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Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 15:39
von Axel Henrich
Spätzleskosake hat geschrieben:die größte Gefahr in der ich mal schwebte, war in Moskau, als ich während Gorbatschows Alkoholverbot, Schwarzgebrannten von Russischen Freunden trinken mußte.
Von Freunden, oder von "guten Freunden"? ;)
Bei Самогон musste man eigentlich schon immer aufpassen, von wem man kauft...


-ah-

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 15:46
von Dietrich
Also was die größte Gefahr betrifft:
Eindeutig der Protiv-tuberkulosniy-dispanser für die Aufenthaltsgenehmigung. Wenn man sich da nix einfängt, dann hat man echt Glück...

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 15:47
von opag78
Axel Henrich hat geschrieben:
opag78 hat geschrieben:[...]Was mache ich vielleicht anders als andere Nichtrussen?[...]
Mit deinen Verhaltensweisen wuerde ich mich schon in Deutschland einsam fuehlen, geschweige denn in einem anderen Land.
Ich moechte das von dir geschriebene nicht wirklich bewerten, aber das klingt beim Lesen schon ziemlich dramatisch und einsam ...

-ah-
ich habe natuerlich bewusst dramatisch geschrieben, aber ich bin natuerlich nicht einsam. Dafuer sorgt schon meine russ. Frau :) Mir hat auch noch keiner meiner russ. Bekannten gesagt, dass ich mich seltsam benehme und natuerlich drehe ich mich nicht staendig um, bei Gehen.
Ich wuerde das eher als eine Art Schnitzeljagd beschreiben. Man laeuft am Abend seinen Weg, aber schwenkt gerne mal seinen Blick nach links, rechts, in die Buesche und dunklen Hauseingaenge und geht bei Bedarf groesseren Ansammlungen von Maennern, welche die Flasche kreisen lassen, aus dem Weg, that's it.
Taschendiebe sind natuerlich nur gefaehrlich, wenn man zuviel Gepaeck dabei hat und seine Geldscheine schoen in der Oeffentlichkeit praesentiert.

Ich wuerde aber trotzdem die Situation nicht verharmlosen. Fuer meinen Geschmack laufen gerade jetzt zur Krise viele Touristen in beaengstigend naiver Weise durch Moskau und man muss sich nicht so offensichtlich als reicher Westler outen, der eigentlich ueberhaupt keine Ahnung von elementaren Sicherheitsvorkehrungen hat. Wenn dann auf dem Roten Platz die pralle Brieftasche gezueckt wird, damit der Sohnemann sich die Russenmuetze holen kann (was natuerlich vorher lautstark auf dt. diskuttiert wurde) und dieselbige Boerse danach wieder in die Hosentasche gesteckt wird .... dann sehe ich doch die Fuechse schon leichte Beute wittern :)

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 15:53
von Axel Henrich
zimdriver hat geschrieben:Defensiv fahren, mit den dümmsten Reaktionen der Leute um dich herum rechnen.
Verhindert nicht Unfälle und Karambolagen, reduziert sie aber.
Auch als Passagier bist du nicht sicher. Hast du am Sonntag "Специалный Корреспондент" gesehen? Allein der techn. Zustand der Busse, Marschrutkas ist Lebensgefaehrlich, TÜV, Lizens, Fahrerlaubniss alles gekauft, etc. ...

Alles irgendwo bekannt, trotzdem hochgradig interessant. :shock:

-ah-

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 16:07
von zimdriver
Marschrutkas habe ich meinen Lieben untersagt, um ehrlich zu sein.
Den Dispenser, von Dietrich dankenswerterweise mal wieder erwähnt, muss man umgehen, ebenso wie die komplette Untersuchung auf Lepra und andere Krankheiten, die von Europäern regelmässig nach Russland eingeschleppt werden.

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 16:27
von Sibirier
opag78 hat geschrieben:Ich wuerde aber trotzdem die Situation nicht verharmlosen. Fuer meinen Geschmack laufen gerade jetzt zur Krise viele Touristen in beaengstigend naiver Weise durch Moskau und man muss sich nicht so offensichtlich als reicher Westler outen, der eigentlich ueberhaupt keine Ahnung von elementaren Sicherheitsvorkehrungen hat. Wenn dann auf dem Roten Platz die pralle Brieftasche gezueckt wird, damit der Sohnemann sich die Russenmuetze holen kann (was natuerlich vorher lautstark auf dt. diskuttiert wurde) und dieselbige Boerse danach wieder in die Hosentasche gesteckt wird .... dann sehe ich doch die Fuechse schon leichte Beute wittern :)
Da ist aber m. E. nicht nur so in Moskau und Pieter. Das würde ich schon als allgemeine Regel gelten lassen, wenn ich als Tourist unterwegs bin.... Ich würde es auch nicht in Berlin (nur da kann man deutsch sprechen ;) ), Rom, Ägypten, Madrid, Barcelona, Türkei etc. machen....

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 16:48
von Sanya
Im Gegensatz zu den vorgenannten europäischen Städten kommt aber noch das Problem hinzu, dass die Miliz nicht besser ist sondern auch tut was sie kann um den Leuten ihr Geld abzunehmen. Meine Grundregel: Bei Milizionären und bei Zigeunern wenn es geht die Strassenseite wechseln und sich aus allem raushalten. Probleme hatte ich daher ausser einmal in Moskau in der Nähe des Neuen Arbat (Gruppe Zigeuner, da musste ich etwas handgreiflich werden) noch nie.

S.

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 17 Nov 2009, 17:07
von zimdriver
Vielleicht liege ich falsch, aber bei aller Abneigung gegenüber den, wie der Volksmund so sagt 8), gierigen, übergewichtigen, verschlagenen und nicht besonders klugen GAIshniks muss ich sagen, dass ich noch niemals als Fussgänger oder Radfahrer irgendeinen Kontakt mit der Miliz hatte. Als Autofahrer schon, aber auch dies hatte sich extrem geändert in den letzten 18 Monaten, solange ich mit dem russischen Nummernschild in Moskau unterwegs war. Die Erlebnisse als "deutscher Tourist" waren eher sehr unangenehm.

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 19 Nov 2009, 00:33
von forreal
hat jemand von euch auch Erfahrung mit dem Nachtleben hinsichtlich Clubs gemacht ? Ist es auch wie in Deutschland ?

Re: Wie sicher ist es in Moskau und Petersburg

Verfasst: 19 Nov 2009, 00:52
von Alex KA
Schwer abzuschätzen, es gibt Clubs wo Grass rauchen oder so, und wenn Miliz kommt alle zu durchsuchen.. Oder fremde Mädel anmachen, und ihr Freund kommt mit seinen Freunden zusammen.. Das kann schon gefährlich werden.