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Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 15:34
von Berlino10
Dietrich hat geschrieben: Die Verteidung eines Staates gegen aus dem Ausland bestellte und unterstützte bewaffnete "Separatisten" ist erstmal kein Völkermord. Natürlich kann es einer werden, wenn man wie Putin in Grosny die halbe Stadt in Schutt und Asche legt. Davon ist man aber in der Ukraine noch sehr weit entfernt.
Mit Hunderten von Toten, meist unschuldigen Zivilisten, sind wir an einem beginnenden Völkermord.

Die Diskreditierung des Protestes von Millionen Menschen - manifestiert im Referendum - als vom Ausland initiiert, ist verlogen, menschen- und demokratieverachtend.

Auf dem Maidan hast du dich noch dagegen gewehrt, dass so etwas passiert, und alles geleugnet, was an Finanzierungen, Unterstützungen, Ausbildung, ... aus dem Westen kam.

Selbst Kleber ZDF hatte nachdenkliche Worte gefunden, dass man die Barrikaden im Osten gegenüber denen vom Maidan nicht abqualifizieren könne.

Es gab auf dem Maidan und es gibt in Süd-Ost einen eigenen starken Volkswillen von Millionen Menschen.

Wer eine militärische Lösung rechtfertigt, rechtfertigt Mord am eigenem Volk.

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:04
von kamensky
@Berlino10

Hier ein weiteres klassisches Beispiel betreffend beidseitiger Doppelmoral

22.05.2014

http://www.dw.de/russland-und-china-leg ... a-17654635

Massgebend: Zitat " Die von Frankreich eingebrachte Resolution hatte sich ausdrücklich auf alle Verbrechen bezogen, die von Regierungstruppen und regierungstreuen Milizen sowie von "bewaffneten nicht staatlichen Gruppen" begangen werden. "

Heute dann die Kontrareaktion

http://de.ria.ru/politics/20140604/268676853.html

Hoffe Sie können einen Bezug auf "Doppelmoral" herleiten!

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:07
von kamensky
andersdenker hat geschrieben:
kamensky hat geschrieben:
Aller Wahrscheinlichkeit nach soll es auch Menschen mit Etwas nebulösem Realitätssinn geben ;)
Richtig, vor allem unter den "studierten Volkswirtschaftlern an der FU"
Verdächtig verräterisch und der Seriosität in Frage gestellt, wenn man als studierter Volkswirtschafter ein Statement auf Drittpersonen reflektieren, oder gar abwälzen muss. :roll:

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:11
von Dietrich
Berlino10 hat geschrieben:Mit Hunderten von Toten, meist unschuldigen Zivilisten, sind wir an einem beginnenden Völkermord.
Hunderte von Toten mag angehen (200 - 300), die meisten davon Zivilisten ist aber auf jeden Fall maßlos übertrieben.
Oder zählst du einen russischen Nationalisten der mit Maske und Tarnzeugs im Osten der Ukraine mit mobilem Raketenwerfer auf ukrainische Flugzeuge schießt noch als Zivilisten?

Und noch einmal: Da sich die Separatisten in Wohnvierteln verschanzen, geht ein nicht unerheblicher Teil der zivilen Opfer auch auf deren Kappe.
Berlino10 hat geschrieben:Die Diskreditierung des Protestes von Millionen Menschen - manifestiert im Referendum - als vom Ausland initiiert, ist verlogen, menschen- und demokratieverachtend.
"Menschenverachtend"..... meine Güte. Mach mal die Box mit den Klassenkampfbegriffen wieder zu. Das das Referendum eine einzige Farce war, da sind sich doch so ziemlich alle einig. Wieso haben die die Leute am 25. denn nicht an den Wahlen teilnehmen lassen, wenn es diese Millionenn von protestierenden Leuten gab? Beobachter aus aller Welt eingeladen, einen der pro-russischen Kandidaten als "Zeichen des Protests" ernannt und dann die Leute abstimmen lassen.
Nein, lieber zerstört man demonstrativ die Wahlurnen, weil einem die selbst gefälschten Ergebnisse doch viel nützlicher sind.
Berlino10 hat geschrieben:Auf dem Maidan hast du dich noch dagegen gewehrt, dass so etwas passiert, und alles geleugnet, was an Finanzierungen, Unterstützungen, Ausbildung, ... aus dem Westen kam.
Selbst Kleber ZDF hatte nachdenkliche Worte gefunden, dass man die Barrikaden im Osten gegenüber denen vom Maidan nicht abqualifizieren könne.
Es gab auf dem Maidan und es gibt in Süd-Ost einen eigenen starken Volkswillen von Millionen Menschen.
Das die Leute im Westen der Ukraine - und auch ein erheblicher Teil im Osten - hinter dem Maidan stehen hat man doch bei den Wahlen gut sehen können. Im Osten sehe ich aber fast nur bewaffnete Touristen aus Russland die irgendwelche Referenden erfinden und Volksrepubliken ausrufen.
Und deren Reaktion auf die Wahl und die Ankündigung des neuen Präsidenten als erstes die Ostukraine zu besuchen, die gewaltsame Besetzung des Flughafens ist.
Berlino10 hat geschrieben:Wer eine militärische Lösung rechtfertigt, rechtfertigt Mord am eigenem Volk.
Wer Grenzstationen angreift, Flughäfen militärisch besetzt etc. ist ein Terrorist. Und gegen derart aufgerüstete Terroristen kann man nun mal nicht die Bereitschaftspolizei mit Wasserwerfern einsetzen.
Wer solche Terroristen schützt und deren Handlungen rechtfertigt, der rechtfertigt den Mord am ukrainischen Volk. So wird eher ein Schuh raus.

