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Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 24 Mai 2014, 23:20
von klaupe
inorcist hat geschrieben:Übrigens durfte ich da sogar als Ausländer auf kommunaler Ebene wählen und an Volksabstimmungen teilnehmen. Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz. :)
Dazu meint die Schweizerische Bundeskanzlei:
Ausländerstimmrecht
Ausländerinnen und Ausländer können weder an eidgenössischen Abstimmungen noch an eidgenössischen Wahlen teilnehmen. Wo das kantonale Recht dies vorsieht, können sie aber an kantonalen und/oder kommunalen Abstimmungen teilnehmen. Bisher sieht jedoch nur ein Drittel der Schweizer Kantone diese Möglichkeit vor.
Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz.

Meine Frau (immer noch Ausländerin) nimmt morgen an folgenden Wahlen teil:
  1. Europawahl
  2. Kreistag des Landkreises PM
  3. Stadtverordnetenversammlung der Stadt
  4. Ortsbeirat --- Soviel zum Thema Demokratie in Deutschland.
Bei der Zuwanderungsabstimmung hat sich ja die Mehrzahl der Schweizer ganz demokratisch für zu schärferen Zuwanderungsregeln ausgesprochen. In Folge wird sicherlich die Stimmanzahl der Ausländer sinken. Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz.

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 13:51
von Demokrat
GIN hat geschrieben:
Gunnar hat geschrieben:Diesen Schwachsinn liest man besonders 'gern' von einem "Renter", also einem, der dank des demokratisch strukturierten deutschen Sozialstaatsprinzip seinen Lebensabend ohne Arbeit verbringen kann :roll:
Üblicherweise lebt man als Unternehmer nach Ende der Projekte selten von der staatlichen Rente.

Die Rente ist kein Gnadenakt. Dafür habe ich ein Leben lang einbezahlt. Wer also schreibt hier "Schwachsinn"?

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 13:59
von Demokrat
Dietrich hat geschrieben:Hallo Rentner! Da du die westlichen Demokratien pauschal als Pseudo-Demokratien bezeichnest, würde mich mal interessieren, welche Missstände du da im Speziellen meinst. Wo ist dir das System nicht demokratisch genug? Fehlt an irgendeiner Stelle die Mitbestimmung des Volkes? Fehlen Kontrollen der Regierung durch das Volk? Ist dir die Abgrenzung der Gewaltenteilung nicht scharf genug?

Deine Einschätzung würde mich da interessieren, besonders natürlich im Hinblick auf deine Bewunderung Putins, die dementsprechend natürlich auch mit einer Bewertung der Demokratie nach russischem Muster einhergehen sollte.
Diese Behauptung ist vollkommen falsch.
Ich habe nicht die westlichen Demokratien als Pseudo-Demokratien bezeichnet, sondern von den Pseudo-Demokraten geschrieben, die mich ärgern.

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 14:02
von klaupe
Demokrat hat geschrieben:Ich habe nicht die westlichen Demokratien pauschal als Pseudo-Demokratien bezeichnet, sondern von den Pseudo-Demokraten geschrieben, die mich ärgern.
Und dafür muss man als Fake auftreten? Jämmerlich!

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 14:17
von Gunnar
Demokrat hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:
Gunnar hat geschrieben:Diesen Schwachsinn liest man besonders 'gern' von einem "Renter", also einem, der dank des demokratisch strukturierten deutschen Sozialstaatsprinzip seinen Lebensabend ohne Arbeit verbringen kann :roll:
Üblicherweise lebt man als Unternehmer nach Ende der Projekte selten von der staatlichen Rente.

Die Rente ist kein Gnadenakt. Dafür habe ich ein Leben lang einbezahlt. Wer also schreibt hier "Schwachsinn"?
Das Deutsche Rentensystem basiert auf dem Solidarprinzip. Nur weil jemand im Arbeitsleben dort einzahlt heißt das noch lange nicht, dass er selbst im Alter auch tatsächlich etwas herausbekommt. Das Generationenprinzip funktioniert nur, wenn ein demokratischer Sozialstaat und vor allem seine Bürger laufend daran arbeiten. Und dafür sind demokratische Prinzipen Grundvoraussetzungen, sonst wird der Rentner nämlich tatsächlich zum staatlichen Almosenempfänger.

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 17:49
von Demokrat
klaupe hat geschrieben:
Demokrat hat geschrieben:Ich habe nicht die westlichen Demokratien pauschal als Pseudo-Demokratien bezeichnet, sondern von den Pseudo-Demokraten geschrieben, die mich ärgern.
Und dafür muss man als Fake auftreten? Jämmerlich!
Sorry, aber ich verstehe Ihre Bemerkung nicht. Fälschung von was?

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 27 Mai 2014, 17:59
von Demokrat
Das Deutsche Rentensystem basiert auf dem Solidarprinzip.

Ach nee, wer hätte das gedacht? :? :lol: Natürlich doch. Und ich habe meine Rente in 50 Arbeitsjahren verdient. :D
Mein Thema hier jedoch lautet: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten, wobei ich auch wirklich nur die Pseudo-Demokraten meine.

