Seite 5 von 14

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 21:45
von kamensky
klaupe hat geschrieben:
bella_b33 hat geschrieben:Gitter sehe ich jetzt nicht so andauernd, vllt. bei 25% in der Stadt und auf dem Dorf noch weniger.
Es waren auch nicht alle Fenster vergittert. Es wunderte mich nur, so was sogar im 6. 0der 8. Stock zu sehen. Erwarten die Angriffe aus dem Weltall? Stimmt, auf den Dörfern sieht man so etwas selten. Vielleicht gibt es da nichts zu holen, die Nachbarschaft passt zu gut auf oder die Banditen sind zu faul, aufs Land "arbeiten" zu gehen.
Betreffend "Vergitterung" der Fenster in der 6 oder gar 8 Etage ist mir noch nie aufgefallen, allerdings teilweise die Balkone zum Nachbar sind teilweise mit so einem rundlichen Metallgeflecht geschützt, oder wen der Balkon an die Aussentreppe (Notfalltreppe) angrenzt. Vielfach sieht man auch ganze Bungalow- oder EFH-Siedlungen, welche Teils mit 2 Meter hohen Mauern versehen sind, oder aber einzelne Bungalows, oder EFH. Da haste denn einen Ausblich vom Erdgeschoss (in RU 1 Etage, wie im Knast, nämlich beinahe nur Beton vor dem Kopf. Ist schon tragisch, wenn man sich so verbunkern und schützen muss, doch habe ich dasselbe in den südamerikanischen Staaten gesehen, wie teilweise auch in asiatischen Ländern.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:06
von Alex KA
In Republik Südafrika soll es noch schlimmer sein als in Russland, dort wenn man verdächtige Geräusche in Toilette hört, dann erst schisst man und danach stellt die Fragen.. Und manchmal stellt sich heraus dass es deine Freundin früher als erwartet von der Arbeit gekommen ist..
Und gleichzeitig diese Südafrikaner sehen so zivilisiert aus. Möglicherweise die Schwarz-farbige Bevölkerung sind diejenigen die Probleme machen, es ist nur meine Vermutung..
In Russland haben wir eigene "Indianer", wahrscheinlich ziemlich viele.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:14
von weltenbummler

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:33
von klaupe
weltenbummler hat geschrieben:In meinen Augen ist die Frage allerdings nicht, wer daran Schuld hat, oder wo es (aus welchen Gründen auch immer) besser läuft, sondern was man in der Momentanen Situation tun kann, um die Lage zu verbessern. Und da sind die Möglichkeiten, aus meiner Sicht, begrenzt.
das Thema wurde bereits bei Auflösung der UdSSR versaut.
Gerade unter Jelzin sind die Schnäppchen verhökert worden, aber um die Problemzonen hat sich keiner gekümmert, denn die versprachen keine dicken Gewinne. An die sozialpolitischen Folgen hat man wohl überhaupt nicht gedacht.
Auch später klotzte man bei den Zentren ran, denn das gab schnelle Erfolge und eine repräsentative Optik, mit der man angeben kann.
Das "platte Land" wurde einfach vergessen und daran hat sich bis jetzt kaum etwas geändert. Bei der Eigendarstellung Russlands werden diese Gebiete auch konsequent vergessen.
Gelegentlich nehmen sich westliche Reportagen dieser Gebiete und der Leute an, aber da sie nun keine Prachtbauten zeigen können, werden sie in die Ecke "Nestbeschmutzer" und US-gesteuerte Propaganda aussortiert.
Ich halte aber diese Reportagen für interessant und wichtig, denn die schönen Fassaden und Jubelerfolge sieht man bei den einheimischen Medien mehr als genug.

Wenn es um die Schuldfrage geht, muss man einfach registrieren, dass die Problemzonen einfach nicht ins Programm der Herrscher gehören. Ignoranz sehe ich auch als Schuld an.
Berlino10 hat geschrieben:Wenn Du weit ab vom Schuß etwas produzieren kannst, für das sich die Transportkosten lohnen, bzw. es überhaupt keine gibt (IT)
dann kann man auch in der Pampa sitzen ... Wettbewerbsvorteile bzw. Innovationen aus der landwirtschaftlich entstandenen Russischen Provinz dürften ja aber selten sein, ausser irgendwelche besonderen Tierfelle, Fleisch ...
Permafrostzonen und ausgetrocknete Steppen will ich mal auslassen, aber entlang der Verkehrswege gibt es auch etliche Notstandsgebiete. Bis zur Wende hat man mit Anlagen produziert, die aus dem beginn des Industriezeitalters stammen und nie modernisiert wurden. Damit kann man nun auch nichts mehr sinnvoll produzieren. Immerhin, für die Milliarden, die z.B. in Sotschi verpulvert wurden, hätte man etliche Betriebe hochfein modernisieren können und da wäre die Rendite sicherlich höher als in einem subtropischen Wintersportort.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:38
von klaupe
weltenbummler hat geschrieben:http://versus.com/de/moskau-vs-detroit
Ziemlich albern Kokosnüsse mit Erdnüssen zu vergleichen.
Moskau versus New York oder Washington, Peking, selbst Tokyo, London wäre interessanter.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:41
von klaupe
kamensky hat geschrieben:Betreffend "Vergitterung" der Fenster in der 6 oder gar 8 Etage ist mir noch nie aufgefallen,....
Ich werde mal in meinem Archiv von Donetzk wühlen, da sind sicherlich entsprechende Fotos bei.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:43
von weltenbummler
klaupe hat geschrieben:Permafrostzonen und ausgetrocknete Steppen will ich mal auslassen, aber entlang der Verkehrswege gibt es auch etliche Notstandsgebiete. Bis zur Wende hat man mit Anlagen produziert, die aus dem beginn des Industriezeitalters stammen und nie modernisiert wurden. Damit kann man nun auch nichts mehr sinnvoll produzieren. Immerhin, für die Milliarden, die z.B. in Sotschi verpulvert wurden, hätte man etliche Betriebe hochfein modernisieren können und da wäre die Rendite sicherlich höher als in einem subtropischen Wintersportort.
Zum Beispiel in der Landwirtschaft wurde massiv investiert (Im Moment ist aufgrund des Rubelkurses Pause). Auch in sehr entlegenen Regionen. Es wurden sogar Tierhaltungsanlagen in Jakutsk, im Permafrost oder auf Kamschatka modernisiert. Aber es braucht nun mal Zeit bis es bergauf geht.

