Seite 5 von 8
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 19 Jan 2010, 18:01
von bella_b33
selbes Prinzip...gleiche Wirkung....wo soll da ein Unterschied sein? Für manche Leute die letzte Hoffnung, nachdem die normalen Ärzte schon abgewunken haben....:(
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 19 Jan 2010, 18:52
von Dietrich
bella_b33 hat geschrieben:
Ich seh gerade, das sind
Promille-Werte, da find ich die 10 in Ordnung, ob Deutschland da jetzt 5 weniger hat oder nicht ist mir bis jetzt noch egal(99%RU zu 99,6% DE find ich beides gut)....schaun wir mal, wie unsere Geburt hier klappt. Ich glaub Dietrich hat so ne Russland Suchmaschine(ROOGLE) aufm Rechner....die findet immer alles was schlechter ist als im Westen

Das sind mehr als doppelt soviele Kinder, die ihr 5. Lebensjahr nicht erleben. Also genauergesagt ein Faktor 2,65.
Auch wenn es bei 1000 Eltern dann "nur" 6 mehr sind, die ihr Kind verlieren, so ist das immer nur so lange "minimal", wie man nicht gerade das Elternpaar mit einer Nummer zwischen 4/1000 und 10/1000 ist.
Leider habe ich keine konkreten Zahlen nur für die Säuglingssterblichkeit (also im Gegensatz zur Kindersterblichkeit bis inkl. 4. LJ, nur für das erste Jahr)
Und eine Aussage über die Anzahl der Totgeburten und ungewollten Schwangerschaftsabbrüche wäre auch interessant, denn bis zum 4. Geburtstag gibt es u.U. auch noch andere Einflüsse, wie Straßenverkehr o.ä., die nichts direkt mit der Qualität der medizinischen Versorgung zu tun haben.
Zum Thema "ROOGLE": 6 Jahre Russland und Google reichen auch aus.
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 19 Jan 2010, 20:40
von zimdriver
Aus eigenem Erleben gibt's für mich nur eine Regel: Solange es geht und es irgendwie möglich ist, gehe ich jemals wieder weder in ein russisches Krankenhaus noch zu einem russischen Arzt.
Ich rede nicht von Berufung und Einsatz der Ärzte und Schwestern, ich rede von der technischen Ausstattung und den Möglichkeiten.
Grund:
1- wöchiger OP- Aufenthalt nach Autounfall im besten Haus am Platze (nahe Kutusovski) mit Folge- OP in D
mehrere Fehldiagnosen des Labors einer Klinik in ausländischem Besitz mit anschliessender Berichtigung in D
Fehldiagnose des TBC- Dispensers für den ZAO mit anschliessender Berichtigung in D
Mit wenigen Worten:Nach 30 Jahren Wischen und Scheuern gibt selbst der härteste Lineoleumbelag auf. Und die Röntgenkanone, die zwangsweise für die Schulbehörde eingesetzt wird (ansonsten Schulausschluss) hat vermutlich schon Diagnosen kurz nach dem Grossen Vaterländischen erleichtert.
Wer's nicht glaubt, ich gebe gerne Adressen weiter für die Inaugenscheinnahme.
Für mich ist das russische Gesundheitswesen ebenso symptomatisch wie alles, was in der Sowjetzeit mal gut gewesen ist. Es ist stehen geblieben auf dem Stand von vor 30 Jahren.
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 04:31
von OlgaG.
Ich bin fest überzeigt, hatte ich nicht so viel Glück in meinem Leben, dass ich alle meine drei Kindern in DE auf die Welt brachte, würde ich schon längst zwischen Statistischen Zahlen sein. Ich habe drei mal Keiserschnitt gehabt und Gott sein Dank das die deutsche Ärzte kennen nicht solche Methoden wie die russische. Das Kind aus dem Bach rausdrücken oder mit Zangen rausziehen, oder mit Vakuum. Bei solche Methoden kommen die Kindern zum 90 % total Behindert auf die Welt. Für ganzes Lebenslang. Meine ein paar Freundinnen aus der Ukraine haben nicht so viel Glück wie ich.
Na ja, jemand sagt “Die Statistik ist schlecht”… aber hinter diesen Zahlen sind die menschliche Tragödien.
Ich wende jetzt wieder zum unserem Verein, weil hier geht es auch um eine Tragödie.
http://www.ein-herz-fuer-kinder.de/EHFK ... arkom.html
Oder auch auf unsere Seite
http://www.ein-recht-auf-leben.de
Sie können die Geschichte über Nastja lesen .
Unser Verein übernehmt die Kosten in Höhe 18 000 Euro, damit die kleine so schnell wie Möglich nach Deutschland kommt, sie wird noch diese Woche in Uniklinik (Kiel) erwartet. Leider ist das nur die Hälfte, die ganze Summe haben wir noch nicht, deswegen bitten wir weiter um eure Hilfe.
Vielleicht kann jemand vor Ort im Kiel die kleine besuchen??? Sie wird sich bestimmt freuen.
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 09:16
von m1009
OlgaG. hat geschrieben: das die deutsche Ärzte kennen nicht solche Methoden wie die russische.
Hab bei 2 Geburten in Deutschland dabei sein duerfen. Nicht mal so zwischendurch, sondern vom "Anfang" bis zur eigentlichen Geburt. Einmal warens 42 Stunden, das 2. mal etwa 10 Stunden.
Dann im Gegenzug vor 4 Monaten, war ich bei der Geburt unsere Tochter dabei. D.h. nicht wie in Russland ueblich und von den Aerzten gewuenscht: Frau mit Bauch abgeben, 10 Tage spaeter Mama plus Kind in empfang nehmen. Alles Super, Frau laechelt, Kind erscheint gesund.
Und ich muss Feststellen, es ist, wenn man weiss, das es auch anders geht, eine einzige Katastrophe. Menschenunwuerdig und Menschenverachtend. Vom Anfang bis zum Ende, der Entlassung aus dem Geburtshaus.
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 12:15
von bella_b33
Darüber kann ich in ein paar Monaten auch berichten

