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Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 26 Sep 2011, 22:51
von Axel Henrich
Dietrich hat geschrieben:Auch wenn du selbst nichts "erstickt" hast, ist die Frage in dem Zusammenhang trotzdem als Argument witzlos.
Hast du irgendwann auch mal wieder vor, dein Stammtischniveau zu verlassen?

Bis dahin baba und fall nicht!

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 11:22
von Dietrich
Axel Henrich hat geschrieben:Hast du irgendwann auch mal wieder vor, dein Stammtischniveau zu verlassen?
Bis dahin baba und fall nicht!
Wenn du nicht diskutieren willst, weil für dich soundso alle mit einer von deinen abweichenden Meinung "Stammtischidioten" sind, wieso postest du überhaupt?
Fühlst du dich moralisch und intellektuell derart überlegen, dass früher oder später immer irgendwelche Beleidigungen einfliessen müssen?
Nennst du das "Diskussion"?

Dann lieber (angeblich) Stammtisch als Kindergarten. Spiel weiter!

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 11:37
von Glider
Na, wie diese zwei das Amt des Präsidenten und des Ministerpräsidenten ernstnehmen, scheint ja toll zu sein.
Vielleicht machen die dann eine erbliche Leitungsspitze für Russland auf. Sozusagen eine Präsidentialmonarchie.

Beide stehen für mich absolut nicht für eine Fortschritt, ausser vielleicht auf ökonomischen Gebiet.
Aber auch hier sind etliche auf der Strecke geblieben. Ich denke da so an meine Schwiegereltern, wo der Schwiegervater nach dem Währungsschnitt nur noch eine
katastophal niedrige Rente bekommt. Zuvor ermöglichte diese ihm immerhin ein Auskommen.

Achso, wenn ich durch Kaliningrad gehe und mir die schöne neue Welt der Businesszentren betrachte, die dort zu findenden Preise in Relation zu normalen Einkommen setze, dann kommt mir persönlich nur noch das Kotzen.

Einige wenige haben es geschafft, sich masslos zu bereichern, und können protzen, was das Zeugs hält, doch sehr viele sind durch den Rost gefallen.

Was Putin und auch Medwedew betreiben ist in meinen Augen die totale Ignoranz dem Volk, der Verfassung gegenüber. Leider war es zu erwarten.

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 11:50
von Jochen
Gestern im Billa sah ich eine Annonce: Verkäuferin gesucht, 16.000Rubel Verdienst. Moskau, versteht sich!

Eine Bekannte sucht eine 1-Zimmerwohnung. Für 40.000Rubel am MKAD mit gutem Remont ist schon Mangelware. Die billigeren sind durchweg Kategorie Dresden '45. Die Möblierung würde in Deutschland auf dem Wertstoffhof landen.

Das nenne ich mal Fortschritt und Modernisierung!

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 12:28
von pippie
Jochen hat geschrieben:Gestern im Billa sah ich eine Annonce: Verkäuferin gesucht, 16.000Rubel Verdienst. Moskau, versteht sich!

Eine Bekannte sucht eine 1-Zimmerwohnung. Für 40.000Rubel am MKAD mit gutem Remont ist schon Mangelware. Die billigeren sind durchweg Kategorie Dresden '45. Die Möblierung würde in Deutschland auf dem Wertstoffhof landen.

Das nenne ich mal Fortschritt und Modernisierung!
An anderer Stelle hast du folgendes geschrieben:
Jochen hat geschrieben: Und mit der Wohnung irrst du ebenso. Die meisten haben ihre Wohnung renoviert. Und zwar vom feinsten!
Wo kommen denn da die Dresden'45 her?

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 12:40
von Kultgrieche
Zugegeben: Vieles in Russland hat sich ja schon zum Besseren gewandt. Straßen sind schon besser als vor 10 Jahren, und der Wohlstand wächst auch langsam an bei der Bevölkerung. Dafür spricht auch, welche Autos auf Russlands Straßen fahren. Dafür spricht, dass die türkische Mittelmeerküste mittlerweile quasi zur russischen Provinz gehört.
Andererseits: Die russische Provinz und die Schlammwege dort sind eine ideale 2. WK-Kulisse. Dort ist nix von einer Modernisierung angekommen. Und muss Russland seine Wirtschaft modernisieren? Wozu? Öl und Gas gibt es dort noch für Ewigkeiten. Solange die West-Welt wie Junkies nach dem Stoff lechzt läuft es doch bestens für Russland. Deutschland hat kein Öl/Gas, also müssen eben Maschinen exportiert werden.