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:28
von andersdenker
kamensky hat geschrieben: Verdächtig verräterisch und der Seriosität in Frage gestellt, wenn man als studierter Volkswirtschafter ein Statement auf Drittpersonen reflektieren, oder gar abwälzen muss. :roll:
Das ist aber sowas von richtig!
Gut das ich nie behauptet habe Volkswirtschaft an der FU studiert zu haben.

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:29
von andersdenker
Dietrich hat geschrieben: Wer Grenzstationen angreift, Flughäfen militärisch besetzt etc. ist ein Terrorist.
Gilt das immer?
Für jede Revolution, für jeden Aufstand?

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:40
von Berlino10
Dietrich hat geschrieben: Hunderte von Toten mag angehen (200 - 300), die meisten davon Zivilisten ist aber auf jeden Fall maßlos übertrieben.
Nach Angaben von Wladislaw Selesnjow, verantwortlich für die Informationspolitik über die "Antiterroroperationen" der Kiewer Regierungstruppen, seien allein im Donezker Gebiet bereits 300 Kämpfer getötet worden. Die ukrainische Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Zahl der von Aufständischen getöteten auf 181 beziffert - darunter 59 Soldaten.

Dietrich hat geschrieben: Und noch einmal: Da sich die Separatisten in Wohnvierteln verschanzen, geht ein nicht unerheblicher Teil der zivilen Opfer auch auf deren Kappe.
genau damit hat RUS auch seine Kriegsverbrechen in Tschetschenien, Saddad seine in Syrien gerechtfertigt.
Und da gab es vorher wenigstens Todesopfer durch Rebellen. In Süd-Ost NICHT.
Dietrich hat geschrieben:Das das Referendum eine einzige Farce war, da sind sich doch so ziemlich alle einig.
Weder das Referendum in Lugansk, Donezk noch auf der Krim waren eine Farce.
Millionen haben demonstrativ ihre Stimme gegen Kiew abgegeben.
Niemand kann den mehrheitlichen Volkswillen dort anzweifeln, ohne sich als lügnerischer, anti-demokratischer Propagandist zu outen.


Dietrich hat geschrieben:Wieso haben die die Leute am 25. denn nicht an den Wahlen teilnehmen lassen, wenn es diese Millionenn von protestierenden Leuten gab? Beobachter aus aller Welt eingeladen, einen der pro-russischen Kandidaten als "Zeichen des Protests" ernannt und dann die Leute abstimmen lassen.
Wieso sollen sie einen nach ihrer Meinung ausländischen Präsidenten wählen lassen?

Hier hast du einen Überblick über die Wahl des Präsidenten der Ukraine.

Bild

Alles was nicht dunkelgrün ist, hat sich bei dieser Wahl nicht beteiligt, ist aus Protest ferngeblieben.
Selbst in den von Kiew kontrollierten gebieten Süd-Osts ging die Wahlbeteiligung selten über 40% und fehlen damit etwa gegenüber den 80% Wahlbeteiligung bei der Juschtschenko-Wahl
In Odessa etwa bekam Poroschenko nur 12% der Stimmen der Wahlberechtigten.

Die Wahl hatte zwei Ergebnisse.
1. Die Ukraine will insgesamt den EU-Kurs
2. Süd-Ost ist nicht bereit, sich unterwerfen zu lassen.

Nur eine politische Lösung, die darauf eingeht, und Föderalismus bringt, ist demokratisch und rechtens.
Dietrich hat geschrieben: Im Osten sehe ich aber fast nur bewaffnete Touristen aus Russland die irgendwelche Referenden erfinden und Volksrepubliken ausrufen.
Weil die westlichen Medien die Zehntausenden Demonstranten immer verschwiegen haben und über die Menschen dahinter nicht berichteten.
Die Referenden haben eine klare Mehrheit mit Millionen Stimmen Anti-Kiew gezeigt. Das zu bestreiten, ist lächerlich.
Das zu missachten ist anti-demokratisch und diktatorisch.

Dietrich hat geschrieben:Wer Grenzstationen angreift, Flughäfen militärisch besetzt etc. ist ein Terrorist. Und gegen derart aufgerüstete Terroristen kann man nun mal nicht die Bereitschaftspolizei mit Wasserwerfern einsetzen.
Wer solche Terroristen schützt und deren Handlungen rechtfertigt, der rechtfertigt den Mord am ukrainischen Volk. So wird eher ein Schuh raus.
[/quote]

Du argumentierst krank. Niemand wurde getötet bevor Kiew seine Mörderbanden in Gang setzte.
Dass die Angegriffenen sich gegen ihre Ermordung wehren, ist Terrorismus?

