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Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 19 Jul 2012, 13:00
von bauplan
Saboteur hat geschrieben:interessant wie diese Statistiken so zu Stande kommen, ich kenne jedenfalls niemanden der in Russland annähernd so viel Geld verdient wie in der Statistik als Durchschnitt genannt wird..
Ich kenne etliche die deutlich über dem rus. Durchschnitt liegen. Und die Supermarkteinräumer liegen bei uns in Tarusa dafür etwas unter dem Durchschnitt.

In Deutschland kenne ich sehr viele, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen aber auch welche die drüber liegen.

So ist das eben mit dem Durchschnitt.

Ich denke, dass es dann auch, wenn man schon vergleichen will, nur mit Statistiken möglich ist. Der persönliche Eindruck ist eben immer nur ein sehr kleiner Ausschnitt.

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 19 Jul 2012, 13:06
von bauplan
Dietrich hat geschrieben: Alles andere bringt die Verhältnisse durcheinander und ist damit eben nicht "gerecht".
Die Verhältnisse sind durcheinander und sind ungerecht.

Warum ist denn der soziale Frieden in Skandinavien so viel besser? Weil dort die Einkommensunterschiede lange nicht so groß sind.

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 19 Jul 2012, 13:12
von Saboteur
bauplan hat geschrieben:
So ist das eben mit dem Durchschnitt.

Ich denke, dass es dann auch, wenn man schon vergleichen will, nur mit Statistiken möglich ist. Der persönliche Eindruck ist eben immer nur ein sehr kleiner Ausschnitt.
Ja sicher, klar, nur bedeutet dass ja auch das eben andere wesentlich mehr verdienen um auf diesen Schnitt zu kommen. Da sind wir dann wieder bei der Schere - bei uns werden ja auch immer so Gehaltstabellen veröffentlicht wieviel bestimmte Berufsgruppen verdienen, wenn ich da meine raussuche und vergleiche bin ich auch jedesmall baff :)

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 19 Jul 2012, 13:25
von Dietrich
bauplan hat geschrieben:Warum ist denn der soziale Frieden in Skandinavien so viel besser? Weil dort die Einkommensunterschiede lange nicht so groß sind.
.....oder weil dort Rentenerhöhungen in absoluten Beträgen gemacht werden?

Was ist für dich in dem Zusammenahng der "soziale Friede"?
Bei einer "Anpassung" zum Beispiel der Sozialhilfe an das schwedische System würde hier in Deutschland wohl ein Proteststurm losbrechen, aufgrund der "sozialen Kälte" der Vorschläge.
Im Gegensatz zu Deutschland ist eine Grundvoraussetzung für den Erhalt von Sozialhilfe, dass man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Wer dies nicht tut, weil er zum Beispiel chronisch krank ist, bekommt von der Försäkringskassa anderweitig Geld. Die Regelleistung, also der Betrag für einen 1-Person.Haushalt, liegt bei monatlich 3.680 SEK, also cirka 391 € plus Wohnkosten (die Staffelungen für Lebenspartner und Kinder entsprechen in etwa den deutschen). Beim derzeitigen Wechselkurs sind das 27 € über dem deutschen Regelsatz. Praktisch ist das aber weit weniger, weil Lebensmittel und Kleidung - gerade im unteren Preissegment - wesentlich teurer als in Deutschland sind. Außerdem gibt es keine Ermäßigungen für Sozialhilfeempfänger (also weder im ÖPNV oder irgendwo anders), zahnmedizinisch bekommt man nur Notbehandlungen finanziert. "Aufstocker" bekommen die Hilfe nur bis zum Regelsatz, es gibt keine Hinzuverdienstmöglichkeit. Wer länger als drei Monate auf dieses Geld angewiesen ist, muss, so vorhanden, Stuga und Auto verkaufen, den Erlös daraus verbrauchen und kann sich dann wieder beim Amt melden. Man darf überhaupt über keinerlei finanzielle Reserven verfügen, wenn man Sozialhilfe in Anspruch nehmen will. Schlecht hinsichtlich der Altersversorgung, vor allem wenn man bedenkt, dass es kein obligatorisches ALG 1 gibt und nichts, was dem ALG 2 entsprechen würde.
http://www.schweden-heute.de/index.php/sozialhilfe.html

Und auch die anderen Dinge (Krankenkasse, Arbeitslosenhilfe, etc.) aus dem angeblichen Vorbildland lesen sich irgendwie nicht so toll...

P.S. Damit wir uns an der Stelle nicht missverstehen: Ich bin absolut gegen alle möglichen Steuerausnahmen für Leute mit viel Geld. Wenn die in Schiffe oder ähnlichen Quatsch investieren wollen: Bitte sehr. Aber erst nachdem sie ihre 42% (oder auch 45% oder meinetwegen 49%) abgedrückt haben.
Aber alle Versuche einer Vereinfachung werden stets nicht etwa von rechts oder aus der Mitte, sondern von links abgeblockt.

