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Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 20 Aug 2014, 21:18
von Berlino10
Gunnar hat geschrieben: .. und auch da liegt der Westen mit seinen diversifizierten Institutionen und der Presse doch deutlich vor Terror- oder Unterdrückungsregimen, ...
Gunnar, das ist doch beschämend, der Vergleich ... die Frage ist doch, woher wir kommen und wohin wir gehen.

Wirtschaft früher: ein weitgehend fairer Ausgleich zwischen und meist nationalen, maximal multinationalen Unternehmen und der Arbeitnehmerseite mit starken Gewerkschaften
Wirtschaft heute: dominante Finanzinstitutionen, globale Konzerne, die Unternehmen und Arbeitnehmer und auch die Politik nach Belieben vor sich hertreiben

Politik früher: diversifizierte Konzepte, fairer Wettstreit um unterschiedliche Konzepte, nationale Souveränitäten
Politik heute: abhängige, nicht mehr souveräne, nationale Regierungen, die unter globalen (Kapital-)Zwängen zum Einheitsbrei einknicken, zum Schaden des einfachen Volkes, zum Wohle der Eliten

Presse früher: breites Meinungs- und Publikationsspektrum, unabhängige, leserorientierte Zeitungen, kritische Journalisten
Presse heute: grosse, transatlantische Medien-Konzerne beherrschen über 90% des Marktes, bis hin zu ehemalig unabhängigen Medien wie Der SPIEGEL, neoliberaler Einheitsbrei

...

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 20 Aug 2014, 23:30
von Axel Henrich
Gunnar hat geschrieben:wen willst Du jetzt mit diesen Gebetsmühlen von Guantanamo, Rassenhass usw. überzeugen?

Dein staendiges "ja, aber..." ist auch nicht sehr erbaulich ...wenn auch System (atisch)
Wenn du von dem besseren System mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sprichst, muss man natuerlich Guantanamo und z.B. die aktuellen Ereignisse in Ferguson hinterfragen. Dass das für dich und deine Argumentation kontraproduktiv ist, kommt natürlich nicht so prall, aber was schlaegst du vor? Weiter mit deiner typischen Einseitigkeit, die wir schon aus den Medien her kennen?
Nee Liebes, das funktioniert nicht ... Tschurkin hat das in dem Zusammenhang an die Adresse seines amerikanischen Amtskollegen treffend, kurz und knackig ausformuliert.
Gunnar hat geschrieben:immer wenn Dir und Deinen Gesinnungsgenossen nix einfällt müssen halt die USA ran

Gesinnungsgenossen? Gunner, Gunner, interessantes Vokabular ...
Btw in diesem Thread sind wir damit voll on Topic - siehe subject, denn die Amis sind ein, wenn nicht gar der Teil des Problems Ukraine.

-ah-

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 20 Aug 2014, 23:38
von Axel Henrich
GIN hat geschrieben:Am bedenklichsten finde ich das der Journalist von einer Person enthauptet wurde die einen englischen Akzent hatte und der Kameramann wohl aus Australien stammte.
Viele Länder registrieren schon eine Weile massive zeitlich begrenzte Ausreisen verdächtiger Personen in die Krisengebiete ... auch die Jagd auf Journalisten als Faustpfand ist schon länger geplant. Dieses Pack ist gut vorbereitet, z.T ausgebildet in Israel und USA ... :evil:

-ah-

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 23 Aug 2014, 15:00
von GIN
Ein syrischer Bekannter der nun als Flüchtling im Ausland lebt meinte zu mir betreffend der nun kommenden westlichen Unterstützung das es durchaus positiv ist das jetzt der Westen die richtigen Kräfte im Nahen Osten unterstützt. Die Ausreisewilligen aus der EU entlasten die dortigen Sozialkassen und im Nahen Osten werden dort die toten Körper dieser Menschen wenigstens mittelfristig einen Effekt haben als Düngemittel.
Interessanter Standpunkt.

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 25 Aug 2014, 03:26
von Haya
Gunnar hat geschrieben:... oder gar von der ISIS, wo einem dann irgendwann der Kopf abgeschnitten wird....
Praktiken, die auch in UA "Dank der netten" Herrschaften vom Rechten Sektor statt finden.

Vorsicht: Absolut nichts für schwache Nerven.
http://www.liveleak.com/view?i=d08_1397763033

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 25 Aug 2014, 15:09
von Axel Henrich
Jenenser hat geschrieben: :evil: Im Artikel kommt u.a. zum Ausdruck, dass Angela Merkel als Art Schiedsrichter nach Kiew reist, um zwischen „Konfliktparteien“ zu vermitteln. Ist es aber nicht so, dass der Besuch eher eine Schützenhilfe für eine dieser „Parteien“ ist? Man könnte noch weiter gehen: sie ist selbst Mitglied einer „Konfliktpartei“.
Deutsche Kanzlerin Merkel in Kiew – Signale der Zweideutigkei
Konvoi mit Hilfsgütern [...] völkerrechtswidrige Provokation Russlands [...]
Doch zeigten sich leichte Risse in den Erklärungen. Obama und seine Administration forderten, dass der Konvoi umzukehren habe, noch bevor er Lugansk erreiche, Kanzlerin Merkel begnügte sich mit der milden Variante, der Konvoi müsse umkehren, nachdem er entladen worden sei.
http://m.spiegel.de/spiegel/vorab/a-987 ... 4KZmwxo3LN
In der Nato gibt es Überlegungen, die gegen potenzielle Angriffe aus dem Nahen Osten geplante Raketenabwehr auch gegen Russland auszurichten. Solche Forderungen, unterstützt von den USA, kommen aus den baltischen Mitgliedsländern und Polen. In den Vorbereitungen des Nato-Gipfeltreffens Ende kommender Woche hatten die vier Länder gefordert, eine entsprechende Formulierung zu beschließen; sie fühlen sich durch die russische Intervention in der Ukraine bedroht. Die Mehrheit, allen voran Deutschland, sprach sich jedoch dagegen aus, weil man Moskau nicht ohne Not provozieren solle. Schließlich habe die Nato jahrelang den Russen versichert, der Raketenschirm richte sich nicht gegen sie.