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 16:57
von Gunnar
Berlino: Deine ausführlichen Erläuterungsversuche in allen Ehren. Allein das Wort "Mördebande aus Kiev" macht aber schon alles zunichten. Ich mag mich mit Deinen Gedankegängen gar nicht auseinandersetzen, weil einem der Verzicht auf Objektivität mit solchem Vokabular quasi auf der Stirn steht. Du bist ja hier ein Debattant, der immer wieder die objektive Betrachtung vehement einfordert, dann bitte ich Dich, das auch selbst vorzumachen. Spätestens seit der Präsidentwahl vom 25.05. ist es doch ziemlich anachronistisch, alle Ukrainer bis auf ein paar Aufständige als Faschisten und Mörderbanden weiter zu beschimpfen.

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 17:19
von Dietrich
Berlino10 hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben: Hunderte von Toten mag angehen (200 - 300), die meisten davon Zivilisten ist aber auf jeden Fall maßlos übertrieben.
Nach Angaben von Wladislaw Selesnjow, verantwortlich für die Informationspolitik über die "Antiterroroperationen" der Kiewer Regierungstruppen, seien allein im Donezker Gebiet bereits 300 Kämpfer getötet worden. Die ukrainische Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Zahl der von Aufständischen getöteten auf 181 beziffert - darunter 59 Soldaten.
Und wie widerspricht das jetzt meiner Aussage?
Welche der genannten Toten sind denn nun Zivilisten?
300 Kämpfer? Wohl kaum.
Die 181 von Aufständischen getöteten. Dann wäre es doch aber ein Völkermird der sog. Aufständischen? Also die wohl kaum.
59 Soldaten. Nee, auch keine Zivilisten.

Also die einzigen möglichen Zivilisten sind die 181 - 59 von Aufständischen getöteten Nicht-Soldaten. Haben die Separatisten/Terroristen wirklich schon so viele Zivilisten umgebracht? Wieso, wenn doch alle auf deren Seite stehen?
Ist es dann nicht erst recht Zeit, deren Terrorherrschaft so schnell wie möglich zu beenden?

Berlino10 hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben:Das das Referendum eine einzige Farce war, da sind sich doch so ziemlich alle einig.
Weder das Referendum in Lugansk, Donezk noch auf der Krim waren eine Farce.
Millionen haben demonstrativ ihre Stimme gegen Kiew abgegeben.
Niemand kann den mehrheitlichen Volkswillen dort anzweifeln, ohne sich als lügnerischer, anti-demokratischer Propagandist zu outen.
Der war gut! Du solltest die Propaganda-Kiste zumachen, nicht noch weiter auf....
Berlino10 hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben:Wieso haben die die Leute am 25. denn nicht an den Wahlen teilnehmen lassen, wenn es diese Millionenn von protestierenden Leuten gab? Beobachter aus aller Welt eingeladen, einen der pro-russischen Kandidaten als "Zeichen des Protests" ernannt und dann die Leute abstimmen lassen.
Wieso sollen sie einen nach ihrer Meinung ausländischen Präsidenten wählen lassen?
Ausländisch?
Jetzt wird es langsam bizarr in deiner Argumentation.
Berlino10 hat geschrieben:Das zu missachten ist anti-demokratisch und diktatorisch.
Antidemokratisch? Diktatorisch? Also wenn diese Referenden irgendetwas mit Demokratie zu tun hatten, dann höchstens, dass man Zettel in Boxen schmeißen konnte. Alles andere war doch ein Witz hoch drei.
Berlino10 hat geschrieben:Du argumentierst krank. Niemand wurde getötet bevor Kiew seine Mörderbanden in Gang setzte.
Dass die Angegriffenen sich gegen ihre Ermordung wehren, ist Terrorismus?
Nee ist klar. Wenn ich eine Bank überfalle und Geiseln nehme, dann ist erst die anrückende Polizei schuld daran, wenn Leute ums Leben kommen. Hätte man mich doch in Ruhe gelassen....

Re: Luftangriffe auf Lugansk

Verfasst: 04 Jun 2014, 17:25
von Berlino10
Dietrich hat geschrieben:Wenn ich eine Bank überfalle und Geiseln nehme, dann ist erst die anrückende Polizei schuld daran, wenn Leute ums Leben kommen. Hätte man mich doch in Ruhe gelassen....
Du bist hoffnungslos in deiner Propaganda verstrickt.

Es gibt keinen entscheidenden Unterschied zwischen den Protesten auf dem Maidan und denen in Süd-Ost.

Alles was du für den Maidan damals an Rechten verlangt hast, sprichst du den Menschen in Süd-Ost ab, nur weil sie nicht deiner Meinung sind.

Und mit Lügen biegst du es so hin, dass es etwas anderes ist.