bella_b33 hat geschrieben:Ja, ist nunmal so, die Leute haben ja auch eingezahlt! Wenn ich auf meinen letzten Rentenbescheid schaue, wieviel sich da über die Jahre angesammelt hat, WOW!
Das ist aber nicht das Geld, das du für DEINE Rente zahlst, sondern das Geld, welches du der Generation deiner Eltern schuldest. Für deren Arbeit und deine Erziehung.
Da sammelt sich überhaupt kein Geld an. Da verringern sich deine "Schulden" an der aktuellen Rentnergeneration.
Als es noch normal war, dass ein genügend großer Prozentsatz von Einzahlern selber Kinder hatte, da reichte das "Abtragen der eigenen Schulden" als Anspruch auf eine eigene Rente. Die paar Leute die zu der Zeit keine Kinder hatten, die trug das System auch so mit. Das waren halt meist welche, die keine Kinder bekommen konnten, oder deren Kinder vielleicht früh ums Leben gekommen waren. Dagegen war die Zahl derjenigen, die das Rentenalter gar nicht erreichten oder kaum Rentenjahre genießen konnten, immer viel höher.
Wenn man also brav seine Schulden an der Generation der Eltern abgetragen hatte, dann hatte man automatisch auch Anspruch auf eine eigene Rente. Und wenn man beim Abtragen fleissiger als andere war, dann bekam man sogar etwas mehr als die Anderen.
Leider hat sich aber das Verhältnis von Rentenanwärtern mit Kindern und ohne Kinder in den letzten Jahren derart verschoben, dass die wenigen Kinder gar keine ordentliche Rente mehr für alle Anwärter erarbeiten können. Und wie schon beschrieben, tut das den eigentlich an dieser Situation Schuldigen am wenigsten weh, denn die können ja anstelle Kinder großzuziehen, in private Rentenversicherungen einzahlen und erhalten dann dieses Geld nur für sich, während das Ergebnis der Investition der Leute mit Kindern (nämlich die Arbeitskraft der Kinder) auf alle aufgeteilt wird.