. Ansonsten hatte ich bisher kaum Kontakt mit russischen Ärzten(1 Angina, sonst nichts, bin aber auch in DE alle 3 jahre einmal beim Arzt). Zimdriver hat schon nicht ganz Unrecht. Bei uns wird gerade ein neues Krankenhaus gebaut...gleich neben dem frisch eröffnetem Fresenius Center am Rand der Stadt(zufällig dort, wo ich wohne). Hoffen wir, daß es fertig ist bis ich alt und gebrechlich bin und mein Arzt mich wöchentlich sehen will
Gruß
Silvio
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 12:23
von zimdriver
bella_b33 hat geschrieben:...... Hoffen wir, daß es fertig ist bis ich alt und gebrechlich bin und mein Arzt mich wöchentlich sehen will
Gruß
Silvio
... dann ist das Linoleum auch wieder hin, die Fliesen gerissen und mit grauen Fugen. Aber sehen will er Dich bestimmt, möglichst oft

Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 12:41
von bella_b33
Dann sollen sie mal anfangen TERMINE zu vergeben und nicht die Leute tagelang auf den Gängen warten zu lassen. Kein Wunder das es in den Krankenhäusern immer riecht wie Huf!
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 13:22
von Simone
Das Engament von "Ein Recht auf Leben" ist ehrenwert, keine Frage!
Ich denke aber auch, daß in Russland registrierte NGOs die bessere und kompetentere Alternative sind, sich zu engagieren und zu helfen.
Z.B.:
http://nastenka.ru/Engver/engindex.php
Der Nastenka-Fond annonciert regelmässig in den grossen Zeitungen, die von Entscheidern der russischen Wirtschaft gelesen werden sowie in den Medien der Expats. Die Inserate stellen die Schicksale der jeweiligen Kinder dar, ihre Behandlungskosten+Schritte und den Spendenbedarf, und berichtet auch über Kinder, die geheilt worden dank der Spenden. Der Fond wird z.B. auch von mehreren russischen Biker-Clubs unterstützt und feiert alljährlich auf den Sperlingsbergen ein Kinderfest mit den Bikern.
Ich persönlich unterstütze ein russisches Projekt über eine deutsche Spendenorganisation mit Spendensiegel und sehr niedrigen Bürokratiekosten (
http://www.dzi.de/).
Re: Ein Recht auf Leben
Verfasst: 20 Jan 2010, 13:57
von bella_b33
Simone hat geschrieben: in den Medien der Expats
Was sind den diese Medien: die innerbetriebliche Zeitung von Volkswagen?