Und in solchen modernen Betrieben braucht man gut ausgebildete motivierte Mitarbeiter. Die "Problemfälle" kann man dort auch nicht sinnvoll beschäftigen

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:46
von GIN
Berlino10 hat geschrieben:
GIN hat geschrieben: Stimmt so nicht wirklich. Flächenstaaten wie Kanada oder die USA beweisen das Gegenteil. Die russische Bevölkerung ist oft selber Schuld an ihrer Armut und innovationslosen Produkten. Ausnahmen bestätigen nur die Regel.
Wenn Du weit ab vom Schuß etwas produzieren kannst, für das sich die Transportkosten lohnen, bzw. es überhaupt keine gibt (IT)
dann kann man auch in der Pampa sitzen ... Wettbewerbsvorteile bzw. Innovationen aus der landwirtschaftlich entstandenen Russischen Provinz dürften ja aber selten sein,
ausser irgendwelche besonderen Tierfelle, Fleisch ...

(warum hat man überhaupt alles besiedelt?)

Wenn man allgemein annimmt, dass innovationslose Produkte ohne Wettbewerbsvorteile für RUS allgemein gelten,
dann ist natürlich die landwirtschaftlich geprägte Provinz besonders arm, weil sie weit weg von irgendwelchen Absatzmärkten ist ...?
Wieso sehe ich so wenig Stra ssfarmen an die Wolga oder pflanzt jemand winterfesten Wein an der unteren Wolga.? In Kanada sehe ich die fast überall.
Einen Markt für Kleintraktoren sehe ich auch nicht, immer nur Big Big Big..Kanada auch anders. Fischzüchtereien usw, obwohl die Fischpreise gerade in Moskau explodieren sehe ich auch nicht in den Dörfern um Moskau so wie um Montreal. Kenne aber einen Tadschiken und Schweizer die im Grossraum Moskau zusammen mit Landwirtschaft auf ne Menge Geld gekommen sind. Die haben mit einfache Ideen und sehr viel Arbeit ein Vermögen mit landwirtschaftlichen Produkten gemacht. Diese sind nicht einmal Innovativ.

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:47
von weltenbummler
klaupe hat geschrieben:
weltenbummler hat geschrieben:http://versus.com/de/moskau-vs-detroit
Ziemlich albern Kokosnüsse mit Erdnüssen zu vergleichen.
Moskau versus New York oder Washington, Peking, selbst Tokyo, London wäre interessanter.
http://versus.com/de/moskau-vs-new-york

auch in New York ist die Mordrate höher....

Re: Wie sieht es mit RUS aus?

Verfasst: 27 Apr 2014, 22:51
von GIN
weltenbummler hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:Permafrostzonen und ausgetrocknete Steppen will ich mal auslassen, aber entlang der Verkehrswege gibt es auch etliche Notstandsgebiete. Bis zur Wende hat man mit Anlagen produziert, die aus dem beginn des Industriezeitalters stammen und nie modernisiert wurden. Damit kann man nun auch nichts mehr sinnvoll produzieren. Immerhin, für die Milliarden, die z.B. in Sotschi verpulvert wurden, hätte man etliche Betriebe hochfein modernisieren können und da wäre die Rendite sicherlich höher als in einem subtropischen Wintersportort.
Zum Beispiel in der Landwirtschaft wurde massiv investiert (Im Moment ist aufgrund des Rubelkurses Pause). Auch in sehr entlegenen Regionen. Es wurden sogar Tierhaltungsanlagen in Jakutsk, im Permafrost oder auf Kamschatka modernisiert. Aber es braucht nun mal Zeit bis es bergauf geht.

Und in solchen modernen Betrieben braucht man gut ausgebildete motivierte Mitarbeiter. Die "Problemfälle" kann man dort auch nicht sinnvoll beschäftigen
Es wurde in Grossbetriebe investiert die völlig überteuert produzieren. Der gesamte landwirtschaftliche Sektor ist vollkommen von Subventionen abhängig. Kleintraktoren haben überhaupt keinen Markt in Russland. Ich hab bei mir die durchschnittlichen Erträge an Grasschnitt an der Wolga (Engels) liegen und da war zwischen 1900 und 1930 immer nur 8 bis 9 Tonnen. Heute fahren die 3 bis 4 Tonnen ein. Überhaupt keinen Zwang zur Optimierung, sondern nur Subventionsfehltsteuerung. Wenn der Oilpreis auf 20 USD/Fass sinken würde, dann gibt's wieder Brotkrisen in Russland.