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 29 Mai 2014, 01:22
von GIN
Gunnar hat geschrieben:
GIN hat geschrieben: Üblicherweise lebt man als Unternehmer nach Ende der Projekte selten von der staatlichen Rente.
Ja, aber wer sich als Rentner bezeichnet ist wohl auch ein Rentenempfänger. Sonst wäre er Ruheständler, Pensionär etc. ;)

Außerdem gab es lang in D die Möglichkeit, auch als Selbständiger in die BfA einzuzahlen um damit an der Generationensolidarität teilzuhaben. Na egal, das Eingangsstatement hat mich jedenfalls geärgert.
Die deutschen Unternehmer die ich kenne scheinen nie etwas in die BfA eingezahlt zu haben und leben üblicherweise von Mietzinsen, Dividenden und dem Tresor. Das mit dem freiwilligen Einzahlen war mir unbekannt, denke es macht aber auch keinen wirtschaftlichen Sinn in diese Umlagenfinanzierung zu investieren. Die Ausbeute ist zweifelhaft. Ich muss ich das hier in der Schweiz machen. AHV (Rentenversicherung) muss ich einzahlen auch wenn ich nicht in einem Angestelltenverhältnis bin. Ist ein Solidargedanke der nicht einmal schlecht ist. Vielleicht springt ja doch mal was für mich raus in einigen Jahrzehnten. Lücken habe ich leider viele.. Dank Studienzeit etc..bekommt man ja nur noch pauschal anerkannt

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 29 Mai 2014, 01:53
von GIN
klaupe hat geschrieben:
inorcist hat geschrieben:Übrigens durfte ich da sogar als Ausländer auf kommunaler Ebene wählen und an Volksabstimmungen teilnehmen. Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz. :)
Dazu meint die Schweizerische Bundeskanzlei:
Ausländerstimmrecht
Ausländerinnen und Ausländer können weder an eidgenössischen Abstimmungen noch an eidgenössischen Wahlen teilnehmen. Wo das kantonale Recht dies vorsieht, können sie aber an kantonalen und/oder kommunalen Abstimmungen teilnehmen. Bisher sieht jedoch nur ein Drittel der Schweizer Kantone diese Möglichkeit vor.
Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz.

Meine Frau (immer noch Ausländerin) nimmt morgen an folgenden Wahlen teil:
  1. Europawahl
  2. Kreistag des Landkreises PM
  3. Stadtverordnetenversammlung der Stadt
  4. Ortsbeirat --- Soviel zum Thema Demokratie in Deutschland.
Bei der Zuwanderungsabstimmung hat sich ja die Mehrzahl der Schweizer ganz demokratisch für zu schärferen Zuwanderungsregeln ausgesprochen. In Folge wird sicherlich die Stimmanzahl der Ausländer sinken. Soviel zum Thema Demokratie in der Schweiz.
Wow.. erzähle mal wie deine Frau die lettische Bürgerschaft bekommen hat und ob 1991 ausgebürgerte in Lettland wählen können?

Re: Mich ärgern die Pseudo-Demokraten

Verfasst: 29 Mai 2014, 01:54
von klaupe
GIN hat geschrieben:Die deutschen Unternehmer die ich kenne scheinen nie etwas in die BfA eingezahlt zu haben und leben üblicherweise von Mietzinsen, Dividenden und dem Tresor. Das mit dem freiwilligen Einzahlen war mir unbekannt, denke es macht aber auch keinen wirtschaftlichen Sinn in diese Umlagenfinanzierung zu investieren. Die Ausbeute ist zweifelhaft.
Wie viele deutsche Unternehmer gibt es? Wie viele kennen Sie?
  1. Es gibt noch andere Anlageformen für eine Alterssicherung als Immobilien, Aktien und Bargeldstapel. Typisch sind z.B. Kapital-Lebensversicherungen, nur im Moment wegen der geringen Rendite nicht ganz so interessant.
    Wer etwas clever ist, wird verschiedene Anlagen sinnvoll mischen, ein paar sichere und ein paar ertragreiche.
  2. Die wenigsten Unternehmer wurden als Unternehmer geboren, sondern haben mal ganz normal als Arbeitnehmer angefangen und schon einige Jahre in die Rentenkasse Pflichtbeiträge eingezahlt. Es lohnt es schon, die Mindestjahre voll zu machen, um nicht alles in den Wind zu schießen.
  3. Nicht alle Unternehmer schaffen es, in kurzer Zeit die Millionen zu sammeln. Viele sind zufrieden, wenn sie über die Runden kommen und glücklich, wenn etwas Vermögen angespart werden kann.
  4. BfA-Rente ist zwar kein Renner am Kapitalmarkt, war aber bisher ziemlich sicher. Wer nicht ganz blöd ist, zahlt wenigstens Mindestbeiträge freiwillig weiter, schon um eventuell bei Aufgabe des Unternehmens eine Möglichkeit zu haben, wieder bei der Rentenkasse einzusteigen und erworbene Ansprüche nicht zu verlieren.
  5. Auch in Mengen angehäuftes Kapital und Vermögen könnte komplett den Bach runter gehen. das hatten wir in D schon mal. Wohl dem, der dann Rentenansprüche hatte, denn dann gab es damals wenigstens etwas und bald konnten sogar die Rentner beim Wirtschaftswunder mitspielen, obwohl alle Rentenbeiträge im Krieg quasi in Flammen aufgegangen sind.
  6. Manchmal ist ein gewisses Maß an Sicherheit auch eine interessante (Aus-)Beute.