Tja da kann man nur hoffen, das Deutschland sich mal wieder oefter eine eigene Meinung erlaubt. Bitte mehr davon!

Und apropos NATO Osterweiterung wo die Drecksamis natürlich federführend mit dabei sind, hat das Handelsblatt mal wieder ein recht interessantes Interview veroeffentlicht:
Der Kreml kann nicht gewinnen
Das Budapester Memorandum war eine Absichtserklärung, kein international bindender Vertrag, und wurde nie ratifiziert. Das Hauptziel der USA war damals nicht die territoriale Integrität der Ukraine, vielmehr wollte man den Abzug der Atomwaffen erreichen. Insofern hat niemand ernsthaft auf dessen Gültigkeit gesetzt. Erst als die Ukraine unter dem Präsidenten Viktor Juschtschenko der Nato ernsthaft beitreten wollte, kam Moskau auf dieses Memorandum zurück – als sicherheitspolitische Grundlage anstelle des Nato-Beitritts. Nur haben weder Kiew noch Washington damals das Abkommen ernst genommen. Und was Russland betrifft, so wurden Hoffnungen enttäuscht, als die Nato entgegen mündlicher Versprechen bis an die Grenzen Russlands erweitert wurde. Heute sieht man im Kreml einen Nato-Beitritt der Ukraine als existenzielle Bedrohung an. Auf der Krim geht es darum, russische Interessen und internationale Regeln neu auszutarieren. Das war ein riskantes, aber realpolitisch nachvollziehbares Manöver zur Verbesserung des Status Russlands in der Weltpolitik. Mit dem Krieg in der Ostukraine gerät diese Nachbarschaftspolitik aber außer Kontrolle: Russland ist da in einen Konflikt geraten, den der Kreml nicht gewinnen kann.
-ah-

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 30 Aug 2014, 04:51
von Haya
Moin moin,
Es ist nichts verlogener als das und deswegen gibt es durchaus moralisch unterschiedlich zu gewichtende Politiksysteme und eine größere Rechtfertigung dafür, die Ukraine dem Westen anzunäheren als sie zu russifizieren. Der Versuch der Russifizierung wird seit Anfang des Jahres mit gezielter Destabilisationspolitik unternommen, der Versuch der Verwestlichung mit Stabilisationspolitik. Schon diese beiden unterschiedlichen Gangarten sprechen jeweils für sich ...
Du sprichst von Demokratie und der "Verlogenheit" Russlands?
Wie Verlogen oder demokratisch ist es dann erst, wenn man eine illegale Regierung (hier: Ukraine) nicht nur unterstützt, sondern auch fördert?
Wer gegen das Gesetz verstößt ist nun mal ein Krimineller und solche sitzen gerade nicht nur in Kiew, sondern auch in Washington.

Der Vergleich mit ISIS und Ru hinkt hingegen, wie ein einbeiniger Tausendfüssler mit Hühneraugen.
Es ist nicht Ru, das in Lybien, Irak, Afghanistan, etc. einmarschiert, denn Ru kehrt anscheinend lieber erst vor der eigenen Tür, wie Georgien, Tschetschenien und schreit nicht nach Unterstützung vom Westen (Angie, hilf uns! Wir sind in Kabul. Kommt schnell - OK, Papa Bush)

Gruß
Haya

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 30 Aug 2014, 10:20
von Alex KA
Der Westen hatte Ukraine destabilisiert, und Jetzt fördert das Russland hilft Ukraine wieder zu stabilisieren.. Mann muss dafür sorgen das Westen alle kosten übernimmt und noch dazu etwas unwiederbringlich verliert..

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 30 Aug 2014, 11:22
von daveg
Alex KA hat geschrieben:Der Westen hatte Ukraine destabilisiert, und Jetzt fördert das Russland hilft Ukraine wieder zu stabilisieren.. Mann muss dafür sorgen das Westen alle kosten übernimmt und noch dazu etwas unwiederbringlich verliert..

Selten so ein Schwachsinn gelesen. Russland soll erst einmal zusehen wie es mit Rezession und Inflation zurecht kommt.

Re: Gedankengang zur Situation RU-EU-USA

Verfasst: 30 Aug 2014, 12:01
von Alex KA
daveg hat geschrieben:
Alex KA hat geschrieben:Der Westen hatte Ukraine destabilisiert, und Jetzt fördert das Russland hilft Ukraine wieder zu stabilisieren.. Mann muss dafür sorgen das Westen alle kosten übernimmt und noch dazu etwas unwiederbringlich verliert..

Selten so ein Schwachsinn gelesen. Russland soll erst einmal zusehen wie es mit Rezession und Inflation zurecht kommt.
Rezession und Inflation waren in 90-ger Jahren.. Heute sind wir in Aufschwung..