soll, da die AFL2074 ein
A320 gewesen ist.
Desweiteren stammen diese Information von der Ukrainischen Seite, wie es im Pkt. 2.5.3 gesagt wird.
2.4.2 beschränkter Flugbereich
S. 13
Vorletzter Absatz: Vom
1. - 28. Juli wurde ein NOTAM von
0-FL260 festgesetzt. Jede Zivilmaschine, die in diesen Sperrbereich reinfliegen wollte, hätte
um Erlaubnis der ukrainischen Armee bitten müssen.
"Zufälligerweise" wurde nur 3 Tage vor dem Crash, (also noch in der NOTAM vom 1. - 28. Juli) eine andere NOTAM festgesetzt, die den Sperrbereich von FL260 -
FL320 definierte. Nein, die MH17 flog nicht in diesen Sperrbereich. Allerdings war diese (als einzige von den Maschinen in der Umgebung) nicht weit davon entfernt und hatte auch um eine höhere FL gebeten (siehe oben).
2.5.3 Entfernung zu anderen
S.14
Zum Zeitpunkt der Katastrophe betrug die Entfernung von MH17 zu einem anderen Flugzeug staatliche 30Km. Ich sehe an dieser Entfernung keinen Grund warum MH17 nicht einen FL350 flog, so wie es eben der Flugplan vorsah.
Allerdings wird dieses noch untersucht (vermutlich, weil nur einseitige Daten der Ukraine vorliegen)
Laut flightaware hatte die MH17 während ihres gesamten Fluges kurz vor dem Absturz ihre Höchstgeschwindigkeit erreicht gehabt
2.5.4 Gespräche
S.14
Ich hätte mir zwar die Originalaufnahmen gewünscht, wie bspw. im Falle der Hudsonlandung, aber zumindest etwas.
Letzter Absatz:
Gespräche zwischen den Lotsen und MH17, sowie zwischen ukr. Lotsen & russ. Lotsen, wurden von der UKRAINE bereitgestellt.
S.15
Im gesamten Verlauf kam nicht eine Anfrage an MH17, ob alles i.O. sei. Es sei angemerkt, dass MH17 20NM (=37km) vorgab abzuweichen und es eine (im Vgl. zu den anderen Flugzeugen) geringere Höhe flog, so dass es unweit des Grenzbereichs des NOTAM sich befand.
2.8 Wetter
S. 18
Das Sattelitenbild ist doch ein Witz oder?
Kein Bezugspunkt, kein Maßstab, keine Nordpfeil, nichts.
Aber dennoch ist für mich anhand des minderwertigem Bild fraglich warum MH17 20NM abweichen musste. Die orangene Wetterfront macht mir nicht den Eindruck, als wenn es weiter oben auch so dicht bewölkt ist.
2.9.1 Flugrekorder
S18
1. Absatz: Wusste nicht, dass der Flugrekorder über einen Umweg zuerst nach Kiew ging, bevor er dann nach England gebracht wurde. Was wäre es für ein Geschrei gewesen, wenn ein solcher von den Freiheitskämpfern über Moskau gebracht wurde.
2. Absatz: Wie? Russland war doch nicht dabei? Bevor man unterstellt, dass die russischen Ermittler ausgeschlossen wurden, sage Ich mal, dass diese an diesem Tage mit Schnupfen im Bett geblieben sind.
2.10 Wrackteile
Ab S. 21
Eines der Argumente, dass die Su-Theorie, um so mehr bestätigt.
Schaut man sich die Abb. 6 auf S. 21 an, so erkennt man, dass das Cockpit (+fordere Sektion) vom "Rest" des Flugzeugs weit entfernt aufgefunden wurde.
Für mich ein deutliches Indiz dafür, dass das Flugzeug noch in der Luft auseinander gerissen wurde.
Auf S. 22 ist eine Abbildung der schematischen B777 mit den gefundenen Fragmenten. Leider wurden nicht alle im Bericht aufgezeigt, so z.b. soll das Bug ebenfalls aufgefunden worden sei. Schade, dass dieses nicht gezeigt wird.
Ebenfalls wird gesagt, dass das Cockpit, vor allem aber die linke Seite, wo der Kapitänsplatz ist, einen enormen Schaden davon getragen hat, so dass sich zahlreiche "Löcher" finden ließen.
Auf S. 23 oben sieht man dieses Fragment.
Auf S. 24 für mich das Argument, das die Bug-Theorie unwahrscheinlicher wird. Im Bild ist ein Teil des Cockpit
daches zu erkennen, wo im Bericht gesagt wird, dass diese Löcher von
außen nach innen gehen. Eine Buk-Rakete, die von oben explodiert ist?
Wenn es also eine Buk gewesen wäre, hätte es
über dem Flugzeug explodieren müssen. Ergo: Es würden sich dann auch weitere Spuren der Splitter
auf dem Flugzeug finden lassen müssen.
Auf S. 25 sieht man den Cockpitboden, wo ebenfalls gesagt wird, dass die Löcher von oben nach unten gehen.
Es werden im weiteren Verlauf noch einige Fragmente (wie Ich finde zu wenige) gezeigt, die rel. unversehrt sind, was Löcher betrifft.
Im Netz findet man allerdings auch noch weitere.
Wenn Ich mich richtig entsinne, dann war es der User "Dietrich", der folgenden
Link gesetzt hatte. Im Link unter Pkt. 18 sieht man ein weiteres Fragment, dass deutlich nach Löcher aussieht. Unter Punkt 19 hingegen ein Fragment, dass absolut keine Löcher vorweist, obwohl es doch gerade unweit des Cockpits gewesen ist.
Es wäre eigenartig, dass bei einer Streuwirkung einer Buk mit nem 70Kg-Kopf nur Spuren im Cockpitbereich zu finden wären.
Hier mal ein Vergleich was eine "schwächere" Rakete, als die BUK für einen Schaden bewirken kann
https://www.youtube.com/watch?v=wr9ia4p8FTo#t=26
Ich glaub immer weniger daran, dass bei einer solchen Sprengladung, wie der BUK, Fragmente in diesen Zuständen vorgefunden wären.
Und zu guter Letzt:
Grafik auf S. 33: Nette Ausschwenkung der rosanen Linie (vertical Acceleration) 3 Min. vor dem Absturz. Schade, dass nicht die Gespräche veröffentlicht wurden.
Gruß
Haya