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 19 Jul 2012, 13:59
von pippie
Dietrich hat geschrieben: P.S. Damit wir uns an der Stelle nicht missverstehen: Ich bin absolut gegen alle möglichen Steuerausnahmen für Leute mit viel Geld. Wenn die in Schiffe oder ähnlichen Quatsch investieren wollen: Bitte sehr. Aber erst nachdem sie ihre 42% (oder auch 45% oder meinetwegen 49%) abgedrückt haben.
Aber alle Versuche einer Vereinfachung werden stets nicht etwa von rechts oder aus der Mitte, sondern von links abgeblockt.
Sag bloß du meinst mit links die SPD - :lol: :lol: :lol:
Die sprechen sich doch alle (SPD;CDU; FDP) untereinander ab, wer gerade mal wieder der "Spielverderber" zu sein hat, damit es Keinem an den Krage geht!

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 20 Jul 2012, 22:09
von GIN
Ich verstehe zbs. immer noch nicht wieso Freiberufler oder Personen die aus Vermögen leben nicht in die Sozialwerke einzahlen.
In der Schweiz muss auch ein IKEA Chef in die Rente einzahlen, auch die ganzen russischen Oligo-Kinder müssen einzahlen. Das würde in die Rente wieder mehr Basis bringen, nur auf Arbeitsnehmer die Lasten zu legen ist nicht ok.

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 25 Jul 2012, 20:18
von Daten-Salat
@ GIN

Die gleiche Frage stellt sich mir auch. Allerdings muss man bedenken, dass mit dem erwünschten Beitragszufluss auch die neuen Leistungsansprüche der zusätzlichen Beitragszahler einhergehen.
Der Nettozufluss dürfte also weit geringer als erhofft ausfallen, wenn man z.B. an die vielen Sozialfälle unter den erfolglosen Kleingewerbetreibenden denkt (z.B. Kurierfahrer, Hausmeister)

Gruß:
Armin

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 27 Jul 2012, 03:34
von GIN
In der Schweiz werde ich als Freiberufler in der ersten Säule (Staatliche Rente) "gedeckelt". Das heisst ich habe einen maximalen Anspruch an AHV. Der Maximalbetrag ist sehr schnell erreicht, bei etwa 120.000 Franken im Jahr ist Schluss. Ein Oligo mit 200 Millionen Franken Jahreseinkommen zahlt das geliche ein wie die Person mit 120.000 Franken im Jahr.

Untere Einkommen werden aber bevorzugt. Wenn jemand also im Jahr 25.000 Franken Einkommen hat, 45 Jahre arbeitet und sich mit der gleichen Person vergleicht die 75.000 Franken Jahreseinkommen hatte in 45 Jahren, dann bekommt (1) 12.500 Franken Auszahlung und (2) 30.000 Auszahlung und eben nicht beide 50%. So entsteht auch eine gewisse Solidarität.

Bei der oblogatorischen zweiten Säule, den Pensionenkassen (BVG) sind untere Einkommen ebenfalls bevorzugt.

Ich finde es roblematisch wenn Gemeinden durch die Sozialhilfe dann später einspringen müssen. Leider ist das in der Schweiz eine gängige Realität das gerade die 90 Jhrigen, die keine zweite Säule der Altersversorgung aufbauen "mussten", oft Zuschläge von der Gemeinde bekommen. Durch die Einführung der zweiten Säule in den 80er Jahren ist das Problem etwas entspannt worden.

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 08 Aug 2012, 22:36
von andreask020361
hier läuft wohl die märchenstunde für Erwachsene :D
200rubel die std für hilfsarbeiter , erstmal gibt es keine russischen hilfsarbeiter, bin seit 7 jahren in moskau auf verschiedenen Baustellen, der durchschnittslohn eines hilfsarbeiters liegt um die 95 rubel und dass nur in moskau . gute handwerker habe ich hier keine kennengelernt aber egal steht ja hier nicht zur diskusion,, normale handwerker sind ebenfalls in der regel keine russen. der mittellohn eines handwerkers liegt in moskau um die 40000-50000 , ein polier bei 60000. Die Masse der Russen , geht zur Ochrana, Polizei oder Armee. man darf auch nicht vergessen die fachliche Ausbildung ist hier unter aller S... , die Arbeitsproduktivitaet ist jenseits von gut und böse, die Arbeitseinstellung genauso, das wort Verlass ist genauso ein Fremdwort wie ordnung Qualitaet,Organisation und ehrlichkeit,wer allenernstes einen deutschen Handwerker mit einem russischen vergleicht und wo der russische noch besser abschneidet , dem ist nicht mehr zu helfen , oder den hat der russische bär so sehr am kopf gestreichelt .....

Re: Rente in Russland - interessant?

Verfasst: 09 Aug 2012, 12:22
von bella_b33
andreask020361 hat geschrieben:hier läuft wohl die märchenstunde für Erwachsene :D
200rubel die std für hilfsarbeiter , erstmal gibt es keine russischen hilfsarbeiter
Du kennst wahrscheinlich nur Baustellen mit richtigen Angestellten.....

Aufm Schwarzbau bei uns sind die Preise meist so oder höher(schon bis zu 300rub/h gelesen, gibt ja genug Inserate in den Zeitungen für die Jungs)....für die Helfer. Ein guter Arbeiter verlangt meist 550-800rub/h, wenn er privat irgendwo was macht. Da ich in den letzten 3 Jahren viel privat am Bau zu tun hatte und gelegentlich aus "outsourcing" betrieben hatte, sind die Preise aus erster Hand ;).