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Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 12:25
von bella_b33
Zejtnot hat geschrieben: Diese Schließfächer haben so lächerliche Schlösser, dass sie die Kriminalität gegenüber den Kunden eher fördern. Ich habe es bereits gesehen, dass irgendwelche Banditen der Reihe nach in alle Fächer geschaut haben ...
ich leg auch nichts Wertvolles rein, maximal die Einkäufe vom vorherigen Lädchen. Der Rest liegt im Auto :)

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 12:26
von domizil
Du hast in Leningrad angefangen zu studieren, ohne zu wissen was Brot und Butter auf Russisch heißt? Wie ging das denn?
... na ganz einfach: Mit viel UNLUST und Faulheit.
Ich habe sehr viele Jahre Russischunterricht gehabt: In der Schule, Intensivrussisch in der Lehrausbildung, Russisch an der Hochschule in der DDR ... aber ich hatte keine Einstellung zu der Sprache. Die Noten auf dem Zeugnis waren zwar gut, aber sprechen konnte ich eigentlich nicht. Wozu auch? Ich würde ja niemals in die Sowjetunion fahren, dort leben oder arbeiten. Wozu brauche ich da die Sprache? Tja, so kann man sich eben irren!
Wir waren nur zu Fünft in Leningrad und vier von uns hatten schon einen Spezialkurs Russisch in der DDR besucht - mein Chef meinte damals: Russisch lernste drüben, hier wird jetzt gedient (er war selber SU-Absolvent). Nun, dann kam natürlich am 24.09.1980 noch die psychologische Sprachbarriere hinzu, also die Angst irgendwas falsches zu sagen und alle lachen dich aus. Und so ist es eben gekommen wie es gekommen ist. Heute erzähle ich dieses Erlebnis gerne - gelacht wird auch darüber - aber mir ist es nicht mehr peinlich, denn die Lacher sind eigentlich auf meiner Seite.
Uwe Niemeier

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 12:59
von bella_b33
domizil hat geschrieben: ... na ganz einfach: Mit viel UNLUST und Faulheit.
Ich hab das 2006 genauso angefangen(hab grad Vietnamesisch gelernt und wollte von der RU-Sprache nichts wissen, auf Arbeit gabs ja eh Übersetzer, also wozu?). Aber nach ein paar Wochen ist Einem das Wichtigste dann auch schon zugeflogen. Nen richtigen Russisch Kurs hab ich aber bis heute nicht belegt

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 13:21
von domizil
... es gab damals ein paar praktische Tips. So wurde u.a. auch der olle Goethe bemüht: "... die Sprache eines fremden Landes lernst du am besten auf dem Kopfkissen der Landestöchter ..."
Uwe Niemeier

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 15:15
von pippie
domizil hat geschrieben:
Du hast in Leningrad angefangen zu studieren, ohne zu wissen was Brot und Butter auf Russisch heißt? Wie ging das denn?
Nun, dann kam natürlich am 24.09.1980 noch die psychologische Sprachbarriere hinzu, also die Angst irgendwas falsches zu sagen und alle lachen dich aus.
Uwe Niemeier
An so etwas kann ich mich auch noch gut erinnern. Das ging mit trotz guter Vorbereitung damals auch so :(

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 06 Okt 2011, 19:33
von Saboteur
domizil hat geschrieben:... aber ich hatte keine Einstellung zu der Sprache...

Wozu auch? Ich würde ja niemals in die Sowjetunion fahren, dort leben oder arbeiten. Wozu brauche ich da die Sprache? Tja, so kann man sich eben irren!
verdammt... das kenne ich irgendwoher :) obwohl es bei mir schon GUS/Russland hieß :)

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 07 Okt 2011, 07:29
von Sibirier
Bei mir war es mit englisch so......

Dann 9,5 Monate Dienstreise nach Kanada, später im intern. Betrieb AbtLtr. gewesen...und mein Englisch...... :oops:

Nachdem ich dann nach Russland gegangen bin und russisch gelernt habe, habe ich teilweise mein englisch vergessen, aber unsere Konferenzen finden in englisch statt..... :cry:

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 07 Okt 2011, 12:17
von Jenenser
Also sprachlich bin ich erst 2001 wieder “eingestiegen”. Nach Intensivrussisch in der Schule, einschließlich Sprachkurs in Kiew, dachte ich, das Thema Russland hat sich mit den Veränderungen Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre erledigt. Nun reise ich regelmäßig, als Tourist, nach Russland (und in die Ukraine). Dabei fand ich russische Freunde, mit denen ich u.a. per Mail in Kontakt bin (in Russisch). Zum Thema Schließfächer: In der Regel steht der Wachmann doch gleich daneben. Banditen sind mir noch nicht aufgefallen. Ich benutze diese Kästen manchmal als kostengünstige Gepäckaufbewahrung. Man muss ja nicht immer alles in der Stadt mit herumschleppen...

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 07 Okt 2011, 12:27
von domizil
... die Skepsis gegen die Schließfächer in den Supermärkten kann ich gut nachvollziehen. Es geht weniger darum das dort jemand gewaltsam einbricht und die Fächer leerräumt. Es ist nur so furchtbar einfach ein Schließfach zu belegen, sich dann von diesem Schlüssel ein Duplikat anfertigen zu lassen und dann nur darauf zu warten bis jemand dort in diesem Fach etwas interessantes ablegt. Der Wachmann wird sich kaum daran erinnern wer welches Fach belegt hat ... Und nun stellen Sie sich mal vor Sie sind als Tourist in Russland, benutzen dieses Fach als bequeme zeitweilige Gepäckaufbewahrung und finden anschließend ein leeres Fach vor - vielleicht mit fehlenden Dokumenten ...
Wir hatten in Kaliningrad noch bis vor ca. 3 Jahren richtige Gepäckaufbewahrungen in den Supermärkten mit netten Babushkas die das Gepäck entgegengenommen haben (und außer einem netten "danke" auch gerne mal 5 Rubel ... freiwillig gegeben ...). Aber diese Zeiten sind vorbei.
Uwe Niemeier

Re: Service-Wüste Russland? - Nein!

Verfasst: 07 Okt 2011, 12:41
von GastroService
mir hat mal (vor wenigen Wochen) ein Wachmann in einem deutschen Markt (nach dem Einkauf) gesagt, in welchem Schliessfach ich meine Tasche herausholen muss. Die Fächer hatten zwar Nummern, jedoch nicht die Schluessel, und wer schaut schon ob der Schluessel auch eine Nummer hat?!?