Und dass tolle demokratische Wahlen kein Garant für eine positive Entwicklung sind sieht man ja schön am Beispiel Griechenlands: Ich war jetzt einen Monat dort und habe ein depressives, leicht aggressives Volk erlebt. Das Land geht dort den Bach runter. Und bei deutlich niedrigeren Einkommen und deutlich höheren Preisen (Lebensmittel, Benzin) als in Deutschland sieht man ja anhand der Massendemos in Griechenland, was das Volk davon hält.
Gut, Massendemos wird es in Russland nie geben, und wenn, dann dürfen die Leute nur auf einem Acker 150km südlich von Moskau in den Sümpfen protestieren.
Für Otto Normalverbraucher heißt es in Russland: Bzgl. Politik Schnauze halten, Schaffen gehen (mind. 2 Arbeitsstellen), einmal im Jahr in Antalya kaifowath. Wer damit zufrieden ist der bleibe. Wer nicht, der kann sich zu unseren kompetenten Vorbildpolitikern Rösler, Westerwelle, Lindener, Seehofer und Merkel begeben. :lol:

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 12:51
von Sibirier
Ich glaube, das mit den Renten kommt aber nicht von Medwedew und Putin her....Das kommt davon, dass Russland fast pleite gewirtschaftet worden ist von den Kommunisten......

Sind jetzt die Regierungen für Gehälter und Mieten zuständig? Ich denke, wohl nicht. Es ist klar, dass einfache, die ungelernte Kräfte ausüben, niedrig bezahlt werden und das die sich u. U. auch keine Mietwohnung leisten können, jedenfalls keine 2 oder Mehr-Zimmer-Wohnungen.

Die meisten Moskauer jedoch habe eine billige Wohnung, weil sie entweder dort ihre Propiska haben oder diese schon für 1 Rubel privatisiert wurde....Da bleiben die Nebenabgaben in Höhe von rd. 2.000 Rubel....und wenn da das Einkommen gering ist (z. B. Rentner) bekommen vom Staat Ermäßigungen.....

Industrie bauen sollte m. E. der Staat nicht, dann wären wir wieder beim Kommunismus, alles gehört dem Volke...Das hat die DDR Pleite gemacht und auch Russland....

Dass Russland niemals die Infrastruktur bekommen wird, wie DE wird wohl allen klar sein. Da spricht jedenfalls die Bevölkerungsdichte und Klima....Als ich in Kanada für 9,5 Monate gewohnt habe, musste ich auch mit einer "Bundesstrasse" leben, die nur aus festgefahren Kies bestand....

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 13:38
von Mista
Axel Henrich hat geschrieben:dass Putin fuer das Land/Innenpolitik eigenlich wichtiger waere
Was bedeutet "wichtig für das Land"?
Ein Land besteht aus einzelnen Menschen. Sie sind wichtiger, als Staatsinteressen.
Man sollte überlegen, was/wer für jeden dieser Menschen gut und wichtig ist und bloß nicht vergessen, dass "Staatsinteressen" von den Machhaber definiert werden, die als Politiker im Endeffekt nur ein Ziel haben - an der Macht bleiben.


Nikolaus hat geschrieben:
harald63 hat geschrieben:Und wo macht es für den Russen auf der Straße einen Unterschied, ob sein Land von Russen oder Ausländern ausgeplündert wird?
Das sehen, scheint mir, die meisten Russen freilich schon etwas anders.
Das stimmt, die meisten in RU geben dem Westen die Schuld für Probleme in RU. Propaganda funktioniert (wer kennt einen unabhängigen TV-Sender/ eine unabhängige Zeitung in Russland?).


pippie hat geschrieben:Ob nun Putin oder Medwedjew das Eine oder das Andere sind, wo ist da das Problem? Solange die sich einig sind, ist doch alles ok. Und wenn das die Russen stört, werden sie sich schon artikulieren. Es ist einfach nicht unsere Sache.
Frage ist, ob "sich artikulieren" auch etwas bewirkt (außer Konsequenzen für die Menschen, die es wagen, laut zu werden, wenn sie etwas stört).

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 13:40
von Mista
Sibirier hat geschrieben:Ich glaube, das mit den Renten kommt aber nicht von Medwedew und Putin her....Das kommt davon, dass Russland fast pleite gewirtschaftet worden ist von den Kommunisten......
die aber seit 20 Jahren nicht mehr an der Macht sind.......

Re: Medwedew schlägt Putin als Präsidenten vor

Verfasst: 27 Sep 2011, 13:46
von Mista
Admix hat geschrieben: Schade. Ich hatte doch zeitweise tatsächlich an einen "demokratischeren" Weg für die nächste Präsidentschaftswahl geglaubt..
Was, noch "demokratischer" als die letzte? Die war doch schon so demokratisch...